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Ein Baum ist auf die Hauptverkehrsstraße von Terracina gefallen. Die Bilder wurden direkt nach dem Unwetter am 29. Oktober gemacht.

Nach schwerem Unwetter

Bad Homburger Partnerstadt Terracina braucht Hilfe

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Am 29. Oktober fegte ein Hurrikan über die Küstenstadt zwischen Rom und Neapel – mit schwerwiegenden Folgen: Noch immer sind weite Teile von Homburgs italienischer Partnerstadt Terracina verwüstet. Für den Wiederaufbau wird dringend Geld benötigt.

In Deutschland war man Ende Oktober noch im Sommer-Modus. So ruhig wie hier war das Wetter südlich der Alpen nicht: Italien war von einer Schlechtwetterfront mit Starkregen und Sturmböen gelähmt. Im Fernsehen schockten Bilder vom überfluteten Markusplatz in Venedig, doch rasch hatte man das Unglück wieder verdrängt.

Jetzt hat der Bad Homburger Städtepartnerschaftsverein von seinen Freunden in Terracina erfahren, dass noch lange nicht alles gut ist. Das Partnerstädtchen an der Rivieraküste zwischen Rom und Neapel liegt in der Region Latium; hier fegte am 29. Oktober ein Hurrikan durch. „Zwei Menschen starben, und es gab umfangreiche Schäden in der Stadt, auch in unserem historischen Zentrum“, erklärt Gianluca Zomparelli, Präsident des Comitato Gemellaggi (Verschwisterungsausschuss) von Terracina.

„Es ist wie nach einem Erdbeben“, berichten Augenzeugen in YouTube-Videos. Hier kann man sich aus der Vogelperspektive das Ausmaß der Zerstörungen ansehen. Binnen fünf Minuten wurden Dächer abgedeckt, Bäume umgeknickt, Häuser demoliert. „Eine Schule wurde zerstört, und der historische Turm in der Altstadt wurde beschädigt“, berichtet Peter Braun, Vorsitzender des Homburger Städtepartnerschaftsvereins.

Wie Braun erfahren hat, sind viele Straßen seither unpassierbar – auch die Hauptverkehrsstraße von Terracina, in der sich viele Geschäfte befinden. „Sie konnte erst vorige Woche notdürftig wieder geöffnet werden – gerade noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft.“

Die Infrastruktur aber liegt darnieder. „Zur Wiederherstellung brauchten die italienischen Freunde vor allem Geld“, erklärt Braun. Und so hat der Städtepartnerschaftsverein eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Die Schirmherrschaft hat Homburgs Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) übernommen. An den Markttagen Dienstag, Freitag und Samstag wird Peter Braun, der auf dem Waisenhausplatz (gegenüber Feinkost Lautenschläger) Blumen und Gebinde verkauft, eine Spendenbox an seinem Stand aufstellen. Am morgigen Samstag will der OB gegen 11 Uhr dort vorbeischauen und Passanten ermuntern, für Terracina zu spenden.

Spendenkonto

Für die benötigten Gelder wurde bei der Nassauischen Sparkasse (Naspa) ein Spendenkonto eingerichtet. Die IBAN lautet: DE 52 51 05 00 15 02 45 16 25 65, Kennwort: Hilfe für Terracina.

Der Verein hat schon mal einer Partnerstadt geholfen. Anfang der 1960er Jahre war Homburg noch mit dem algerischen Bejaja verschwistert. Dort war es einmal aufgrund von starken Regenfällen und Überschwemmungen zu massiven Schäden gekommen. Die Kurstadt hatte mit einer großen Hilfsaktion sowohl Güter als auch Geld nach Bejaja geschickt. „Deshalb ist es für mich selbstverständlich, dass wir jetzt auch unserer italienischen Partnerstadt zu Hilfe kommen“, sagt Braun, der auch stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher ist. Er hofft nun, dass sich möglichst viele Homburger, aber auch Geschäfte und Unternehmen an der Spendenaktion beteiligen.

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