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Der neuangelegte Walter-Lübke-Platz verbindet den Büro- und Gewerbepark Mitte mit dem Bahnhof.

Areal südlich des Bahnhofs

Vom Parkplatz zum Schmuckplatz

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1,3 Millionen Euro hat sich die Stadt die Herstellung des Walter-Lübke-Platzes südlich des Bahnhofs kosten lassen. Als Namensgeber fungiert ein ehemaliger Oberbürgermeister, der einen besonderen Bezug zum Bahnhof hat.

Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht: Wer noch vor wenigen Jahren südlich der Gleise stand, dem bot sich ein eher trostloser Anblick. Damals stand man nämlich auf einem wenig schmucken Park + Ride-Platz. Ein paar Hecken und viel Asphalt, mehr war nicht. Jetzt findet man einen schönen Platz mit hoher Aufenthaltsqualität vor. Walter-Lübke-Platz heißt die Ecke – benannt nach einem ehemaligen Oberbürgermeister von Bad Homburg –, die kürzlich von OB Alexander Hetjes (CDU) in einer kleinen Feierstunde eingeweiht wurde.

Von der Bahnhofsseite erreicht man das dreieckig geschnittene Areal, in dem man an den Aufgängen zu den Gleisen vorbei geht. Verlässt man den Tunnel, erreicht man barrierefrei die Horexstraße und hat eine Verbindung in den Büro- und Gewerbepark Mitte. „Ich freue mich, dass das Projekt in neun Monaten und damit innerhalb der geplanten Zeit fertiggestellt wurde“, so der OB. In Zeiten des Berliner Flughafens war ihm die zeitliche Punktlandung ein Dank an die zuständigen Fachbereiche der Stadt und die beteiligten Firmen wert.

Erfreulich: Auch die Baukosten sind mit insgesamt etwa 1,3 Millionen Euro im kalkulierten Rahmen geblieben. Um den stark frequentierten Platz (Hetjes: „Der Platz erfüllt eine Scharnierfunktion zwischen Bahnhof und Gewerbegebiet.“) barrierefrei und ansprechend herzurichten, hat die Stadt unter anderem 2000 Quadratmeter Fläche pflastern und rund 200 Quadratmeter Verblendmauerwerk verbauen lassen. Momentan verdienen die Grünflächen ihren farblichen Zusatz noch nicht, allerdings sollen schon bald weitere Bäume, Hecken und vor allem eine Blumenwiese angepflanzt werden.

Mit der Fertigstellung des Walter-Lübke-Platzes ist die im August 2009 mit einem ersten Spatenstich begonnene Neugestaltung der von der Bahn nicht mehr benötigten Flächen am ehemaligen Güterbahnhof südlich der Gleise nahezu abgeschlossen. Bis auf laufende Bauarbeiten auf privaten Grundstücken, dem Weg entlang der Horexstraße in Höhe einer Baustelle sowie des Fußweges zwischen Walter-Lübke-Platz und Daimlerstraße ist das gesamte Areal be- und ausgebaut worden. Zahlreiche kleine und große Unternehmen haben sich dort angesiedelt, und die beteiligten Investoren konnten nicht zuletzt aufgrund der hervorragenden Anbindung Interessierte problemlos finden.

Dass Hetjes den Platz bei Bier und Schnittchen einweihte, sei ihm gegönnt. Insgesamt gesehen ist die Entstehung jedoch ein Gemeinschaftswerk mehrerer Oberbürgermeister: Unter Dr. Ursula Jungherr (CDU) wurde einst der B-Plan verabschiedet und unter Michael Korwisi die Umsetzungsplanung. Der Grünen-Politiker hatte vor drei Jahren an der damaligen Unterführung vom Platz zum Bahnhof ein inoffizielles Walter-Lübke-Schild angebracht – gemeinsam mit Ulrich Cannawurf. Denn der FDP-Politiker war auf die Idee gekommen, den Platz nach dem ersten demokratisch legitimierten Stadtoberhaupt zu benennen. Aus dem Jahr 2015 stammt denn auch der Beschluss des Magistrats, das südliche Bahnhofs-Entrée nach Walter Lübke zu benennen.

Die Stadt wird voraussichtlich im kommenden Jahr in der Verlängerung des Platzes den Weg zur Daimlerstraße umgestalten. „Ansonsten ist das Projekt ,Neugestaltung ehemaliger Güterbahnhof‘ abgeschlossen. Das ist ein weiterer großer Schritt für die gute Infrastruktur, die Bad Homburg als Wirtschaftsstandort auszeichnet“, so Oberbürgermeister Alexander Hetjes.

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