Im Technischen Rathaus der Stadt Bad Homburg ist auch eine Kita untergebracht.
+
Im Technischen Rathaus der Stadt Bad Homburg ist auch eine Kita untergebracht.

Betreuungsplätze in Bad Homburg

Kita Bahnhofstraße soll „bleiben, so lange sie gebraucht wird“

  • Harald Konopatzki
    VonHarald Konopatzki
    schließen

Im zuständigen Ausschuss nimmt vor allem eine Einrichtung in der Diskussion viel Raum ein, doch es gibt auch Neuigkeiten zu anderen Projekten.

Bad Homburg – Regelmäßig überprüft die Verwaltung, wie sich der Betreuungsbedarf in der Stadt entwickelt. Aktuelle Einschätzungen und Empfehlungen gab es bei der jüngsten Sitzung des städtischen Jugend- und Sozialausschusses. Gabriele Bernhard von der Jugendhilfeplanung gab den Politikern einen Überblick über die anstehenden Projekte.

In den kommenden Jahren sollen in der Kurstadt etliche Kita-Bauten entstehen oder erweitert werden. Dass in der Kita-Rahmenplanung auch der "Wegfall" der Kindertagesstätte Bahnhofstraße auftaucht, wenn die Einrichtung auf dem ehemaligen Klinik-Areal (Baubeginn frühestens 2023/24) fertig ist, führte zu heftigen Reaktionen. Dabei ist die Idee nicht neu, wie sich auch in der Sitzung zeigte.

Bad Homburger Kita als Provisorium gedacht – „Die räumliche Situation ist suboptimal“

So betonte unter anderem Daniela Kraft (Grüne), dass die Kita im Technischen Rathaus als Provisorium gedacht war, als die damals noch auf dem Klinik-Areal beheimatete Einrichtung weichen musste. "Die räumliche Situation ist suboptimal". Und auch in der Kita-Rahmenplanung von 2018 findet sich die Idee bereits, die, wie Stadträtin Lucia Lewalter-Schoor und Elke Barth (beide SPD) betonten, als "Option" zu verstehen sei. Die Kita werde nicht geschlossen, wenn weiterhin Bedarf bestehe.

Zuvor hatte Okan Karasu für die BLB einen Änderungsantrag eingebracht, der angesichts der unklaren Datenlage den Erhalt der Kita forderte. Das ging den anderen Ausschussmitgliedern zu weit. "Im Änderungsantrag wird der Erhalt gefordert, da ist mir die Option schon lieber", sagte Lewalter-Schoor und schlug als Kompromiss vor, in die Kita-Planung die Formulierung aufzunehmen: "Die Kita Bahnhofstraße wird so lange erhalten wie es nötig ist."

Der Bedarf sei durch das Versorgungsziel ja klar definiert. Auch Silvia Argyrakis erklärte: "Wir haben das Heft des Handelns ja in der Hand und können jederzeit sagen: schließen oder offen lassen." Der Kompromiss genügte Karasu und wurde letztlich angenommen.

„Die Plätze werden wir auf jeden Fall erhalten“ – Katholische Gemeinde St.Martin will Trägerschaft abgeben

Details gab es auch zu einem weiteren Neubau-Projekt: So konkretisieren sich die Pläne, am Flersheimstift eine Kita zu errichten, beziehungsweise einzurichten. Denn ein möglicher Neubau war 2018 am Denkmalschutz gescheitert. "Das ist jetzt kein Thema, denn die Kita könnte in das bestehende Gebäude mit einziehen", erklärte Lewalter-Schoor. Die Befürchtung, dass dadurch Pflege-Kapazitäten wegfallen könnten, zerstreute die Stadträtin. "Es geht um Räumlichkeiten, die künftig nicht mehr genutzt werden, etwa eine alte Cafeteria."

Eine besondere Konstellation gibt es in Ober-Erlenbach. Lewalter Schoor bestätigte auf Nachfrage von Sighild Drnikovic (CDU), dass die katholische Gemeinde St. Martin die Trägerschaft des Kindergartens abgeben will. "Die Plätze werden wir auf jeden Fall erhalten", sagte sie. Auch ist geplant, dort eine vierte Kindergartengruppe zu eröffnen. Was die Trägerschaft angeht, hofft die Stadt, dass sich ein freier Träger findet. Die Idee, dass die katholische Pfarrei St. Marien einspringt, dürfte nicht verfangen. Zwar sind beide katholisch, gehören jedoch zu unterschiedlichen Bistümern. (Harald Konopatzki)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare