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Sorgen für ein geräuschärmeres Entsorgen: Unterflurcontainer sollen an sieben Standorten in Ober-Eschbach und Dornholzhausen die herkömmlichen Glascontainer ersetzen..

Alternative

Leisere Entsorgung: Bad Homburg testet neuartigen Glascontainer

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Glascontainer sehen nicht schön aus und sorgen oft auch für Lärmbelästigungen für die Anwohner. Im Viktoriaweg steht seit einem Jahr die Alternative – sogenannte Unterflurcontainer. Die demnächst auch an anderer Stelle in der Stadt aufgestellt werden.

71 Wertstoffstationen mit 150 Containern zur Sammlung von Altglas gibt es derzeit im Bad Homburger Stadtgebiet. Die Bewirtschaftung dieser Glascontainer liegt nicht im Verantwortungsbereich des Bad Homburger Betriebshofs. Vielmehr ist das Konsortium Duales System Deutschland (DSD), zu dem auch der gelbe Sack gehört, Eigentümer der Container und vergibt auch den Auftrag zur Leerung und den Unterhalt der Stationen.

Nach der Neuvergabe der Konzession im Januar 2018 hat der neue Auftragnehmer die alten Container von 1991 durch neue ersetzt. Aber wenn die Stadt jetzt an einigen Stellen leisere Unterflurcontainer wünscht, dann muss sie die aus eigener Tasche bezahlen – und das sind immerhin zwischen 25 000 und 40 000 Euro pro Standort. Die Kurstadt hat sich trotzdem dazu entschieden, an einigen Stellen dieses Geld für die unterirdische, leisere Sammlung von Altglas zu investieren, und zwar an sieben Standorten in den Stadtteilen Ober-Eschbach und Dornholzhausen. „Wir sind froh darüber, diese Maßnahme jetzt umsetzen zu können“, sagt Stadträtin Lucia Lewalter-Schoor (SPD).

Denkbare Standorte für die neuen Glascontainer herausgearbeitet

Das Stadtparlament hatte den Magistrat im März 2018 damit beauftragt, denkbare Standorte für Unterflurcontainer zu ermitteln. Die daraus resultierende Analyse hatte der Leiter des federführenden Betriebshofs, Ralf Bleser, daraufhin in den Ortsbeiräten vorgestellt und denkbare Standorte in Machbarkeitskategorien unterteilt. In den Beiräten Berliner Siedlung/Gartenfeld, Gonzenheim, Innenstadt, Kirdorf und Ober-Erlenbach hatte man keine Notwendigkeit für die Installation von Unterflurcontainern gesehen.

In den Ortsbeiräten Dornholzhausen und Ober-Eschbach war beschlossen worden, an vier beziehungsweise drei Standorten unterirdische Sammelstationen einzurichten. Dabei handelt es sich um folgende Standorte: Gotisches Haus, Graf-Stauffenberg-Ring (am Spielplatz), Güldensöllerweg/Landgraf-Ludwig-Platz, Parkplatz Vereinshaus in Dornholzhausen sowie An der Leimenkaut/Haingärten, Jacob-Lengfelder-Straße/Am Römischen Hof und Kalbacher Straße (vor dem Bahnübergang) in Ober-Eschbach.

Die geschätzten Kosten für den Bau der sieben neuen und den Austausch der beiden vorhandenen Stationen am Markt- und am Gunzoplatz (40 000 Euro) belaufen sich auf insgesamt rund 250 000 Euro.

Die neuen Glascontainer haben sich bewert

Im Januar 2018 waren im Victoriaweg im Rahmen der Komplettsanierung der Straße bereits drei Glascontainer in Form von Unterflurstationen installiert worden. Die Kosten hierfür beliefen sich auf rund 24 000 Euro. Bleser und Lewalter-Schoor sagen unisono: „Das läuft gut dort, das System hat sich bewährt.“ Bleser fügt hinzu, dass durch den Wegfall der Papiercontainer an dieser Stelle auch das illegale Müllabladen an den Wertstoffstationen abgenommen habe.

An sechs der insgesamt sieben Standorte finden sich je zwei Container – drei in Gonzenheim, drei in Dornholzhausen. Der vierte Standort in Dornholzhausen wird auf Wunsch des Ortsbeirats noch mal genauer unter die Lupe genommen. Es geht um die Frage, ob die drei Container auf den Parkplätzen vor dem Kindergarten in der Ricarda-Huch-Straße zusammen mit den zwei Containern am Vereinshaus auf dem dortigen Parkplatz zu einer gemeinsamen Station zusammengelegt werden können. Das wird noch geprüft. Zwei alte Systeme werden definitiv schnell ersetzt: das am Gunzoplatz in Gonzenheim und das am Marktplatz in der Innenstadt. Beide sind bereits als Unterflurcontainer angelegt, waren aber in jüngster Zeit „ziemlich reparaturanfällig“, sagt Bleser.

Müllgebühren steigen aufgrund der neuen Glascontainer nicht

Falls jemand Sorge hat, die Müllgebühren könnten jetzt steigen, gibt Bleser Entwarnung: „Diese Kosten sind nicht gebührenumlagefähig. Das heißt, wir müssen sie aus dem Wirtschaftsplan des Betriebshofs bestreiten.“

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