Feuerwerk am Netz: Jelena Voegele (HTG Bad Homburg, li.) haut den Ball ins gegnerische Feld.
+
Feuerwerk am Netz: Jelena Voegele (HTG Bad Homburg, li.) haut den Ball ins gegnerische Feld.

Volleyball-Oberliga

Jelena & Co. rocken – auch die Liga

  • vonWolfgang Bardong
    schließen

Mit Ball und Bass, da kennt sich die junge Dame mit den langen blonden Haaren bestens aus. Auf der Erfolgswelle surft sie in beiden Metiers.

Zwei Bühnen – wer kann das schon für sich behaupten, auf gleich zweien heimisch und erfolgreich unterwegs zu sein? Jelena Voegele, die kann’s. Die 23 Jahre junge Dame mit den so blonden Haaren lässt es sowohl am Volleyballnetz als auch am Bass ordentlich fegen. „Wir sind zwei Mädels und drei Jungs, sind schon seit neun Jahren zusammen und haben einfach nur richtig viel Spaß“, sagt sie über ihre Rockband Second Link (siehe dazu unten stehendes EXTRA).

Spaß hat die in einer Frankfurter Logistikfirma für internationale Luftfahrt-Projekte beschäftigte „Jelli“ aber auch mit ihren Volleyball-Mädels der HTG Bad Homburg. An vierter Stelle der Tabelle haben sich die von Jens Völkel trainierten „Schmetterlinge“ aus der Kurstadt in der Oberliga mit 18 Punkten auf die Lauer gelegt – man weiß ja nie, ob das Spitzentrio SSC Bad Vilbel II (23), TSV Hanau (23) und Eintracht Frankfurt II (18) nicht doch noch einmal patzt.

„Unter die ersten drei wollen wir auf jeden Fall noch kommen“, ist Jelena Voegele zuversichtlich, zumindest einen von den „großen drei“ noch zu überholen.

Sie spielt seit nunmehr 18 Jahren Volleyball. Da war sie also gerade erst zarte fünf Jahre alt – und begann mit einer Freundin beim ESV Jahn Treysa. Über den VfL Marburg (Oberliga) ging’s für die heute 173 Zentimeter messende Außenangreiferin („Für den Mittelangriff fehlen mir ein paar Zentimeter“) nach Mannheim – zum Studieren und zur VSG Mannheim in die Volleyball-Verbandsliga. „Dann zog ich nach Frankfurt und schloss mich dem TV Dreieichenhain an“, berichtet sie.

HTG ist langfristig

Die Landesliga, in der der TVD zu Hause war, füllte Jelena Voegele jedoch sportlich nicht aus. „Drum habe ich mich dann auch wieder umorientiert und mich schlaugemacht, welcher Verein in der Umgebung vielleicht Spielerinnen sucht. Und dabei bin ich halt auf die HTG gestoßen.“ Mittlerweile wohnt sie jenseits der Saalburg, in Neu-Anspach – die Station bei der HTG soll aber keinesfalls nur von kurzfristiger Natur sein: „Nein, nein“, versichert die 23-Jährige lachend, „Volleyball bei der HTG ist für mich etwas Langfristiges.“

Worte, die ihrem Trainer Jens Völkel sicherlich wie „Öl runtergehen“. Ihn umschreibt Jelena, die in ihrer Freizeit neben Volleyball und Basszupfen noch die Laufschuhe schnürt und früher auch als Wettkampf-Schwimmerin unterwegs war, wie folgt: „Er ist diszipliniert, er ist sehr ehrgeizig – und er hat ein unglaubliches Talent, sich bei Sprichwörtern als Denglisch-Experte zu betätigen.“ Wie man sieht: Bei der HTG kommt der Erfolg nicht alleine durchs Training, sondern auch über die Spaßschiene.

Am Samstag wartet auf die HTG ein kniffliges Heimspiel: Der 1. VC Wiesbaden III versucht, Jelena und Co. von 20 Uhr an im Feri-Sportpark eins auszuwischen. „Wir haben mit Wiesbaden ja noch eine Rechnung offen“, erinnert sich die wuchtig draufhauende Außenangreiferin an die 0:3-Hinspielniederlage vom 1. Oktober nur höchst ungern. Ihr Team sei aber auf einem richtig guten Weg: „Es hat natürlich ein wenig gedauert, bis sich die neuen Spielerinnen und der neue Trainer zusammengefunden haben – das ist aber spätestens jetzt passiert“, sagt Jelena Voegele.

Folglich wären die Wiesbadenerinnen für das Wochenende sicherlich gut beraten, sich nicht allzu lange an ihrem 25:15, 27:25, 25:15-Erfolg vom Oktober zu laben. Am Sonntag nämlich wollen die Bad Homburgerinnen um ihre schlagkräftige Außenangreiferin mit der Nummer 3 auf dem roten Trikot den Spieltag rocken.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare