U-Bahn-Verlängerung gebilligt

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Das Regierungspräsidium Darmstadt hat die Verlängerung der U 2 von Gonzenheim zum Bahnhof genehmigt. Das nächste Problem ist die Finanzierung des Millionenprojekts. Ein Baubeginn scheint noch in weiter Ferne.

Eins der ganz großen Verkehrsprojekte der Region ist einen Schritt weitergekommen: die Verlängerung der U-Bahn-Linie 2 von Gonzenheim zum Bahnhof. Rund 47,6 Millionen Euro soll der Ausbau kosten, für den die Stadt auch einen 355 Meter langen Tunnel unterhalb der Frankfurter Landstraße graben will. „Der Beschlussfassung ging ein zeitintensives Anhörungsverfahren voraus, das bereits im Februar 2011 eingeleitet wurde und wiederholte Änderungen der Planunterlagen zur Folge hatte“, so Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid. Die Verfasser der etwa 160 Einwendungsschreiben aus der Kurstadt führten vor allem Lärm ins Feld. Einige fürchteten auch, dass sich ihre Wohnsituation zum Nachteil verändere und dass ihr Haus durch den Tunnelbau Schaden nehme. Lindscheid: „Vielfach wurde auch die Erforderlichkeit des Vorhabens angezweifelt.“

Das tut auch die Homburger FDP, die zudem die ständig steigenden Planungskosten bemängelt. Auch sonst ist das Mammutprojekt in der Stadt nicht unumstritten. Der Vorsitzende des BUND Bad Homburg, Günther Stiller, wirft der Stadt Geldverschwendung vor und macht gegen die unterirdische Ausbau-Variante mobil.

Im Rathaus freut man sich verhalten über die Genehmigung. „Eine schöne Belohnung für die arbeitsreichen Planungen“, erklärt OB Alexander Hetjes (CDU). Der schwierigere Schritt sei aber die Finanzierung. Laut Bürgermeister Karl Heinz Krug (SPD) werden 26,7 Millionen über die nächsten Jahre im Haushalt eingeplant und durch eine Verpflichtungsermächtigung abgedeckt. Weiteres Geld erwarte die Stadt vom Land sowie bei den Betriebskosten vom Rhein-Main-Verkehrsverbund RMV. Krug bezeichnet die U2-Verlängerung als essenzielles Projekt für die Stadt; für deren Unternehmen und für Pendler aus dem ganzen Taunus sei der Lückenschluss unverzichtbar – gerade in Kombination mit der geplanten Regionaltangente West. Es sei aber noch keineswegs absehbar, wann mit dem Bau begonnen werden könne.

Die vorgesehene Ausbaustrecke zwischen Gonzenheim und dem Homburger Bahnhof ist etwa 1650 Meter lang. Die Station Gonzenheim soll laut Plan unter der Erde verschwinden. Von dort führt die Trasse im Tunnel unter der Frankfurter Landstraße bis zum Bahndamm, der unterquert und oberirdisch parallel zur S-Bahn-Strecke in den Bahnhof – geführt wird. Dort sollen zwei neue Bahnsteige entstehen. Zwischen Frankfurter Landstraße und Bahnhof ist eine Lärmschutzwand, teilweise mit aufgesetztem Sichtschutz, vorgesehen. Die Stadt müsste dafür sorgen, dass die dort entstehenden Trogbau- und Stützbauwerke Schall absorbieren.

Für Gonzenheim hat das Projekt weitreichende Auswirkungen. Der Knotenpunkt Frankfurter Landstraße/Haberweg/Quirinstraße/Gotenstraße soll zu einem „Kreisverkehrsplatz“ ausgebaut werden. Der Verlauf des verdolten Dornbachs würde geändert.

Gegen den Beschluss kann Klage beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof eingereicht werden.

Die Planunterlagen sind vom 15. bis einschließlich 29. Februar im Stadtladen im Rathaus einsehbar: montags (8–17 Uhr), dienstags und donnerstags (8–13 Uhr), mittwochs (8–18 Uhr) und freitags (8–12 Uhr). Ausführliche Informationen gibt es auch im Internet unter .

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