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Promenade wird auch untersucht

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Von: Harald Konopatzki

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Eigentlich Kurgebiet, aber zumindest tagsüber Hauptverkehrsstraße: Die Kaiser-Friedrich-Promenade soll in die Verkehrsuntersuchung einbezogen werden.
Eigentlich Kurgebiet, aber zumindest tagsüber Hauptverkehrsstraße: Die Kaiser-Friedrich-Promenade soll in die Verkehrsuntersuchung einbezogen werden. © Reichwein, Jochen

Die Homburger Politik beschließt eine Ausweitung der Verkehrssimulation auf die Kaiser-Friedrich-Promenade. Verschiedene Ideen werden durchgespielt, vom Durchfahrtsverbot bis zur Einbahnstraßenreglung.

Bad Homburg -Die Stadtverordnetenversammlung hat den Antrag der Koalition einstimmig angenommen, die Kaiser-Friedrich-Promenade bei der in Auftrag gegebenen Verkehrssimulation der Bad Homburger Hauptverkehrsachsen (Hessenring, Hindenburgring und Urseler Straße) einzubeziehen.

So soll nun auch ermittelt werden, welche Auswirkungen die drei jeweils untersuchten Überlegungen (Umweltspur, Fahrspurreduktion für den Kraftverkehr und überbreite Kfz-Fahrspur) auf die Leistungsfähigkeit der Promenade hätten. Auch will die Politik wissen, welche Auswirkungen Ideen hätten, die in den vergangenen Jahren für den Abschnitt zwischen Schwedenpfad und Kisseleffstraße in den Ring geworfen wurden, also ein vollständiges Verbot für Durchfahrtsverkehr wie aktuell schon in der Nacht oder Einbahnstraßenregelungen für den Kraftverkehr in Richtung Gonzenheim oder in Richtung Kirdorf, wobei in diesem Fall auch die Fahrtrichtung der Einbahnstraße im Paul-Ehrlich-Weg gedreht werden würde. Darüber hinaus soll bei allen drei genannten Szenarien als Option noch der ergänzende Fall einer Einbahnstraße auf der Promenade zwischen Kisseleffstraße und Friedrichstraße in Richtung Gonzenheim geprüft werden, inklusive der Auswirkungen auf die Belastung auf der Kisseleffstraße. CDU-Fraktionschef Dr. Clemens Wolf beeilte sich klarzustellen, dass es dabei nicht um Ideen der Koalition gehe, sondern um Ansätze, die im Laufe der Zeit aus den unterschiedlichen Richtungen geäußert worden waren.

Die Promenade soll fahrradfreundlicher werden

"Wir wollen Vorsorge treffen, dass sich das Problem nicht verlagert. Wir wollen auf den Hauptverkehrsachsen das Radfahren ermöglichen, ohne dass sich der Verkehr auf die Promenade verlagert", begründete Jürgen Stamm den Ansatz und verwies darauf, dass man in Teilen der Promenade keine Flächen zur Verfügung habe, um den Verkehrsraum zu erweitern. Die Ergebnisse sollen im Mobilitätsausschuss besprochen werden.

Tim Hordorff (FDP) erachtete den Antrag als sinnvoll, "er wird unsere Argumentation untermauern, dass ein Wegfall einer Spur auf Hessen- und Hindenburgring den Verkehr verschiebt." Einer Sperrung oder Einbahnstraßen-Ideen erteilte er jedoch eine klare Absage und zeigte sich über Möglichkeit, die Untersuchung doch auszuweiten, verwundert. "Als wir im Februar den Antrag für Radwege am Hessenring eingebracht hatten, hieß es noch, man könne die Simulation nicht erweitern . . ."

Die BLB begrüßte die Prüfung von Einbahnstraßen-Regelungen ausdrücklich. "Wir fordern als BLB schon länger, dass die Promenade fahrradfreundlicher werden soll", so Rafael Schimanski.

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