Ski-Club Taunus

Komplette Ski-Ausrüstung für 93 Euro

  • vonMonika Melzer-Hadji
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Der Skibasar des Ski-Clubs Taunus ist längst kein Geheimtipp mehr. Immer mehr Wintersportler nutzen die Chance, sich hier mit hochwertiger Ausrüstung zu überaus günstigen Preisen auszustatten.

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ – oder in diesem Fall die komplette Skiausrüstung zum Schnäppchenpreis. Es hat sich herumgesprochen, dass beim jährlichen Basar des Ski-Clubs Taunus (SCT) hochwertige und gut erhaltene Dinge rund um den Wintersport für kleines Geld angeboten werden. Und so ist es kein Wunder, dass schon vor 10 Uhr eine Menschentraube vorm Eingang der Gesamtschule am Gluckenstein (GaG) auf Einlass wartet. „Wir öffnen aber erst um Punkt zehn“, erklärt Gabi Bradler vom SCT, die heute an einer der beiden Kassen eingesetzt ist.

Links die Skier nach Längen sortiert, dann die kleine Langlaufabteilung, dahinter die Snowboards. Im Atrium die Skistiefel, im Gang rechts die Ständer mit Damen-, Herren- und Kinderbekleidung. Insgesamt 18 Mitglieder des Vereins stehen den Kunden mit Sachkenntnis beratend zur Seite und sorgen zwischendurch dafür, dass sich das große Angebot trotz des Ansturms ordentlich präsentiert, denn es wimmelt jetzt im Foyer der GaG.

Annika freut sich schon auf den bevorstehenden Skiurlaub. Weil die 13-Jährige im vergangenen Jahr ganz schön gewachsen ist, braucht sie dafür eine komplett neue Ausstattung und ist gespannt, ob sie hier fündig wird. Zwei gut passende Skihosen sind schnell gefunden, bei Preisen von 7 und 8 Euro muss sie nicht lange überlegen und nimmt beide. Ob ihr die türkis-lila gemusterte Jacke, die der Verkäufer mit 20 Euro ausgezeichnet hat, richtig gut gefällt, ist indes noch nicht entschieden. Der weiße Alpina-Helm mit lila Dekor und kuscheligem Futter scheint nie getragen worden zu sein, kostet trotzdem nur 10 Euro und passt wie angegossen. Und bei 3 Euro für Markenfäustlinge kann man auch nicht meckern.

Auffallend ist, dass alle Artikel, die von 100 Verkäufern am Freitagabend angeliefert wurden, sauber sind, wenn überhaupt nur geringe Gebrauchsspuren aufweisen und überwiegend von (teuren) Markenherstellern stammen.

„Klock, klock, klock . . .“ Auf dem Teppichboden des Atriums ertönt das typische Geräusch, wenn schwere Skistiefel anprobiert werden. Auch hier hat die Schülerin Glück und findet für 15 Euro ein Paar Salomon-Stiefel mit wenigen Gebrauchsspuren. Ob sie bequem sind? „So bequem, wie Skischuhe halt sein können“, lacht sie.

Weiter zu den Skiern und Stöcken, wo sich das Angebot eine Dreiviertelstunde nach Öffnung des Basars schon deutlich reduziert hat. „Man empfiehlt als Länge maximal Brusthöhe“, sagt Michael Bradler, Cheforganisator des Basars, der sich heute insbesondere um die Beratung beim Skikauf kümmert und auf der provisorischen Werkbank auch Skistiefel und -bindungen in Einklang bringt. Gerade passt er für Linus die 80 Zentimeter kurzen Skier an, die sich der Fünfjährige ausgesucht hat. Mit dem neuen Helm auf dem Kopf präsentiert der Kleine dann stolz, dass er die Bretter schon wie ein Großer über der Schulter tragen kann. Für Linus’ Komplettausstattung hat seine Mama 74 Euro bezahlt.

Klar kommt es nicht darauf an, dass die Skier zum Outfit passen, aber weil sie die Wahl hat, entscheidet sich Annika für ein Paar in Weiß-Lila (20 Euro) und weiße Stöcke für 10 Euro. Alles Ton in Ton, obwohl die Dinge von verschiedenen Verkäufern abgegeben wurden, wie die Basar-Etiketten verraten. Fertig – nach einer guten Stunde hat Annika ein komplettes, schickes Ski-Outfit von guter Qualität für insgesamt 93 Euro zusammen und reiht sich zufrieden in die lange Schlange vor den beiden Kassen ein.

Neben den klassischen Ausrüstungsgegenständen, zu denen längst auch Helme gehören, werden beim Skibasar auch „Nischen-Produkte“ angeboten: ein schöner, stabiler Holzschlitten, der 30 Euro kosten soll, ein ungetragener Rückenprotektor, für den der Vorbesitzer 50 Euro haben will, Snowboards mit und ohne Bindung. Die Wintersport-Saison 2017/2018 kann kommen!

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