Ferdinandstraße 24
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Ferdinandstraße 24

Fassaden-Wettbewerb in Bad Homburg

Vier Häuserfronten, diestrahlen

  • Anke Hillebrecht
    VonAnke Hillebrecht
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Kur- und Verkehrsverein Bad Homburg zeichnet Hauseigentümer aus - Dieses Jahr wurde kein Stein des Anstoßes vergeben

Bad Homburg -Es sind vier völlig unterschiedliche Gebäude; aber allen gemein ist: Ihre Fassaden strahlen mit der Sonne um die Wette - zumindest auf diesen Bildern. Über die vergangenen eineinhalb Jahre hat sich der Kur- und Verkehrsverein (KVV) in der Kurstadt umgesehen und traditionell Häuser herausgesucht, deren Äußeres gerade in nachahmenswerter Weise hergerichtet wurde. Dabei hat sich pandemiebedingt der Rhythmus verschoben: Geschah die Fassaden-Auszeichnung sonst meist im Frühjahr, konnte der Verein lange nicht tagen. Jetzt fand man sich zur Jahreshauptversammlung zusammen, bei der die Prämierung stattfand - eineinhalb Jahre nach dem jüngsten Fassaden-Wettbewerb im März 2020.

In diesem Jahr gibt es gleich vier Sieger: Ausgezeichnet wurden Anja und Dietmar Schäfer für die Louisenstraße 3, Gisela Garzon de la Roza und Klaus Veigel für die Mußbachstraße 19, die Genossenschaft "Unser Oberhof", vertreten durch Hans Georg Preißl, für das Projekt in Ober-Erlenbach und Sabina Liebersohn-Jammer für die Ferdinandstraße 24 - entgegen nahm den Preis Bauleiterin Sandra Hekel.

Der "Stein des Anstoßes" wurde in diesem Jahr nicht vergeben. "Wir haben diesmal kein Haus gefunden, das so hässlich ist, dass es dieses Anti-Preis verdient hätte", erklärt Dr. Sabine Schlenkrich, die als Beisitzerin im aktuellen KVV-Vorstand tätig ist (siehe auch Info-Kasten). In den kommenden Jahren soll die von Wolfgang Herder vor 14 Jahren ins Leben gerufene Mahn-Trophäe aber wieder vergeben werden.

Dafür, so Schlenkrich, habe man in diesem Jahr gleich vier Häuser als Preisträger auserkoren, die besonders schön seien. "Man kann ja auch mal positiv denken", findet sie. Alle Objekte stehen unter Denkmalschutz.

Die Auswahl zeige auch, welch unterschiedliche Gebäude die Kurstadt optisch bereichern. In der Mußbachstraße handelt es sich um ein klassisches Gebäude der Altstadt, das die Eigentümer nach alten Vorlagen verschönert haben. In der Ferdinandstraße wiederum ist es eines der Herrenhäuser mit klassizistischen Gusseisen-Balkonen, wie sie im mittleren 19. Jahrhundert in diesem Bereich entstanden. Die Louisenstraße 3 indes steht bereits seit 1685 und ist - mehrfach umgebaut - eines der ersten Häuser in der "Louisenstadt". Liebevoll hat das Architektenpaar den Schriftzug des einstigen Handwerkerbetriebs rekonstruiert. Ein ganz anderes Objekt ist der Oberhof: Das ehemalige landwirtschaftliche Anwesen wurde in den vergangenen 13 Jahren wieder aufgebaut, im September eingeweiht und ist heute Mehrgenerationenhaus sowie öffentlicher Treffpunkt. ahi

Mußbachstraße 19
Louisenstraße 3
Der Oberhof

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