Design-Festival

Was man nicht braucht, aber doch unbedingt haben muss

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Auch im dritten Jahr bewiesen die Organisatoren vom Design-Festival Boom wieder ein gutes Gespür für Trends, Trendsetter und die Balance des Massengeschmacks.

Wer wissen will, was in diesem Jahr früher oder vielleicht auch etwas später die Design-Welt erobert, der war am vergangenen Wochenende in Bad Homburg genau richtig. Rund 190 Aussteller boten im Kurhaus und in den Louisen-Arkaden eine Vielzahl an neuen It-Pieces – angesagte Dinge, die man einfach haben muss –, von denen so manche noch am gleichen Tag den Besitzer wechselten.

Doch was sind die besonderen Stücke, die trendbewusste Menschen unbedingt zu Hausen haben sollten? Nach wie vor ein Dauerbrenner in allen Bereichen ist das Upcycling (Abfallprodukte werden zu neuwertigen Produkten), nicht zu verwechseln mit dem Shabby-Chic (übersetzt: schäbiger Schick) der sich so langsam aus der ersten Reihe des Trendmarktes verabschiedet. Während beim Recycling aus einem gebrauchten Teil ein komplett neues entsteht, verwenden Designer gerne etwas Altes, um damit neuen Teilen eine andere Zukunft zu bescheren. Da zeigten sich kleine grüne Glasflaschen plötzlich mit Holzfassungen und mutierten zu anmutigen Kerzenständern. Ohne Holz fristen Glasflaschen nach ihrer Leerung zwar schon länger ein Leben als Kerzenständer, doch die Kombination mit eigenen Holzelemente die aus ihnen dann auch noch wahre Schmuckstücke auch als Schatulle machten, dürfte neu sein.

Neue Akzente setzen die Designer auch in Sachen Schmuck. Hier gab’s zuweilen Originelles, vor allem aber Filigranes zu sehen. Vorbei die Zeit der dicken Statementketten und protzigen Ringe, der neue Trend ist zart und könnte zuvor ein Eigenleben als Platine geführt haben.

Doch nicht alles gilt für die Frau über 20 auch als tragbar, wie zum Beispiel kleine Ringe mit einer Cartoon-Katze oder witzigen Sprüchen sind nur etwas fürs ausgesuchte und etwas jüngere Publikum.

Bilder und Postkarten mit Lebensweisheiten oder minimalistischer Kunst liegen übrigens immer noch im Trend, der sich auch gerne mal an den 70er Jahren orientiert. Orientalische Muster und knallige Farben bilden den Kontrast zu sanften grau-blau-Tönen und minimalistischer Formgebung.

Doch keine Sorge: Am Ende bleibt der alles bestimmte Trend das, was einem ganz persönlich gefällt.

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