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Bislang kann man von der Hewlett-Packard-Straße nur nach rechts in den Südring abbiegen. Das wird sich bald ändern.

Ausfahrt in beide Richtungen möglich

Hewlett-Packard-Straße: Weitere Ampel für den Südring in Ober-Eschbach

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Die Diskussion um das Verkehrsaufkommen in Ober-Eschbach reißt nicht ab. Auch der Verkehrsfluss in der Hewlett-Packard-Straße gerät ins Blickfeld.

Der Verkehr auf der Ober-Eschbacher Straße ist schwierig – wenn Sattelschlepper morgens Fahrzeuge für das Autohaus B & K anliefern. Leichter wird die Sache nicht, wenn demnächst die Hessol-Tankstelle eröffnet. Der Ortsbeirat Ober-Eschbach hatte das moniert und von der Stadt und B & K Lösungen gefordert. Burkhardt Weller, geschäftsführender Gesellschafter der B & K betreibenden Wellergruppe, die neben dem Bad Homburger 30 weitere Autohäuser besitzt und betreibt, hatte auf Anfrage dieser Zeitung auch reagiert und gesagt, sein Unternehmen sei mit der Spedition bezüglich anderer Anlieferzeiten im Gespräch und bitte sie auch, nicht immer „mit mehreren Sattelschleppern anzurücken“.

Auch das Thema der Parkplatznot, die, wenn das „Wohnquartier Südcampus“ von der Wüstenrot Haus- und Städtebau erst gebaut ist – 2021 sollen die ersten der 500 Wohnungen bezugsfertig sein – vermutlich nicht kleiner wird, hat Weller im Blick. Er ist derzeit auf der Suche nach Stellplätzen. Alles im Fluss, könnte man sagen. Aber tatsächlich gibt es da noch eine Sache, die weder B & K noch Wüstenrot lösen können, und die auch gar nicht ihre Sache ist. Es geht um den fließenden Verkehr von der Hewlett-Packard-Straße in den Südring.

Mehrere Lösungsmöglichkeiten: Thema soll schnell angegangen werden

Holger Fritzel, ehemaliges Mitglied des Ober-Eschbacher Ortsbeirates, lange Jahre auch immer wieder dessen Vorsteher, zudem ehemaliger Stadtverordnetenvorsteher, meldet sich zu Wort und erinnert daran, dass die Diskussion um mehr Menschen und mehr Fahrzeuge im Ortsteil auch nach einer Lösung für den Verkehr in der Hewlett-Packard-Straße rufe. „Von dort aus kommt man mit dem Auto bislang nur nach rechts auf den Südring. Linksabbiegen geht nicht“, sagt Fritzel. 

Genau das sei aber nötig, wenn man aus Ober-Eschbach eben nicht nur Richtung Innenstadt, sondern auch Richtung Karben fahren wolle. „Lösungsmöglichkeiten gibt’s ja einige“, sagt Fritzel und nennt selbst zwei: „Entweder einen Kreisel oder aber – das wäre natürlich bedeutend teurer – eine Brücke.“ Wichtig sei vor allem, das Thema zügig anzugehen. „Denn die zwei Jahre, bis das neue Wohnquartier steht, die gehen ja schnell herum.“

Ampel auch möglich: HessenMobil mit im Boot

Das ist der Stadt durchaus bewusst, und tatsächlich ist sie, wie eine Anfrage dieser Zeitung im Rathaus ergab, schon ordentlich am Planen. Stadtsprecher Marc Kolbe erklärt: „Die Stadt beabsichtigt, im Zusammenhang mit der verkehrlichen Erschließung des Südcampus, eine Ampel an der westlichen Einmündung von der Hewlett-Packard-Straße zum Südring zu installieren.“ 

Dies schließe die Einrichtung eines „signalisierten Linksabbiegers“ in Richtung Südring, Kalbach und Ober-Erlenbach „ausdrücklich“ mit ein. Die Planungen stünden allerdings unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Straßenbaulastträgers HessenMobil. Der Südring ist bekanntlich eine Landesstraße und untersteht deswegen HessenMobil. Kolbe: „Stadt und Land stehen hierzu aber in engem Austausch.“ Aktuell erarbeite die Stadt die Vorplanungen des Knotenpunkts, die dann in einem nächsten Schritt durch HessenMobil genehmigt und mit einer Signallageplanung abgeschlossen würden.

Was Fritzels Vorschläge betrifft, sagt Kolbe: „Alternative Varianten, wie die Einrichtung eines Kreisverkehrs, wurden gutachterlich untersucht. Aber die Gutachter kamen zu dem Schluss, dass ein Kreisel an dieser Stelle weniger leistungsfähig wäre als eine Ampel.“

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