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Bad Homburg,Weihnachtsmarkt am Schloß

Zusätzliche Attraktionen

Mehr Weihnachtsmarkt in Bad Homburg

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Die Stadt hat die Organisation des Weihnachtsmarktes übernommen. Das Geschehen rund ums Schloss wird neu sortiert, und für Besucher sind einige zusätzliche Attraktionen geplant. Die Budenbeschicker müssen dafür mehr Zeit mitbringen.

Die Homburger lieben ihren Weihnachtsmarkt – das ist ohnehin klar, und es wurde nach dem jüngsten Budenzauber 2017 durch eine Umfrage bestätigt. Die Stadt, die in diesem Jahr von der Aktionsgemeinschaft die Organisation übernimmt, wollte aber auch wissen, was man noch besser machen kann. „67 Prozent der Teilnehmer wünschen sich, dass der Markt auch wochentags auf hat“, berichtet Nina Gerlach vom Stadtmarketing.

Gewünscht, umgesetzt: Die Buden in Schlosshöfen und Herrngasse werden an den vier Adventswochenenden jeweils bereits freitags um 12 Uhr öffnen. Für die Beschicker bedeutet dies, dass sie einen weiteren Tag in ihren Ständen stehen und verkaufen dürfen – aber auch, dass sie für zwölf statt acht Markttage die Standgebühren aufbringen müssen. „Die Tagessätze sind gleich geblieben“, betont Gerlach und verweist darauf, dass diese im Vergleich zu Frankfurt recht niedrig seien. „Wir müssen von dem Defizit runter.“ Im Rathaus rechnet man mit einem Minus von bis zu 90 000 Euro für 2017.

Außer zwei Beschickern kommen alle wieder – und zwölf zusätzlich. Rund 100 Anmeldungen hat Gerlach. Seinen Lieblingsfressstand wird man in etwa an der gleichen Stelle wie immer vorfinden, doch es gibt einige Veränderungen. „Im oberen Schlosshof wollen wir die Aussicht in den Taunus mehr betonen“, so Gerlach. Der Raclettestand rückt daher ein wenig zur Seite.

Der Weiße Turm soll nicht mehr komplett von Buden umringt sein. „Der Zugang zum Turm bleibt frei, und man wird beim Markt auch hinaufsteigen und die Aussicht genießen können“, kündigt Gerlach an. Die Dampfeisenbahn für Kinder soll nicht mehr hinter den Buden zirkulieren, sondern weiter in Richtung Aussichtsbalustrade. Auch die Romanische Halle soll künftig ins Geschehen einbezogen werden. Sie wird zur Bühne für Kinder-Märchenlesungen.

Im unteren Schlosshof wird wie stets die große Krippe stehen. Die Spülküche wandert ins Schlossgebäude, so dass Platz für weitere Stände entsteht. Erstmals wird auch der Mitarbeiterparkplatz des Schlosses (vor den Wachtposten links) zur Ausstellungsfläche. „Dort werden vier Foodtrucks stehen“, sagt Gerlach. Diese sollen aber „nicht die fünfte Bratwurst“ anbieten, sondern Erleseneres wie Lachsschmand, Tapas und Wein. Auch scharfes mexikanisches Essen und einen Anbieter von Bio-Weinen soll es geben. Zu den Trucks habe sie schon Kritik gehört, dass diese wenig weihnachtlich seien. „Wir machen das Ambiente nicht kaputt“, sagt die Marketing-Fachfrau.

Ein Ziel der Stadt ist, die Stände zwischen Schlosshof und Schlossgarage besser zu verteilen; ein anderes, die Innenstadt besser einzubinden. Das möchte sie durch diverse Aktionen mit den Einzelhändlern erreichen (siehe Text links), außerdem durch eine „Bimmelbahn“, wie Gerlach verrät. Wie in Touristenstädten soll im Advent donnerstags bis sonntags ein Bähnchen auf Rädern durch die Fußgängerzone rollen und so Weihnachtsstadt (vorm Kurhaus) und Weihnachtsmarkt verbinden. Die Route steht noch nicht fest. Und auch das Weihnachtssingen wird es wieder geben: am 22. Dezember.

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