Arbeiter stehen auf den Bewehrungseisen für die künftige Tiefgarage. Ringsum sind auf dem Vickers-Gelände die Rohbauten in die Höhe gewachsen. Der Kran wird noch gebraucht - um ihn wird zunächst herum gebaut.
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Arbeiter stehen auf den Bewehrungseisen für die künftige Tiefgarage. Ringsum sind auf dem Vickers-Gelände die Rohbauten in die Höhe gewachsen. Der Kran wird noch gebraucht - um ihn wird zunächst herum gebaut.

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Vickers-Areal: Bauarbeiten kommen gut voran

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
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Seit Anfang 2021 entsteht auf dem ehemaligen Vickers-Areal ein neues Quartier. Bis es fertig ist, wird es jedoch noch etwas dauern.

Bad Homburg -Kräne und Absperrungen - unübersehbar breitet sich derzeit eine große Baustelle zwischen Schaberweg und Frölingstraße aus. Von überall her dröhnen die Geräusche der Baufahrzeuge. Arbeiter mit farbigen Helmen verwandeln das 2,6 Hektar große ehemalige Vickers-Areal allmählich in ein neues Wohngebiet. 285 Domizile, ein Nahversorger und eine Kindertagesstätte sollen hier Platz finden, umgeben von Grünflächen.

"Insgesamt kommen wir gut voran", sagt Bauleiter Alexander Hug von Conceptaplan, der Firma, die das Wohngebiet entwickelt. Anfang 2020 hat man hier mit dem Bau begonnen. Rund 65 Prozent der Rohbauten seien fertig, erklärt Hug; insbesondere im Osten des Baugebietes habe man schon mit dem Ausbau der Wohnungen begonnen.

Die Häuser an der Frölingstraße sind am weitesten fortgeschritten. Zwar werden sie noch immer von Gerüsten umschlossen, doch dahinter ist deutlich zu sehen, dass die Fassaden bereits angebracht sind. Aus dem Innern der Gebäude dringen Baugeräusche.

"Fünf Mehrfamilienhäuser sind jetzt so weit, dass die Handwerker auch drinnen loslegen können", erläutert Hug. Heizung, Wasser, Elektrizität würden im Laufe der kommenden Wochen und Monate dort installiert. Wann das erste Haus fertig sei, darauf will sich Hug jedoch nicht festlegen. "Ich denke, Anfang 2022 wird es so weit sein." Schließlich sei dies von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Mitte kommenden Jahres aber sollen die ersten Bewohner einziehen können.

Vickers-Areal: Baustoffkrise zwingt zu langfristiger Planung

Auf dem Vickers-Gelände gebe es derzeit sämtliche Zustände einer Baustelle zu sehen, so der Bauleiter. "Langsam, aber sicher arbeiten wir uns vom Westen nach Osten vor." Denn während im Westen, zur Humboldtschule hin, die Gebäude zumindest von außen fast schon fast fertig aussehen, wurde im Osten an der Schleußnerstraße gerade erst mit den Rohbauten begonnen. Dort sind noch gut die Bewehrungseisen zu sehen.

"Dank dieser Aufteilung können wir die Handwerker effizient einsetzen", sagt Hug. "Wenn ihre Aufgaben in einem Gebäude fertig sind, dann können sie direkt zum nächsten Gebäude übergehen." Doch aufgrund der Corona-Pandemie sind die Baustoffe knapp. "Gerade an Holz, Dämmmaterial und Sonderstahlbauteilen mangelt es derzeit", berichtet Hug. "Wir müssen jetzt schon mit bedenken, was wir irgendwann später brauchen, weil sich die Vorlaufzeiten vervielfacht haben. Spontane Bestellungen sind kaum möglich." Für ihn bedeutet dies mehr Planungsaufwand. Bisher sei es jedoch nicht zu Verzögerungen gekommen.

Bad Homburg: Große Pfützen bereiten Ärger

Etwas anderes bereitete ihm jedoch in den vergangenen Wochen immer wieder Ärger: große Pfützen. "Wir haben hier einen hohen Grundwasserspiegel", erklärt er. "Den können wir auch während der Arbeiten abpumpen. Doch die starken Regenfälle der vergangenen Wochen haben auch uns zu schaffen gemacht."

Besonders gut zu sehen ist dies an dem Gebäude, in welchem in Zukunft die Kita und Gewerbe untergebracht werden sollen. Aus einem Rohr läuft Wasser. "Es stand überall, und das sieht man teilweise jetzt noch", sagt Hug. Für die Rohbauten seien jedoch keine Schäden zu befürchten. "Das macht den Gebäuden nichts aus, aber für uns ist das eben zusätzliche Arbeit."

Deutliche Unterschiede zeigen sich bei der Begehung eines künftigen reinen Wohnhauses. "Da hat man ganz andere Anforderungen", sagt Hug. Bei der Kita müsse stärker auf den Schallschutz geachtet werden, und bei Gewerbeflächen werde mehr Licht benötigt als bei Wohnflächen.

Große Schilder weisen auf dem Gelände darauf hin, dass die Baustelle überwacht wird. "Wir hatten zwar keine Diebstähle, aber man kann da nicht vorsichtig genug sein", erläutert Hug. Dennoch wird vor allem eines deutlich: Noch liegt eine Menge Arbeit vor den Männern und Frauen, die auf dem Gelände arbeiten. "Ursprünglich ging der Plan davon aus, dass die Arbeiten Mitte 2023 abgeschlossen sein werden, und damit rechnen wir auch weiterhin", sagt Hug.

Von den Grünflächen ist bisher noch nichts zu sehen. Dort, wo einmal Bäume und Grasflächen wachsen sollen, befinden sich jetzt noch Kies, Schlamm und Rohre. Und so wird es wohl auch noch eine Zeit lang bleiben. von Alexander Seipp

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