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Blickachsen-Förderer Stefan Quandt

Kunstmäzen und Fußballfan: Stefan Quandt wird 50

Spektakuläre Auftritte oder Selbstinszenierungen sind Stefan Quandt fremd. Einer breiten Öffentlichkeit dürfte er daher kaum bekannt sein.

Spektakuläre Auftritte oder Selbstinszenierungen sind Stefan Quandt fremd. Einer breiten Öffentlichkeit dürfte er daher kaum bekannt sein. Dabei ist der unprätentiös auftretende Unternehmer, der heute seinen 50. Geburtstag feiert, nicht nur BMW-Großaktionär. Der studierte Wirtschaftsingenieur investiert vor allem industrielle Zukunftstechnologien und ist ein Förderer zeitgenössischer Kunst. Und spätestens, wenn in Bad Homburg wieder eine Blickachsen-Ausstellung eröffnet wird, ist der ehemalige KFG-Schüler und Förderer der Ausstellung im Kurpark zu sehen. Von sich selbst sagt er: „Ich bin Kunstliebhaber, aber kein Kunstkenner.“

Dem hochgewachsenen Unternehmer gehört unter anderem die Photovoltaik-Firma Solarwatt, die er nach der Insolvenz im Jahr 2012 mehrheitlich übernahm. Im vergangenen Jahr stellte das Dresdner Unternehmen auf einer Messe einen Stromspeicher für den Hausgebrauch vor. Speichertechnologie gilt als wichtiger Baustein für die Energieversorgung der Zukunft aus regenerativen Energien wie Sonne und Wind.

Zu Quandts Beteiligungen gehört auch das Unternehmen Entrust Datacard für digitale Sicherheitstechnologie. Ein Erbe ist die Firma Heel, die homöopathische Präparate herstellt.

Nach Schätzungen des US-Wirtschaftsmagazins „Forbes“ zählen der begeisterte Fußballspieler und seine Schwester Susanne Klatten zu den reichsten Deutschen. Gemeinsam gehören den beiden rund 47 Prozent der BMW-Aktien. Seit 1999 ist der Bad Homburger stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Autokonzerns.

„Ich bin froh, dass ich bei BMW innerhalb der Familie die Führungsrolle habe und fühle mich wohl in dieser Rolle“, sagte der Unternehmer kürzlich der „Zeit“. Das Engagement der Familie bei BMW werde „nach dem gemeinsamen Willen aller auf lange Sicht“ fortgeführt, kündigte Stefan Quandt bereits 2010 in München im Beisein seiner Schwester und seiner im vergangenen Jahr gestorbenen Mutter Johanna an.

Doch sein Engagement reicht weiter. Quandt ist einer von vier Gründungspartnern der Dependance des Museums für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt. Den laufenden Betrieb übernehmen private Geldgeber. Vier Millionen Euro kamen so zusammen.

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