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Im Viktoriaweg stehen bereits die neuen Container.

Ortsbeirat

Unterflurcontainer bleiben die Ausnahme

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Glascontainer sind keine Augenweide und unter Umständen auch eine Lärmbelästigung für die Anwohner. Auf Beschluss der Stadtverordneten hat der Betriebshof geprüft, an welchen Standorten Unterflurcontainer möglich sind. Nun sind die Ortsbeiräte am Zug.

Betriebshofleiter Ralf Bleser tourt derzeit durch die sieben Bad Homburger Ortsbeiräte. Kürzlich war er in Ober-Eschbach zu Gast, um die Ergebnisse einer ersten Prüfung zum Thema Unterflur-Glascontainer vorzustellen. „Die Idee ist nicht auf unserem Mist gewachsen, sondern als Auftrag der Stadtverordnetenversammlung zu uns gekommen“, erklärt er und führt zunächst aus, dass Glasmüll – ebenso wie der gelbe Sack – zum Abfallsystem des Deutschen Dualen Systems (DSD) gehört. Dass DSD kein Interesse daran hat, die Sammelcontainer durch kostspielige unterirdirsche Behältnisse zu ersetzen, erstaunt nicht. Also blieben die Kosten bei der Stadt, und das sind inklusive Tiefbaumaßnahmen etwa 32 000 Euro pro Standort. Immerhin hat DSD im Januar die alten Container von 1991 gegen neue ausgetauscht, die weniger Lärm verursachen, so Bleser, der ergänzt, dass durch den Wegfall der Papiercontainer auch das illegale Müllabladen an den Wertstoffstationen deutlich abgenommen habe.

Doch zurück zum Glas: 72 Sammelstellen gibt es derzeit im Stadtgebiet. Im Rahmen der Bauarbeiten im Viktoriaweg wurde die dortige Station bereits „unter die Erde gebracht“ und darf als Muster bezeichnet werden. Die dort verwendete Technik ist übrigens nicht mit den störungsanfälligen Containern wie am Gunzo- und am Marktplatz vergleichbar und wäre wohl die Variante, die für eventuelle neue Unterflurcontainer gewählt würde.

Auf einer Karte haben die Betriebshofmitarbeiter eingezeichnet, was wo geht, denn natürlich kann man nicht überall einfach ein Loch in den Boden buddeln. Herausgekommen ist, dass zusätzlich zu den drei bestehenden unterirdischen Containern an weiteren acht Plätzen eine Unterflurlösung relativ problemlos möglich scheint. An weiteren 26 Stellen wäre mit einer „leichten Verschiebung des Standorts“ um 50 bis 70 Meter der Glaseinwurf im Boden machbar, wobei der Betriebshofleiter zu bedenken gibt, „dass mit jeder Verschiebung der Ärger mit Anwohnern programmiert ist“. An acht Positionen müsse genauer geprüft werden, inwiefern Leitungen dem Vorhaben im Weg liegen. An 13 derzeitigen Glassammelstellen geht unterirdisch gar nichts. Und schließlich gibt es noch Orte, auf die man ganz verzichten könnte.

Bei den acht Ober-Eschbacher Stationen hat sich der Ortsbeirat einstimmig dafür ausgesprochen, sämtliche Sammelstellen beizubehalten und lediglich prüfen zu lassen, ob die Container Jakob-Lengfelder-Straße/Römischer Hof (leider nach wie vor beliebter Müllabladeplatz), Leimenkaut/Haingärten und Kalbacher Straße (bei Verlegung auf andere Straßenseite) als Unterflurlösung möglich sind.

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