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Steuert mit dem TC Bad Homburg in der Regionalliga Südwest mehr denn je Titelkurs: Luca Marquard.

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TC Bad Homburg ist Nr. 1 im Taunus

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Kai Wehnelt und Eduardo Dischinger sorgen im Kurpark für die Entscheidung. Und auch dafür, dass sich die Verantwortlichen in der Kurstadt langsam, aber sicher mit dem Thema Zweite Bundesliga befassen müssen.

Der TC Bad Homburg hat seine Vormachtstellung im Hochtaunus unterstrichen. Im mit Spannung erwarteten Derby der Herren-Regionalliga Südwest setzten sich die Kurstädter gegen den TEVC Kronberg bei Kaiserwetter und vor einer prächtigen Kulisse mit 5:4 durch. Dadurch hat das Taunus-Team mit Spitzenreiter TK GW Mannheim II gleichgezogen, der zeitgleich gegen DJK Sulzbachtal eine 3:6-Heimniederlage erlitt.

Dieser Mann weiß, wovon er spricht. „Unsere Chancen stehen bei 40:60. Ich hoffe aber, dass wir drei Einzel gewinnen können und anschließend noch zwei Doppel“, hatte Ralph Weißenberger, Sportlicher Leiter des TC Bad Homburg mit Kronberger „Vergangenheit“, vor dem Derby verkündet. Exakt so wie von ihm prognostiziert ist die Partie dann auch verlaufen.

Nach den Einzeln stand es 3:3 (bei 6:6 Sätzen und 58:60 Spielpunkten). Anschließend kamen für die Hausherren noch zwei „Doppel-Punkte“ hinzu. Dass das Pendel schließlich zu Gunsten der Gastgeber ausschlug, hatten sie ihren drei Leistungsträgern zu verdanken, die gegen Kronberg an jeweils zwei Punkten beteiligt waren. Dies waren Vize-Hessenmeister Kai Wehnelt und der Italiener Eduardo Dischinger, die im Doppel nach einem 6:3, 4:6, 10:8 gegen Karim-Mohamed Maamoun/Timon Reichelt unter großem Jubel der heimischen Fans für den siegbringenden fünften Zähler verantwortlich zeichneten, sowie vor allem Julian Lenz.

Der viermalige Hessenmeister im Einzel unterstrich seine hervorragende Form mit einem 6:3, 6:4 im Spitzenspiel gegen den ägyptischen Davis-Cup-Spieler Maamoun (damit revanchierte er sich für die Niederlage im Vorjahr in Kronberg) und trumpfte auch im ersten Doppel mit Milen Ianakiev beim 6:1, 6:3 gegen das TEVC-Duo Sami Reinwein/Claudio Fortuna auf.

Damit nicht genug: Bei den „9. Marburg Open“ hatte Lenz vergangene Woche nach Siegen gegen den Österreicher Sebastian Ofner (6:1, 7:6), den an zwei gesetzten Rudolf Molleker (3:6, 6:3, 7:6) und den Franzosen Elliot Bechetrit (6:4, 7:5) das Halbfinale erreicht und war erst dort am Bolivianer Hugo Dellien (ATP 120) gescheitert.

Die Erfolgsserie in der Regionalliga stellt die Bad Homburger Vorstandschaft nun vor ungewohnte Probleme. Angesichts der Tatsache, dass neben Mannheim nun auch der Wiesbadener THC unterlag (2:7 gegen Schott Mainz), müssen sich die Verantwortlichen im Kurpark ernsthaft Gedanken darüber machen, ob ein Aufstieg in die 2. Bundesliga ein Thema werden könnte. Tabellenführer TK Grün-Weiß Mannheim II darf dem Reglement entsprechend nicht aufsteigen.

TC Bad Homburg – TEVC Kronberg 5:4 (11:9 Sätze): Lenz – Maamoun 6:3, 6:4; Wehnelt – Reinwein 6:4, 7:6; Garcia Silva – Fortuna 4:6, 1:6; Dischinger – Zahraj 6:3, 6:2; Ianakiev – Reichelt 3:6, 6:7; Marquard – Elias 1:6, 6:7; Lenz/Ianakiev – Reinwein/Fortuna 6:1, 6:3; Wehnelt/Dischinger – Maamoun/Reichelt 6:3, 4:6, 10:8; Garcia Silva/Marquard – Zahraj/Elias 3:6, 6:3, 7:10.

Weiter spielten: Wiesbadener THC – TSV Schott Mainz 2:7, TEV Stuttgart-Waldau – TC Schönberg 8:1, TK GW Mannheim II – DJK Sulzbachtal 3:6. – Tabelle: 1. Mannheim II 8:2 Punkte/28:17; 2. Bad Homburg 8:2/27:18; 3. Wiesbaden 6:4/26:19; 4. Mainz 6:4/25:20; 5. Sulzbachtal 6:4/23:22; 6. Kronberg 4:6/23:22; 7. Stuttgart 2:8/19:26; 8. Schönberg 0:10/9:36. – Nächste Spiele: Kronberg – Wiesbaden, Mainz – Bad Homburg (beide Sa., 11 Uhr).

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