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Schulleiterin Heike Zinke und Konrektor Magnus Rabel sind froh, dass die Sanierung des KFG-Turms ohne Verzögerungen voranschreiten.

Kaiserin-Friedrich-Gymnasium

Letzte Arbeiten vor dem Start des neuen Unterrichtsjahrs

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Trotz Sommerferien ist das Kaiserin-Friedrich-Gymnasium keineswegs leer. Bereits seit zwei Wochen ist die Schulleitung wieder im Haus. Der Unterrichtsplan muss gemacht werden. Und dann sind da noch die Bauarbeiter, die den „Turm“ sanieren.

Die erste Ferienwoche am Kaiserin-Friedrich-Gymnasium begann mit einem Fiasko. Der Führer des roten Baukrans, der seit Monaten mitten auf dem Pausenhof stand, schwenkte seine Last am Ausleger zu tief über das Hauptgebäude und rammte das Dach.

Etwa 100 Quadratmeter Dachfläche auf rund 40 Metern Länge wurden beschädigt. Doch der Schaden ist behoben und das Bauamt hat längst Entwarnung gegeben. „Mittlerweile ist die Versicherungsfrage geklärt und das Bauamt hat nach Untersuchung der Statik des Hauptgebäudes grünes Licht für den Schulbeginn gegeben“, sagt Schulleiterin Heike Zinke.

Die bereits im vergangenen Jahr begonnenen Sanierungsarbeiten am „Turm“ gehen derweil voran. Die Schulgemeinde hofft, dass die Klassenräume – wenn alles klappt – für die 27 Kurse womöglich sogar bereits zum nächsten Sommer-Halbjahr bezogen werden können.

Die rund 1400 Schülerinnen und Schüler, sowie die 125 Lehrer werden, wie seit Monaten schon, zum Schulbeginn noch mit der Baustelle und einem Provisorium leben müssen. „Der Unterricht der Oberstufe wird weiterhin in den Modulbauten auf dem 150 Meter entfernten Nachbargrundstück stattfinden“, sagt der stellvertretende Schulleiter Magnus Rabel. „Ich habe den Eindruck, die fühlen sich dort, etwas abseits des eigentlichen Schulgeländes ganz wohl.“

Seit Mitte der Sommerferien sind Zinke und Rabel bereits täglich in der Schule anzutreffen. In der kommenden Woche wird die fünfköpfige erweiterte Schulleitung dann komplett vor Ort sein.

Die Unterrichts- und Raumverteilung aller Schüler und Klassen – das neue Schuljahr startet alleine mit sechs neuen fünften Klassen – will schließlich gut geplant sein. „Erst in der letzten Ferienwoche wird sich definitiv zeigen, mit welchen und wie viele neuen Lehrern wir ins neue Winterhalbjahr starten können“, sagt Rabel. „Dann werden wir auch erst die definitiven Stundenpläne und die endgültige Raumverteilung kennen. Wir hoffen auf einen stabilen Stundenplan fürs neue Schuljahr.“

Im Hauptgebäude sieht es derzeit noch ziemlich chaotisch aus. Hausmeister Michael Zimmermann und sein Team, sowie Mitarbeiter von Fremdfirmen haben bereits in den zurückliegenden Wochen geschrubbt und gewienert. Noch stehen Putzgeräte, Kisten, Kästen sowie Tische und Stühle in den Fluren herum. In der nächsten Woche werden alle wieder an ihren angestammten Platz in den blitzblanken Klassenzimmern kommen.

„Seit Beginn der Sanierungsarbeiten vor neun Monaten findet der Musik- und Kunstunterricht im Hauptgebäude statt. Diese Fachräume haben hier ebenso eine zwischenzeitliche Bleibe gefunden, wie auch unsere Bibliothek, ein Lehrer- und Konferenzzimmer“, sagt Zinke. „Diese Räume werden nicht mehr in den Turm zurückkehren. Es wird künftig dafür eine andere Lösung geben müssen – es gibt dafür bereits Planungen.“

Ob dies, wie bei der aktuellen Komplettsanierung des Turms, der Sanierung des wissenschaftlichen Trakts (2015/2016) und der zweite Caféteria (2013) eine weitere bauliche Lösung sein wird, verrät die Schulleiterin nicht. Grund für die Sanierung des fünfstöckigen KFG-Turms ist eine dringende bauliche und energetische Sanierung. „Fenster, Heizung, die technische Ausstattung sowie der räumliche Zuschnitt der Klassenräume entsprachen überhaupt nicht mehr dem aktuellen Stand der Dinge“, sagen Zinke und Rabel.

Im Haushalt sind für die Sanierung des Turmgebäudes des KFG rund 7, 7 Millionen Euro inklusive Ausstattung vorgesehen. „Die Kostenansätze wurden wegen der steigenden Baupreise – bedingt durch die Hochkonjunktur im Bausektor – gegenüber den ursprünglichen Ansätzen angepasst werden“, heißt es dazu vom Hochtaunuskreis.

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