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Vom Hochbau ist nichts mehr zu sehen, aber ein bisschen muss noch im Keller des ehemaligen DuPont-Gebäudes abgerissen werden.

Große Veränderungen

DuPont-Gebäude in Ober-Eschbach ist Geschichte – 500 neue Wohnungen ab 2021

Ober-Eschbach hat große Veränderungen vor sich - vor allem durch den Neubau eines ganzen Viertels, des "Wohnquartiers Südcampus". Wie der Abriss vorankommt und welcher Planungshorizont für den Neubau im Raum steht, darüber wurde am Montagabend gesprochen.

Ober-Eschbach - Der Abriss des ehemaligen DuPont-Gebäudes kommt voran. Wer dieser Tage nämlich dort vorbeigeht, der sieht von der alten Firma eigentlich nur noch Schutt und Asche. "Wir sind fast durch mit dem Abriss", sagte denn auch Elvira Ebling von der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, der Eigentümerin des 4,4 Hektar großen Areals.

Vom ehemaligen Hochbau sehe man kaum noch etwas, aber natürlich seien noch die Keller abzureißen. Bis Ende Juni werde das wohl dauern, sagte sie am Montagabend im Rahmen einer vom Ober-Eschbacher Ortsbeirat organisierten Bürgerversammlung. Ebling weiter: "Derzeit finden zudem auch archäologische und ökologische Untersuchungen für Ausgleichsmaßnahmen statt." Zur Erinnerung: Im "Wohnquartier Südcampus" entwickelt die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS) -2021 sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein - ein neues Wohnareal mit 500 Miet- und Eigentumswohnungen.

Parallel zu den Abrissarbeiten laufen nach Angaben von Markus Philipp, dem Leiter des Tiefbauamtes, auch schon Planungsarbeiten in Sachen Entwässerung, Gas, Wasser und Strom. "Wir sind da in enger Abstimmung unter anderem auch mit der Syna", sagte Philipp.

Bau soll im Spätsommer oder Herbst 2019 beginnen – Im Norden des Geländes entsteht auch eine Kita

Letzter Sachstand war, dass mit dem Hochbau der Gebäude im Spätsommer beziehungsweise Herbst 2019 begonnen werden soll und die ersten Wohnungen voraussichtlich 2021 bezugsfertig sein werden. Ebling sagte: "Wir werden abschnittsweise Bauanträge stellen und im nördlichen Gebiet mit dem Bau beginnen - das ist der Bereich, in dem auch die Kita geplant ist.

Zur Erinnerung: Im Rahmen der Bebauung sind verschiedene Wohnungs- und Haustypologien und -größen geplant. Der überwiegende Anteil wird im Geschosswohnungsbau entstehen.

Im Quartier und innerhalb der einzelnen Baufelder sollen grüne Innenbereiche entstehen. In der nördlichen Gebietshälfte soll zudem ein Quartiersplatz entstehen. Dieser bildet die künftige "Quartiersmitte". Am westlichen Gebietsrand ist gegenüber der accadis-Hochschule ein kleiner "Campusplatz" geplant. Hier könnten auch weitere kleine Versorgungseinrichtungen untergebracht werden. Eine sechsgruppige Kindertagesstätte soll gegenüber der accadis-International School errichtet werden.

Anwohner und Ortsbeirat loben Transparenz von Bauträger Wüstenrot

Die Anwohner und auch der Ortsbeirat lobten vor allem die Transparenz von Wüstenrot, was den Bau betrifft. "Es ist schon großartig, dass wir in den vergangenen Monaten in regelmäßigen Abständen über das Vorhaben und die Fortschritte informiert wurden", sagte zum Beispiel Stephan Zalud (CDU). Er hoffe allerdings, dass die offene Informationspolitik auch über den Abriss hinaus Bestand haben werde. "Es ist gerade für uns im Ortsbeirat wichtig, dass wir, wenn wir von Bürgern gefragt werden, auch Auskunft geben können", sagte Zalud.

Er war es auch, der ein etwas heikles Thema ansprach, nämlich der Umgang des Vorbesitzers mit der Stadt. Der war nach Angaben Zaluds nicht unbedingt optimal. Bekanntlich war der vorherige Grundstückseigentümer der Investor RockCapital. Der hatte mit der Stadt auch ein städtebauliches Konzept erarbeitet. Dann hatte er das Gelände an die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH veräußert.

Zalud: "Wir hoffen, dass der damals zwischen Stadt und RockCapital geschlossene städtebauliche Vertrag mit den darin vorgegebenen Dimensionen auch weiterhin Bestand haben wird und die Größenangaben nicht überschritten werden." Immerhin handele es sich bei dem Vorhaben ohnehin um eine "massive und gewaltige Veränderung" des Ortsteils Ober-Eschbach.

Stadtplanungsleiter Holger Heinze beruhigte: "Die Rahmenbedingungen sind festgesetzt und natürlich sehen wir zu, dass die Vorgaben auch nicht überschritten werden."

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