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Vatanspors furioses Finale

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Sein Freistoß bringt den Sieg: Alexander Ujma.	Archivfoto: Rhode
Sein Freistoß bringt den Sieg: Alexander Ujma. Archivfoto: Rhode © Heiko Rhode (Heiko Rhode)

Vatanspor dreht mit einem furiosen Schlussspurt die Partie gegen den SV Geinsheim. Matchwinner ist ein Akteur, der seit fast einem Jahr nicht mehr gespielt hat.

Wenn die Fußballer des TSV Vatanspor nach dem Verbandsliga-Heimspiel gegen den SV Geinsheim beim Laternenfest in der Geisterbahn ein paar Runden drehen, könnte man ihnen den größten Schrecken einjagen, wenn aus dem Dunkel plötzlich Dominik Auer auftauchen würde. Der Geinsheimer Torjäger hat nämlich in den vergangenen drei Partien allein sechs Tore gegen den Bad Homburger Verbandsligisten erzielt.

Und fast wäre der Auer-Albtraum gestern zu einer nicht endenden Geschichte geworden, denn die Gäste lagen durch sein Tor aus der 77. Minuten bis drei Minuten vor Schluss in Führung. Doch mit einer Energieleistung drehten die Gastgeber die Begegnung. André Stoss hatte sich in der 87. Minute rechts durchgesetzt. Seine hohe Hereingabe erreichte aber nicht seinen Mitspieler Ibrahim Cigdem, sondern flog über Freund und Feind hinweg ins lange Toreck zum Ausgleich.

Stoss, nach dem Spiel gefragt, ob der Ball als Torschuss oder als Flanke gedacht war, gab sich diplomatisch: „Ich habe ohne nachzudenken geschossen. Und wenn er dann ins Tor geht, war es eben ein Torschuss.“ Das Sahnehäubchen setzte nur eine Minute Alexander Ujma obendrauf. Nachdem er gefoult wurde, erzielte er mit herrlichem Freistoß ins linke obere Toreck den 2:1-Siegtreffer.

Torwart verletzt

Die erste Hälfte ging klar an die Gastgeber, die Geinsheimer wurden erst nach der Pause gefährlich. Immer wieder musste Kai Klug Kopf und Kragen riskieren, wenn seine Abwehr ausgekontert wurde. Als er bei einer solchen Aktion vor Auer rettete, verletzte er sich und wurde von Nikola Bazina ersetzt – und der avancierte zum Matchwinner, denn er rettete mehrfach spektakulär. Bazina war selbst erstaunt, wie unverkrampft er ins Spiel gegangen war: „Das war mein erstes Punktspiel seit Oktober 2015. Nervös war ich nicht, ich war sofort voll da, weil ich auch von der ersten Minute an richtig gefordert wurde.“

Bad Homburg: Klug (60. Bazina) – Paci, Polotzek, König, Appiah (45. Butusina) – Schiffmann, Schleiffer (70. Ujma), Fliess, Bektas – Stoss, Cigdem. – Tore: 0:1 Auer (77.), 1:1 Stoss (87.), 2:1 Ujma (88.).

Türk Gücü Friedberg – TSV Vatanspor Bad Homburg (Mi., 20 Uhr)

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