+

Rathausplatz

Kommentar: Keine Kuschelpädagogik

Nein, wir sprechen hier nicht von No-go-Areas, aber – und das ist bitter genug – von Angsträumen. Und das mitten in Bad Homburg – eigentlich unvorstellbar. Klar ist, dass es so nicht weitergehen kann, dass eingegriffen werden muss. Dass Frauen die Brücke zum Bahnhof meiden, dass Einzelhändler um ihre Existenz bangen und dass Wachleute körperlich brutal attackiert werden, ist auf keinen Fall hinnehmbar.

Nein, wir sprechen hier nicht von No-go-Areas, aber – und das ist bitter genug – von Angsträumen. Und das mitten in Bad Homburg – eigentlich unvorstellbar. Klar ist, dass es so nicht weitergehen kann, dass eingegriffen werden muss. Dass Frauen die Brücke zum Bahnhof meiden, dass Einzelhändler um ihre Existenz bangen und dass Wachleute körperlich brutal attackiert werden, ist auf keinen Fall hinnehmbar.

Den üblichen Part der gegenseitigen Schuldzuweisungen können wir überspringen, das bringt niemanden etwas. Vielmehr müssen wir bereit sein, auch unbequemen Wahrheiten ins Gesicht zu sehen. Bei den fraglichen Jugendlichen handelt es sich nämlich nicht nur um Deutsche, deren Elternhaus aufs Kläglichste versagt hat, sondern auch und vor allem um junge Leute mit Migrationshintergrund, die mitunter ein verqueres Frauenbild haben, und um Flüchtlinge – die aus welchen Gründen auch immer – Probleme mit dem Leben in Deutschland haben. Sucht man nach einem Lösungsansatz ist es wichtig, alle drei Gruppen zu benennen und nichts zu beschönigen.

Jetzt müssen staatliche Stellen versuchen, das wiedergutzumachen, was den Eltern der Jugendlichen nicht gelungen ist – ihnen Anstand und Benehmen beibringen. Und dafür sollte man sämtliche Maßnahmen, die einem zur Verfügung stehen, nutzen. Neben pädagogischen Ansätzen – Stichwort aufsuchende Sozialarbeit – sind auch robustere Maßnahmen gefragt. Die aus dem Ruder geratenen jungen Leute müssen erkennen, dass wir uns ein solches Verhalten, wie es derzeit an den Tag gelegt wird, nicht gefallen lassen. Kuschelpädagogik allein wird das Problem nicht lösen. Nur noch mal zur Erinnerung: Einige der Burschen verkaufen Drogen an unsere Kinder!

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare