Laternenfest-Königin

Königin am Telefon

  • Marc Kolbe
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Schon als Kind liebte Maria Jacob das Laternenfest, jetzt wird sie dessen Königin. Das freut unter anderem auch ihren Arbeitgeber in Bad Vilbel . . .

Eigentlich ist es nur folgerichtig, dass Maria Jacob bei ihrer familiären Vorbelastung eines Tages mal Laternenkönigin werden würde. Hat doch ihr verstorbener Vater Michael, lange Jahre Kulturkritiker bei der TZ und Mitglied im Laternenfestverein, doch unzählige Königinnen zur Eröffnung des Laternenfests geleitet. Und so erlebte die Künftige Maria I. das Laternenfest schon von Kindesbeinen an hautnah mit. Schon damals durfte sie hinter die Kulissen blicken, hat Interviews mit angehenden Laternenköniginnen miterlebt.

„Mir war immer klar, dass ich mich eines Tages bewerben würde“, sagt Ihre Hoheit denn auch. Und in diesem Jahr habe einfach alles gepasst. Das hat man auch beim Laternenfestverein so gesehen. Sieben Mitbewerberinnen hat Maria aus dem Feld geschlagen – aber dabei spielte die ehemals enge Bindung ihres Vaters zum Verein keine Rolle, betont der Vorsitzende Gerhard Scheuer. Sie habe ganz einfach eine tolle Bewerbung abgegeben.

Zurzeit studiert die 23-Jährige Germanistik und Anglistik an der Goethe-Uni in Frankfurt. Den Bachelor will sie machen, danach in die Verlagsbranche. „Ein Kinder- und Jugendbuchverlag würde mir gefallen“, sagt die designierte Laternenkönigin. Ihre Leidenschaft gehört aber dem Tanz – „mein liebstes Hobby“. In der Prinzengarde des HCV ist sie dabei, Salsa und Standard beherrscht sie. Ein weiteres Hobby ist das Bouldern – das Klettern ohne Kletterseil und Klettergurt. Zudem verbringt sie gerne Zeit mit ihren Freunden, geht mit ihnen ins Kino oder kocht. Und dann ist da ja noch Pascal. Mit dem 27-jährigen Neu-Anspacher ist sie seit bald vier Jahren zusammen. „Er findet es übrigens auch toll, dass ich Laternenkönigin werde.“ Nur ein Problem hat ihr das bevorstehende Amt gebracht: „Ich durfte zwei Tage lang niemandem sagen, dass ich auserkoren wurde, dabei habe ich mich so gefreut.“ Nur einer hat es dennoch gleich geahnt – ihr Bruder Tom.

Der erste Schritt Richtung Laternenfest-Thron wird kommende Woche der Besuch bei der Schneiderin. Heike Rahusen-Marsch ist in diesem Jahr für die Robe der Majestät zuständig. Eine „kräftige Farbe“ wünscht sich Maria, „vielleicht etwas in Weinrot oder Bordeauxrot“. Nur Gelb soll es nicht sein.

Aktive FFH-Hörer dürften Maria übrigens auch kennen. Um sich ihr Studium zu finanzieren, jobbt die 23-Jährige bei dem Radiosender. Sie betreut unter anderem das Hörertelefon. „Wenn Hörer bei Gewinnspielen oder wegen Blitzer-Meldungen anrufen, werden sie mit mir verbunden.“ Ein dickes Lob gibt es von FFH-Pressesprecher Dominik Kuhn: „Sie ist unser Aushängeschild.“ Das gibt es auch nicht alle Tage: Nach der Inthronisation am 27. August (Laternenfest vom 2. bis zum 5. September) bekommt man bei FFH eine leibhaftige Königin an den Hörer.

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