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Die DRK-Zentrale in der Promenade ist in die Jahre gekommen und soll neu gebaut werden ? mit Seniorenwohnungen, größerer Kita und Garage.

Planung

Rotes Kreuz plant beim Neubau größere Kita und rechnet mit über 20 Millionen Euro Kosten

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Die Zentrale des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Hochtaunus in der Kaiser-Friedrich-Promenade 5 in Bad Homburg ist, vorsichtig gesagt, in die Jahre gekommen. Seit geraumer Zeit schon trägt sich das DRK deswegen mit dem Gedanken, an gleicher Stelle neu zu bauen. Inzwischen ist die Planung ziemlich weit gediehen. Auch inhaltlich.

Viergeschossig mit Tiefgarage – wenn man es ganz knapp halten wollte, was das Deutsche Rote Kreuz Hochtaunus (DRK) für seinen Standort der Zentrale in der Kaiser-Friedrich-Promenade 5 in Bad Homburg plant, käme man mit diesen drei Worten aus. Tatsächlich wird der Neubau allerdings bedeutend mehr als ein in allerbester Lage liegendes, vierstöckiges Gebäude mit Parkplätzen sein. Nach Auskunft von Kreisgeschäftsführer Axel Bangert (lesen Sie auch unser Interview auf Seite 11) plant das DRK auch umfassende inhaltliche Neuerungen.

Zuallererst einmal diese: Die Einrichtung von „Service-Wohnungen“. Das sind, so Bangert, seniorengerechte Appartements, bei denen vom DRK angebotene Leistungen, vom Pflegedienst über Hauswirtschaft und Hausnotruf bis hin zum Menü-Service, zugekauft werden können, aber nicht müssen. „Wir sehen, wie groß der Bedarf an Seniorenwohnungen ist und haben uns deswegen dazu entschieden, im Rahmen unseres Neubaus welche zu bauen – der Standort in bester Lage in der Innenstadt ist ja geradezu prädestiniert“, erklärt Bangert. Um die 50 Wohnungen mit Größen zwischen 40 und 60 Quadratmetern sollen es werden. „Wir könnten auch größere Einheiten bauen, haben aber im Blick, dass nicht jeder sich größere Wohnungen leisten kann. Wir wollen aber für alle bezahlbar bleiben mit unserem Angebot, und das geht nur, wenn wir die Herstellkosten, die sich nun mal an der Fläche orientieren, niedriger halten“, betont der Kreisgeschäftsführer des DRK.

Natürlich soll beim Neubau wieder eine Kindertagesstätte unterkommen, geplant sind vier Gruppen, eine mehr als bislang. Die Sache trägt der Tatsache Rechnung, dass das DRK jüngst, wie berichtet, die Kinder und Erzieherinnen des insolvent gegangenen privaten Elternservice Bad Homburg aufgenommen hat. „Wir haben das geprüft, gesehen, dass wir es hinbekommen und zugesagt. Das war für uns überhaupt keine Frage“, sagt Bangert.

Konzept wie in Kronberg

Die Kita ist ihm auch mit Blick auf die geplanten Seniorenwohnungen sehr wichtig, denn: „Wir haben schon in unserer Kita in Kronberg generationenübergreifende Angebote für Kita-Kinder und die Senioren der Tagespflege, und das funktioniert wunderbar“, sagt Bangert. Ein ähnliches Konzept wolle man künftig dann auch in Homburg einrichten.

Zudem soll im Neubau wieder die ambulante Pflege angesiedelt sein. Die ist bislang in das Wohnprojekt „Artis“ in der Engelsgasse „ausgelagert“. „Wir würden sie gerne zurückführen in unsere Zentrale“, sagt Bangert. Im Erdgeschoss der neuen Räume soll „eine Art Infocenter“ entstehen, als Anlaufstelle für alle, die Fragen rund um die vielfältigen Angebote des DRK haben.

Tiefgarage dabei

2000 Quadratmeter Fläche werden es ungefähr sein, wenn die Stadt, wie sie laut Bangert bereits signalisiert habe, eines ihrer Grundstücke für das Projekt zur Verfügung stellt, nämlich jenes, in dem unter anderem übergangsweise die „Schnelle Hilfe in Not“ untergebracht ist. „Wir sind, was die Verhandlungen betrifft, sozusagen schon auf der Zielgeraden, und ich bin guten Mutes, dass wir bis zum Jahresende so weit sind, dass alle notwendigen Entscheidungen für das Vorhaben getroffen sind“, betont auch der Kreisvorsitzende des DRK Hochtaunus, Jürgen Banzer. Er geht davon aus, dass die Sache rund 20 Millionen Euro kosten wird.

Bangert ist etwas vorsichtiger und denkt, 25 Millionen Euro werden es vermutlich werden. „Das hängt ein bisschen davon ab, wie viele Geschosse wir für die Tiefgarage bauen. Eines kostet rund 3,5 Millionen Euro“, sagt er und fügt hinzu: „Aber angesichts der Parkplatzknappheit in Bad Homburg sollten wir da nicht zu knapp planen.“

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