In einer Animation hat die CDU im Stadtteil die Skulptur auf den Grünstreifen an der PPR-Kreuzung montiert. 
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In einer Animation hat die CDU im Stadtteil die Skulptur auf den Grünstreifen an der PPR-Kreuzung montiert. 

Großes Kunstwerk in Bad Homburg

Fuß soll sich bald bewegen

Ortsbeirat Dornholzhausen schafft schon einmal Platz für die erhoffte Skulptur. Doch die Bad Homburger Politik ist sich völlig uneins, wo das 2,40 Meter große Werk stehen soll.

Dornholzhausen -Seit Monaten ruht der Fuß im Depot. Durch Corona ist die Entscheidung, wo die von der Stadt angekaufte "Blickachsen"-Skulptur "Big Half Foot" von Fredrik Wretman künftig stehen soll, vertagt worden. "Sie steht verwaist im Kaiser-Wilhelms-Bad und ist dort ziemlich im Weg", weiß Hans-Peter Mayer (CDU), Ortsvorsteher von Dornholzhausen.

Doch nun soll sich der "Fuß" bald bewegen. Der Dornholzhausener Ortsbeirat hat schon mal die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das 2,40 Meter hohe Kunstwerk an die PPR-Kreuzung kommen kann. In seiner jüngsten Sitzung am vergangenen Montag war der "Fuß" Hauptthema: Einstimmig bei einer Enthaltung der FDP beschloss das Gremium, dass auf dem Parkplatz vorm Vereinshaus die vordere Reihe Stellplätze näher an die hintere heranrücken soll. So könne der Grünstreifen zur Lindenallee hin "deutlich besser bepflanzt und verbreitert" werden.

"Der Platz wird vor allem als Park&Ride-Platz genutzt", weiß Mayer. Wenn einmal der Feuerwehr-Container weg ist - was dank Baufortschritt am neuen Gerätehaus nächstes Jahr der Fall sei - könnten auf dem Platz bis zu 26 Autos parken. Fürs Vereinshaus reichten aber 17 Plätze. Die Bepflanzung soll hitze- und trockenheitsresistent sein.

Vor allem aber soll dort künftig der "Fuß" stehen. "Kein anderer Stadtteil will das Kunstwerk", argumentiert der Ortsvorsteher. Wenn der Mensch nicht zur Kunst komme, dann eben umgekehrt, so Mayer. "Hier fahren täglich 25.000 Autos vorbei."

In einer Animation hat er schon einmal veranschaulicht, wie die Plastik auf dem Grünstreifen platziert werden könnte. Und damit die Debatte in der Stadt wieder in Gang kommt, hat er dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Oliver Jedynak geschrieben. "Das ist mein letzter Versuch", so Mayer halberst.

Die Homburger CDU hatte zwar im Winter gemeinsam mit der SPD für die Grünfläche am Hindenburgring/Ecke Heuchelheimer Straße plädiert. "Wir können aber mit beiden Standorten sehr gut leben", so Jedynak jetzt. Beides habe Vor- und Nachteile. Und da sich Dornholzhausen für einen ersten Schritt in Richtung Verschönerung des Stadteingangs stark mache, wie es im Stadtentwicklungskonzept ISEK gefordert ist, werde man sich dieser Idee nicht versperren und ihr zustimmen.

Denn schon bald werden sich die Homburger Politiker positionieren müssen, wo die 100.000 Euro teure Skulptur hin soll. Wie Rathaussprecher Marc Kolbe auf Anfrage sagt, soll der Magistrat am 8. Juni endlich die Vorlage mit den beiden Standorten auf dem Tisch haben. Am 25. Juni entscheidet das Stadtparlament.

Das könnte spannend werden: Der Koalitionspartner kann sich nämlich nicht mit der PPR-Kreuzung anfreunden; die SPD ist - wie auch die BLB, die anderen Fraktionen haben sich noch nicht geäußert - für den Hindenburgring. Wenn schon Dornholzhausen, so SPD-Fraktionsvorsitzender Tobias Ottaviani, dann hätte man als Kompromiss allenfalls mit dem Feld unterhalb des Gotischen Hauses leben können. Ottaviani: "Wir sind noch in der Diskussion zwischen den Fraktionen, aber im schlimmsten Fall werden wir getrennt abstimmen."

VON ANKE HILLEBRECHT

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