+
Auf dem ehemaligen Post-Areal am Bahnhof sollen Kino, Parkhaus und ein Verwaltungsgebäude errichtet werden.

Investor gefunden

Kino am Bad Homburger Bahnhof rückt in greifbare Nähe

  • schließen

Die Stadt scheint einen Investor für den Bau eines Verwaltungsgebäudes, eines Parkhauses und eines Kinos am Bahnhof gefunden zu haben. Geht alles glatt, könnte der Gebäudekomplex Mitte 2022 stehen.

Super Mario, der schnauzbärtige Held unserer Kindheit, soll 2022 ins Kino kommen. Außerdem haben die Marvel Studios drei Projekte für dieses Jahr angekündigt. Und es gibt Gerüchte, dass in drei Jahren ein gewisser Harry Styles („Dunkirk“) in die Rolle von James Bond schlüpfen könnte. Vielleicht müssen die Homburger dann ja auch nicht mehr nach Frankfurt oder ins Main-Taunus-Zentrum fahren, um bei Popcorn und Kaltgetränken Leinwand-Blockbuster zu genießen, sondern können ihr Auto im neuen Parkhaus am Bahnhof abstellen und dann dem Kinopolis Bad Homburg einen Besuch abstatten.

Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Tatsache ist aber, dass dem Magistrat am heutigen Montag eine Vorlage präsentiert wird, mit der das Projekt final eingetütet werden soll. Nach Informationen dieser Zeitung sollen die Verträge fix und fertig sein. Passiert die Vorlage die Gremien könnte die Beurkundung bereits im Januar über die Bühne gehen, der Baubeginn für den Verwaltungsbau der Stadtwerke, das Parkhaus und Kino/Club soll für Anfang März festgelegt werden. Die Fertigstellung soll auf Juli 2022 terminiert sein. Im Anschluss würde Kinopolis noch drei Monate für den Innenausbau benötigen, so dass das Kino im Herbst 2022 seine Pforten öffnen könnte.

Mainzer Gesellschaft

Die zugrunde liegenden Verträge sehen unter anderem vor, dass die Dohma Grundstücksverwaltungsgesellschaft mit Sitz in Mainz, eine Objektgesellschaft der Deutschen Anlagen-Leasing (DAL), für das Bauprojekt am Bahnhof als Investor auftritt. Zudem soll auch 7der Verkauf der städtischen Grundstücke per Immobilienleasingvertrag abgewickelt und der Mietvertrag mit Kinopolis unter Dach und Fach gebracht werden.

Sieben Säle mit 850 Plätzen

Ziel der Ausschreibung war es, dass im Anschluss an die Bauphase den Stadtwerken ein schlüsselfertiges Verwaltungsgebäude und der Kur- und Kongreß-GmbH ein Parkhaus übergeben wird. Zunächst waren noch drei Anbieter im Rennen, doch nach Ablauf der Angebotsfrist hat lediglich die Dohma ein vollständiges Angebot vorgelegt. Lob gab es dabei für die Stadtbildverträglichkeit, die Fassadengestaltung und die „angemessene Freiraumgestaltung“. Und das Planungskonzept für den Bürokomplex und das Parkhaus sollen den Vorstellungen der künftigen Nutzer entsprechen. Als „inhaltlich durchdacht“ wird zudem das Nutzungskonzept für Kino (sieben Säle, 850 Plätze) und Club mit seinen 300 Quadratmetern Veranstaltungsfläche für 600 Personen bezeichnet.

Die Stadt will die rund 7000 Quadratmeter große Fläche am Bahnhof für knapp vier Millionen Euro an die Dohma verkaufen. Nach Fertigstellung des Projekts sollen die Stadtwerke als Generalmieter (Leasingnehmer) auftreten und alle Flächen, die die städtische Tochter nicht benötigt, an eine Gesellschaft der Kur und einen gewerblichen Betreiber (Kinopolis) untervermieten.

Der Vertrag zwischen Stadt und Dohma sieht desweiteren einen fixen Baupreis, besagten Fertigstellungstermin (konkret der 22. Juli 2022) und eine finanzielle Absicherung des Projekts durch die Deutsche Anlagen-Leasing vor. Das bebaute Areal soll auf 30 Jahre an die Stadt vermietet werden, nach Ablauf dieser Frist ist vorgesehen, dass das Areal wieder lastenfrei an die Stadt übergeht.

(col)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare