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Ober-Erlenbach soll zusammen wachsen und zusammenwachsen

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Von: Harald Konopatzki

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Das Willkommensfest am Hühnerstein soll Vereine sowie Alt- und Neubürger zusammenbringen. Ortsvorsteher Martin Burk (Zweiter von links), der evangelische Pfarrer Christoph Gerdes (links), Sabine Engelfried vom Stadtteil- und Familienzentrum und Bero Wittig vom Juz bilden den Kern des Organisationskomitees.
Das Willkommensfest am Hühnerstein soll Vereine sowie Alt- und Neubürger zusammenbringen. Ortsvorsteher Martin Burk (Zweiter von links), der evangelische Pfarrer Christoph Gerdes (links), Sabine Engelfried vom Stadtteil- und Familienzentrum und Bero Wittig vom Juz bilden den Kern des Organisationskomitees. © hko

Ein groß aufgezogenes "Willkommensfest" am Neubaugebiet Hühnerstein soll dem Stadtteil ganz neue Impulse liefern. Die Beteiligung ist bereits beachtlich.

Bad Homburg/Ober-Erlenbach - In Homburg wird viel gebaut. Die Stadtmitte hat ihr Vickers-Areal, Ober-Eschbach seinen Südcampus. Die beiden größeren Projekte in Ober-Erlenbach, das Baugebiet Hühnerstein und die neuen Wohnungen und Häuser im und am Oberhof, sind schon teilweise bezogen beziehungsweise weit fortgeschritten. Und das, obwohl seit dem Beschluss, das Projekt Hühnerstein auch wirklich umzusetzen, noch nicht einmal fünf Jahre vergangen sind. Derzeit wachsen die Mehrfamilienhäuser und die dringend erwartete Kita, auf der anderen Seite des Quartiersplatzes soll das neue Feuerwehr-Gerätehaus entstehen.

Um rund zehn Prozent ist die Einwohnerschaft des Stadtteils in den vergangenen Jahren bereits gewachsen, weitere Neubürger werden in den kommenden Monaten einziehen. Gleichzeitig hat die Corona-Pandemie das Dorfleben zwei Jahre lang ausgebremst. Feste mussten ausfallen, Treffen und Kurse pausieren.

Volles Programm im Grünzug

Am kommenden Samstag, 7. Mai, soll es nun eine Art Befreiungsschlag geben. Der Stadtteil feiert von 11 bis 16 Uhr am Grüngürtel am Hühnerstein ein großes "Willkommensfest", das Alt- und Neubürger einander unter dem Motto "Ober-Erlenbach wächst zusammen" näherbringen soll. Gleichzeitig soll an das 50-Jährige der Eingemeindung der bis 1972 selbstständigen Gemeinde nach Bad Homburg erinnert werden. Dabei hat sich der Stadtteil, der einst wie Ober-Eschbach zum Kreis Friedberg gehörte, bis heute eine Besonderheit bewahrt: Er hat keine bauliche Verbindung zu einem der Nachbar-Stadtteile, so hat sich ein Teil des dörflichen Charakters trotz des steten Wachstums bewahrt. "Die Erlenbacher sind heiß auf das Fest", sagen Ortsvorsteher Martin Burk (parteilos) und Sabine Engelfried vom Stadtteil- und Familienzentrum, die zusammen mit dem evangelischen Pfarrer Christoph Gerdes und Bero Wittig vom Jugendzentrum der harte Kern des 14-köpfigen Organisationskomitees sind. "Wir können froh sein, dass der Grünstreifen am Hühnerstein 390 Meter lang ist, sonst hätten wir kaum genug Platz für die ganzen Stände und Angebote gehabt", sagt Burk. 35 Vereine und Institutionen sind am Start - von der Arbeiterwohlfahrt bis hin zu den Tischtennisspielern des TTC OE Bad Homburg. Dabei gibt es natürlich etliche Infos über die Arbeiten und Angebote, aber auch ein buntes Programm zum Mitmachen, sogar Planwagenfahrten. Die Feuerwehr zeigt ihre Gerätschaften, die Kerbeburschen laden zum Gickelschmiss. Der Ortsbeirat bietet, ebenso wie unter anderem der Förderverein und der Elternbeirat der Grundschule Spiele an. Clown und Zauberer sind ebenfalls eingeplant. Die Kleintierzüchter zeigen die Entwicklung eines Huhns vom Ei zum ausgewachsenen Tier, auch Pony-Reiten soll es geben. Die Dallesadler verkaufen Apfelwein, Getränke gibt's auch beim Naturschutzbund Nabu, der Apfelsaft und Apfelwein aus eigener Herstellung anbietet. "Beim Getränkeangebot haben wir uns bewusst auf Softdrinks, Apfelwein und Bier konzentriert, zu Essen gibt es Gegrilltes und andere Leckereien wie Fingerfood", erzählt Burk. Auch die Kirchengemeinden beteiligen sich mit einem gemeinsamen Stand, an dem es eine Verlosung geben soll. Die Stadtwerke sind mit von der Partie, beantworten Fragen und geben Bürgern die Gelegenheit, die Heizzentrale kennenzulernen.

Burk und seine Mitstreiter sind dankbar für die große Unterstützung - die Kerbeburschen steuern kostenlos den Toilettenwagen bei, der Betriebshof kümmert sich um den Müll.

Die Organisatoren hoffen auf möglichst große Resonanz im Ort. "Viele Menschen haben viel Arbeit und Energie in das Projekt gesteckt", verdeutlicht Burk. Und sie haben sich um alles Gedanken gemacht. Um die Kommunikation zu erleichtern, soll es Namensschilder geben. Auf denen kann gerne auch die jeweilige Straße angegeben werden. Farben sollen zeigen, ob es sich beim Gegenüber um einen Aktiven handelt, der etwas über das Vereinsleben erzählen kann, ob einem ein Alt- oder ein Neubürger gegenübersteht.

Der Beginn um 11 Uhr wird standesgemäß eingeläutet beziehungsweise angeblasen. Die Jagdhornbläser spielen das "Horrido", am Ende des Tages sind die Alphornbläser an der Reihe. Ursula Euler, die regelmäßige Rundgänge zur Geschichte Ober-Erlenbachs anbietet, wird alte Fotos zeigen - auch von der Entwicklung des Baugebiets. Dabei wird sie auch auf die Funde aus der Keltenzeit eingehen, die dort bei Grabungen entdeckt wurden.

Gedacht ist das Fest primär für die Ober-Erlenbacher, so die Initiatoren der Veranstaltung. Wer von auswärts kommt, sollte bedenken, dass es im Bereich Hühnerstein nur ein begrenztes Angebot an öffentlichen Parkplätzen gibt. Mit der Buslinie 8 (Haltestelle Holzweg) ist das Neubaugebiet direkt erreichbar, die Linien 2, 12 und X 27 halten an der Erlenbach-Halle.

Mit Namensvorschlag Gutschein gewinnen

Den Abschluss des zentralen Grünzugs im Hühnerstein bildet der Quartiersplatz an der Vilbeler Straße. Bei dem Willkommensfest will der Ortsbeirat an seinem Stand Namensvorschläge für den Platz auf Zetteln sammeln, die in eine Box geworfen werden können. Der Ortsbeirat hat das Recht, bei der Benennung von neuen Straßen, Wegen und Plätzen Vorschläge zu unterbreiten.

Im Idealfall hat die Benennung etwas mit dem jeweiligen Stadtteil zu tun. Einzige Einschränkung: Der Name darf nicht schon andernorts in der Stadt vergeben sein.

Im Anschluss soll unter den Vorschlägen ein Einkaufsgutschein verlost werden. hko

Im Herbst 2018 wurden am Hühnerstein die ersten Wege angelegt.
Im Herbst 2018 wurden am Hühnerstein die ersten Wege angelegt. © hko

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