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Ohne Fortune: Annabelle Winzig (HTG Bad Homburg, links) bei ihrem Kampf gegen Sarah Kappler (SC Gröbenzell).

Judo, 2. Bundesliga

13 Sekunden für zwei Siege

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Mit einem überzeugenden Doppelsieg beenden die Homburger Judo-Damen die Zweitliga-Saison. Es ist nach Punkten die bis dato erfolgreichste.

Nach dem siegreichen Rundenfinale in der 2. Bundesliga war es an der Zeit, einmal „danke“ zu sagen. Die Frauenmannschaft der HTG Bad Homburg hatte gerade den SC Gröbenzell mit 4:3 und zuvor das Judo-Team Rheinland mit 5:2 bezwungen, als Cheftrainer Mario Rolle seine Schützlinge im Feri-Sportpark nochmals kurz zusammenrief. Er bedankte sich für das Engagement jeder einzelnen Kämpferin, die zum Erreichen des dritten Platzes beigetragen hatte.

Mit dieser Platzierung hat die HTG im sechsten Jahr ihrer Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga Süd nicht nur das Ergebnis von 2016 und 2017 bestätigt, sondern erneut den Beweis angetreten, dass man konstant auf hohem Niveau zum Kreis der leistungsstärksten Judo-Vereine in Deutschland gehört.

Ausgerechnet die „Vorzeige-Amazone“ der HTG war bei der Abschlussbesprechung allerdings nicht so gut drauf. Annabelle Winzig, eine Woche zuvor noch für die U 21-Nationalmannschaft bei der Junioren-Europameisterschaft im Einsatz, ärgerte sich maßlos über ihre Niederlage im letzten Kampf gegen Sarah Kappler, die nach einem Unentschieden nach regulärer Kampfzeit (fünf Minuten) im „Golden Score“ zustande gekommen war. Die ehrgeizige Idsteinerin (sie wird am 10. November 18) bekam ihre Kontrahentin im wahrsten Sinne des Wortes nicht in den Griff und war nach ihrer Niederlage zunächst kaum zu beruhigen.

Ansonsten aber herrschte eitel Sonnenschein im Bad Homburger Team, das mit 12:4 Punkten die bislang beste Bilanz in seiner Bundesliga-Geschichte erzielt hat und damit heuer sogar noch besser war als bei der Vizemeisterschaft im Jahr 2015, als man es „nur“ auf 11:5 Zähler gebracht hatte.

Auf ein Neues also im Jahr 2019, wobei die HTG mit ihren zahlreichen Talenten und der hervorragenden Infrastruktur im Dojo am Niederstedter Weg für die Zukunft bestens aufgestellt ist.

In den beiden Kämpfen am letzten Wettkampftag gegen die Außenseiter des JT Rheinland und SC Gröbenzell sind mit Diana Storch, Lea Markloff und Noémi Tortell drei Kämpferinnen jeweils zweimal als Siegerinnen von der Matte gegangen. Diana Storch schaffte dabei das Kunststück, für zwei Siege insgesamt nur 13 Sekunden zu benötigen.

HTG Bad Homburg – Judo-Team Rheinland 5:2 (Unterbewertung 50:17): (78 kg) Storch – Gottwald 10:0, (57 kg) Klar – Schellert 0:7, (70 kg) Markloff – Bühler 10:0, (48 kg) Tortell – Samfaß 10:0, (52 kg) Süß – Hartig 10:0, (63 kg) Schlesinger – Herbst 10:0, (+78 kg) Männche – Böttcher 0:10.

HTG Bad Homburg – SC Gröbenzell 4:3 (37:27): (78 kg kg) Storch – Schätz 10:0, (57 kg) Klar – Sophie Kappler 10:0, (70 kg) Markloff – Baumann 10:0, (48 kg) Tortell – Gewehr 7:0, (52 kg) Süß – Blechinger 0:10, (63 kg) A. Winzig – Sarah Kappler 0:7, (+ 78 kg) Männche – Notter 0:10.

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