Attestierte seinen Damen eine astreine Leistung und Comeback-Qualitäten: HTG-Trainer Jens Völkel.
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Attestierte seinen Damen eine astreine Leistung und Comeback-Qualitäten: HTG-Trainer Jens Völkel.

HTG Bad Homburgs Volleyballdamen

Völkel verschlägt’s die Sprache

Das, was sich am Samstagabend im Feri-Sportpark abspielt, bezeichnet man gemeinhin als Krimi. Am Ende liegt das Happy End aufseiten der HTG. Und dem Trainer versagt trotzdem die Stimme.

„Dafür, dass es für uns das erste Spiel direkt nach der Weihnachtspause war, haben wir eine richtig gute Partie gezeigt“, war Jens Völkel am Samstagabend voll des Lobes auf seine Volleyballdamen. Der Trainer der HTG Bad Homburg hatte gegen den bisherigen punktgleichen VfL Marburg ein Marathonmatch von 117 Minuten – und einen 3:2 (23:25, 25:20, 19:25, 25:23, 15:10)-Erfolg seiner Mädels miterlebt.

Durch den fünften Sieg im neunten Saisonspiel verkürzte die HTG ihren Rückstand auf das zählergleiche Spitzenduo SSC Bad Vilbel II (spielfrei) und TSV Hanau (2:3-Niederlage beim 1. VC Wiesbaden III) auf fünf Punkte. Geht da in Richtung Tabellenspitze ja vielleicht doch noch etwas für die Homburger „Schmetterlinge“?

„Wir hätten Marburg auch 3:1 besiegen können“, meinte Völkel nach den fünf umkämpften Sätzen mit entsprechend hörbar ramponierter Stimme, „Leider haben wir uns jedoch im dritten Satz einen fürchterlichen Hänger geleistet, der uns viele Punkte und am Ende auch den Durchgang gekostet hat.“

Wechsel, aber keine Wende

Der erste Satz glich bis in die Schlussphase einem offenen Schlagabtausch. In der Startformation Esther Peckelsen, Anja Beyrich (beide Mittelangriff), Anke Limmer (Zuspiel), Christine Bernius (Diagonalangriff), Franziska Edmaier, Jelena Voegele (beide im Außenangriff) und Anka Liebe (Libero) geriet die HTG dann allerdings gegen erwartet spielstarke Marburgerinnen mit 19:22 in Rückstand. Trainer Völkel versuchte, mit einem Doppelwechsel (Noemie Klein und Annett Scholl kamen in die Partie) noch für eine späte Wende zu sorgen und den Satzverlust abzuwenden. Tatsächlich verkürzte die HTG noch einmal auf 23:24: „Dann jedoch rutschte ein Marburger Ball unserem Block durch, und der Satz war weg“, rekapitulierte Völkel.

Edmaier, Voegele, Limmer

Im zweiten Abschnitt ging es erneut hin und her, ehe sich die HTG auf 15:9 absetzen konnte. In der Folgezeit kamen die Gastgeberinnen im Angriff aber nicht mehr richtig zum Zuge, Marburg kam auf 15:13 heran. Mehr Terrain gab das Völkel-Team nicht mehr preis – dank vorzüglicher Leistungen von Franzi Edmaier und Jelena Voegele, die über Außen die Lücken im VfL-Block erspähten, und auch dank der klug zuspielenden Anke Limmer kam es mit einem 25:20 zum 1:1-Satzausgleich.

Der drite Satz schien bei einer Homburger 12:6-Führung zu einer klaren Angelegenheit zu werden. „Leider bekamen wir dann in den meisten langen Ballwechseln einfach den Deckel nicht drauf, so dass Punkt auf Punkt an Marburg ging“, lagen die Damen von Jens Völkel plötzlich mit 12:15 hinten. Nervosität kam ins Spiel – sowie Caro Köppe, „Tine“ Bernius und Zsuzsanna Bender aufs Feld. Mit 19:25 war der Satz jedoch nicht mehr zu retten.

Heiß umkämpft gestaltete sich dann der vierte Abschnitt. Jens Völkel nahm bei einer 20:18-Führung seines Teams ebenso eine Auszeit wie beim nachfolgenden 21:22-Rückstand. Die wirkte. Über dynamische Angriffe konnte man den VfL-Block gekonnt auseinanderziehen – ein 1:3 wurde mit dem 25:23 vereitelt, stattdessen der Tiebreak erreicht. In dem lief’s dann wie am Schnürchen. 8:4 beim Wechsel, dann 10:4, bald 12:4 – am Ende stand ein 15:10 und damit der 3:2-Sieg für die HTG fest. Lobte deren Trainer: „Phasenweise haben wir uns zwar einige Unkonzentriertheiten geleistet und die Füße nicht schnell genug bewegt, aber ich rechne es meinen Mädels ganz hoch an, dass sie dann doch noch toll die Kurve gekriegt haben.“

HTG Bad Homburg: Peckelsen, Beyrich, Limmer, Bernius, Edmaier, Voegele, Liebe, Köppe, Bender, Weißbecker, Klein, Scholl. gg

Nächste Spiele/Damen: VGG Gelnhausen – HTG (Sa., 19 Uhr, Grimmelshausen-Gymnasium). – Herren: SSC Vellmar – TV Bommersheim (Sa., 19 Uhr, Großsporthalle).

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