Die neue Ausstellung in der "Central Garage" widmet sich der englischen Marke "Alvis".

Kulturleben erwacht wieder

Bad Homburger Museen öffnen ihre Türen

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Die Saalburg macht am Dienstag den Anfang, andere Häuser in Bad Homburg ziehen bald nach. Die Besucherzahlen sind wegen der Corona-Krise allerdings begrenzt.

Die Homburger Museumslandschaft hat derzeit etwas von einem Adventskalender am 1. Dezember: Die Vorfreude ist groß und (beinahe) jeden Tag öffnet sich ein neues Türchen.

Den Anfang macht heute das Kastell Saalburg. Bis zu 200 Besucher dürfen gleichzeitig auf das Gelände des Römerkastells, in den Museums-Räumen gilt Maskenpflicht. Es müssen keine Zeitfenster vorab gebucht werden, dafür kann es dementsprechend zu Wartezeiten kommen. Die Einhaltung der maximalen Besucher-Zahl wird über den Kassenbereich überwacht, da ein Ausgang nur durch das dortige Drehkreuz möglich ist. Sämtliche Führungen und Sonder-Veranstaltungen sind - vorerst bis Ende des Monats - abgesagt.

Für den morgigen Mittwoch hat die "Central Garage" im Niederstedter Weg 4 angekündigt, ihre neue Schau für Besucher zu öffnen: Das Automuseum zeigt Modelle der englischen Nobelmarke "ALVIS". Auto-Fans konnten (und können) die Fahrzeuge schon virtuell bei einem 3D-Rundgang auf der Homepage www.central-garage.de bestaunen, doch ist es natürlich deutlich beeindruckender, die schönen Automobile und deren Geschichten im Museum zu erleben.

Allerdings sind aufgrund der aktuellen Situation einige hygienische und organisatorische Regeln zu beachten. Unter anderem dürfen nur zehn Besucher gleichzeitig in die Ausstellung, Führungen finden nicht statt.

Bereit macht man sich auch im Sinclair-Haus. Am Dienstag, 19. Mai, soll die Ausstellung bis zu 15 Besuchern gleichzeitig offenstehen. Auch hier gilt: Es gibt kein Buchungssystem, es können keine Zeitfenster online gebucht werden. Online gibt es unter www.museum-sinclair-haus.de dafür weiterhin viele Zusatzangebote, und für den Ausstellungsbesuch gelten veränderte Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 14 bis 19 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen von 13 bis 18 Uhr. "Wir überlegen derzeit, wie wir das Begleitprogramm nach und nach starten können", erklärt Claudia Praml. Bis auf Weiteres bleibe es bei der Ausstellung.

Bereits am kommenden Freitag geht's im Gotischen Haus und in der Englischen Kirche los, wie die Stadt gestern mitteilte. Dort werden, ebenso wie in der Schlosskirche, Ausstellungen zum Thema Hölderlin zu sehen sein. Die Schau im Gotischen Haus ist jeweils freitags, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen. Bis zu fünf Personen dürfen gleichzeitig rein, weil das Begleitprogramm ausfällt, erhalten Gäste den Katalog als Geschenk. Das Café und das Hutmuseum bleiben geschlossen.

Die Ausstellung "Wohl geh' ich täglich andere Pfade - Friedrich Hölderlin und seine Orte" beginnt planmäßig am kommenden Freitag im Kulturzentrum Englische Kirche. Geöffnet ist donnerstags und freitags von 16 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, es dürfen sich bis zu zehn Personen gleichzeitig in der Englischen Kirche aufhalten.

Abwarten im Schloss

Noch in der Findungsphase ist man im Schloss. Der Krisenstab der Verwaltung der staatlichen Schlösser und Gärten befindet sich noch in Überlegungen, wie sich die Vorgaben des Landes umsetzen lassen. "Wir haben sehr unterschiedliche Liegenschaften", erklärt Sprecherin Elisabeth Weymann. Auch gab sie zu bedenken, dass das Schloss in Bad Homburg ein Sonderfall sei, da die Räume nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen sind. "Da müssen wir erst schauen, wie sich das nach der neuen Verordnung umsetzen lässt. " VON Harald konopatzki

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