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Neue Kläranlage für Bad Homburg

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Dirk Herrmann überwacht als Projektleiter den Neubau der Kläranlage in Ober-Eschbach.
Dirk Herrmann überwacht als Projektleiter den Neubau der Kläranlage in Ober-Eschbach. © jp

Der Spatenstich an der Kläranlage in Ober-Eschbach erfolgt noch in diesem Jahr. Im Homburger Stadtteil soll eine der deutschlandweit innovativsten und fortschrittlichsten Anlagen entstehen.

Bad Homburg -Die Planungen zum Neubau der Kläranlage in Ober-Eschbach nehmen weiter Gestalt an. Das teilt die Stadt Bad Homburg mit. Die aktuelle Anlage ist den künftigen Aufgaben und Einwohnerwerten bekanntlich nicht mehr gewachsen.

Stadt und die beauftragten Ingenieurbüros sind bereits dabei, die umfangreichen Maßnahmen rund um den Neubau vorzubereiten. "Mit dem für das zweite Halbjahr 2022 geplanten Spatenstich wird die Stadt den Startschuss zu einer der innovativsten und fortschrittlichsten Kläranlagen in dieser Größenordnung in ganz Deutschland erteilen", sagt OB Alexander Hetjes (CDU).

Bei dem Neubau gehe es nicht mehr nur um die Eliminierung von den im Abwasser befindlichen Stickstoffen und Phosphorverbindungen, sondern auch um eine erhebliche Reduzierung der Belastung durch Mikro-Schadstoffe und Keime. Auch die Ressource Trinkwasser sei in diesem Zusammenhang zu einem sehr wichtigen Thema geworden.

Durch den geplanten "Membran Biologie Reaktor" (MBR) werde das gereinigte Abwasser so gut, dass die bisherige Belastung des Eschbachs positiv beeinflusst werden werde, heißt es aus dem Rathaus. Darüber hinaus könne das Abwasser künftig direkt als Brauchwasser genutzt werden (zum Beispiel für die Bewässerung der städtischen Grünanlagen).

Ein weiterer wichtiger Grund, der für den Bau des MBR spreche, sei der geringere Platzbedarf. Dadurch werde sichergestellt, dass die Kläranlage am Standort am Rande des Stadtteils bleiben könne und sogar langfristig Erweiterungspotential habe.

In einem ersten Schritt soll demnächst auf dem Gelände der Kläranlage eine bestehende Lagerhalle abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. "Das alte Gebäude steht im geplanten Baufeld", erklärt Projektleiter Dirk Herrmann.

Umfangreiche Rodungsarbeiten

Zur Vorbereitung des Gesamtprojekts werden zudem auf dem für die Erweiterung der Anlage vorgesehenen Areals des Wertstoffhofes Ober-Eschbach umfangreiche Baumschnitt- und Rodungsarbeiten durchgeführt. Die Arbeiten seien notwendig, um beispielsweise die Sondierung des Geländes durch den Kampfmittelräumdienst vorzunehmen oder um Bodenproben auf dem Erweiterungsgelände zu nehmen.

Die mit dem Eingriff beauftragten Firmen hätten bereits die notwendigen Genehmigungen eingeholt und auch die erforderlichen artenschutzrechtlichen Überprüfungen durchgeführt. Im Rahmen dieser Untersuchung wurde unter anderem der Horst eines Mäusebussards von einer abgestorbenen Eiche gesichert und auf eine in der Nähe befindliche Pappel am Eschbach umgezogen. red

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