Blickachsen 10

Pionierarbeit im Park

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Galerist Christian Scheffel hat den Partner der „Blickachsen 10“ bekanntgegeben. Gemeinsam mit dem Middelheimmuseum Antwerpen will er im Sommer an diversen Orten im Taunus neue Perspektiven schaffen.

Der kniende Hase auf der großen Wiese im Kurpark, die blaue Haubitze auf dem Schmuckplatz, der schwarze Schwan am Weiher – die Skulpturen, die Christian Scheffel in den vergangenen Jahren zu der von ihm initiierten „Blickachsen“-Schau nach Bad Homburg geholt hat, sind im Gedächtnis geblieben. Am 31. Mai wird die mittlerweile zehnte Auflage der Biennale eröffnet.

Um unterschiedliche Sichtweisen auf die zeitgenössische Bildhauerkunst zu ermöglichen und immer wieder neue Impulse und Schwerpunkte einzubringen, lädt der Kurator zu jeder Ausgabe ein Partnermuseum und einen Gastkurator ein, die Schau mitzugestalten. 2001 war dies das Duisburger Lehmbruck-Museum, 2007 der Yorkshire Sculpture Park, 2009 der Frederik Meijer Gardens & Sculpture Park und zuletzt die französische Fondation Maeght (2013).

Die diesjährige zehnte Schau, die ein erstes Jubiläum darstellt, wird Scheffel gemeinsam mit dem Middelheimmuseum Antwerpen gestalten (siehe „Zum Thema“). Das Haus im Norden Belgiens verfügt über weitläufige Parkanlagen, in denen rund 200 Werke kostenlos besichtigt werden können. Auch hier geht es darum, neue Blickachsen zu schaffen. Darin haben die Belgier schon einige Jahrzehnte Übung; sie gelten als Pioniere im Bereich der Freiluftausstellungen.

„Als eines der weltweit ältesten Freilichtmuseen für moderne und zeitgenössische Kunst teilt das Middelheimmuseum wesentliche Momente mit den regelmäßig stattfindenden ,Blickachsen‘“, erklärt die Direktorin des Middelheimmuseums, Sara Weyns.

In dieser Woche werden Sara Weyn und Christian Scheffel das Kerngebiet der „Blickachsen“, den Bad Homburger Kurpark und den Schlosspark, inspizieren. Denn auch, wenn sich die Skulpturen-Biennale abermals ausdehnen und neue Standorte im Rhein-Main-Gebiet bespielen wird, so werde die Kurstadt doch das Herz der inzwischen international bekannten Ausstellung bleiben, versichert Scheffel. Hier hat auch die Stiftung Blickachsen gGmbH ihren Sitz; künftig wird sie in Scheffels neuer Galerie in der Dorotheenstraße untergebracht sein.

Welche Standorte im Einzelnen ausgewählt und welche Kunstwerke welcher Künstler zu sehen sein werden, ist Thema, wenn die beiden Kuratoren diese Woche zusammensitzen. Klar ist bereits, dass es ein Wiedersehen mit dem französisch-amerikanischen Künstler Arman geben wird, dessen Werk „Traction avant, traction après“ (der ausgebrannte Citroën) 2013 vor dem Tennis-Club platziert war. Ein weiterer Name, den Scheffel bereits nennt, ist der von Alice Aycock. Die US-Künstlerin aus New York ist für ihre Wirbelsturm-Plastiken aus Stahl bekannt und wird erstmals bei den „Blickachsen“ ausstellen.

In der jüngsten Skulpturen-Schau hatte Scheffel auch Frankfurt, Darmstadt, Eschborn, das Kloster Eberbach sowie zwei ausgesuchte Stellen am Limes zu „Blickachsen“-Orten gemacht. In diesem Jahr soll es weitere Orten im Taunus geben – abermals entlang des ehemaligen römischen Grenzwalls, aber auch in mehreren Städten.

Die „Blickachsen 10“ werden am 31. Mai, 11 Uhr, im Kurpark eröffnet. Die Skulpturen werden bis zum 4. Oktober an öffentlichen Orten im Rhein-Main-Gebiet zu sehen sein. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos und eine Rückschau auf .

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