CDU will Taunuskamm ohne Windräder

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Die CDU Bad Homburg ist gegen die Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm – wie bereits 2014, als diese Flächen im Vorentwurf des Regionalen Flächennutzungsplans (FNP) auftauchten.

Die CDU Bad Homburg ist gegen die Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm – wie bereits 2014, als diese Flächen im Vorentwurf des Regionalen Flächennutzungsplans (FNP) auftauchten. „Die Abholzung beachtlicher Waldflächen und die Gefährdung des Trinkwasserschutzgebietes sowie der Frischluftschneise wären bei einer Umsetzung der Pläne eine ökologische Katastrophe“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Oliver Jedynak.

Wie berichtet, sieht der FNP-Entwurf, von dem die Stadtverwaltung jetzt Kenntnis bekam, nach wie vor eine Vorrangfläche im Wald zwischen Bad Homburg und Köppern vor und damit in der Nähe zur Saalburg. „Der Verlust dieses Naherholungsgebietes im Vordertaunus wiegt den ökonomischen Nutzen in keiner Weise auf“, so Jedynak. Dass außerdem eine weitere Fläche nördlich der Elisabethenschneise ausgewiesen werden soll, ist für die CDU „einfach nicht nachvollziehbar“.

Dass der Regionalverband „die Wertigkeit unseres Naherholungsgebietes am Taunushang erkannt hat und entsprechende Änderung im FNP vornehmen würde“, sei leider nicht erfolgt, bedauert Parteivorsitzender Thorsten Bartsch. „Daher ist es wichtig, unseren OB Alexander Hetjes in seinem Vorhaben zu unterstützen, die Flächen aus dem FNP entfernen zu lassen.“ Hierfür seien „eine klare Positionierung der Politik und ein kraftvolles Signal aus der Bürgerschaft“ nötig. Auf können Bürger online gegen das Windparkvorhaben unterschreiben.

Die Nachricht, dass die Stadt dem Kreis 100 Wohnungen abgekauft und in ihren Bestand übernommen hat, nimmt man bei der BLB zur Kenntnis. „Das klingt erst einmal gut, aber bei aller Euphorie darf nicht übersehen werden, dass unsere Finanzmittel damit beträchtlich zusammenschmelzen, da gerade ,Im Lech‘ ein hoher Sanierungsbedarf entsteht“, so Fraktionschef Armin Johnert in einer Pressemitteilung. Zudem werde durch den Ankauf keine einzelne zusätzliche Mietwohnung geschaffen, es gebe also keine Entlastung für die lange Liste der Wohnungssuchenden.

„Umso wichtiger“ erscheint es der BLB, dass der Magistrat die 235 Mietwohnungen in den Obersten Gärten nicht aus dem Auge verliert. Dort laufe nämlich der mit dem Ärztlichen Versorgungswerk vor 20 Jahren abgeschlossene Mietvertrag aus. Die Frist zum Abschluss eines Anschlussvertrages gelte bis Ende dieses Jahres. Die BLB-Fraktion hat deshalb zur nächsten Stadtverordnetenversammlung einen Antrag eingereicht, der den Magistrat beauftragt, rechtzeitig Gespräche mit dem Versorgungswerk aufzunehmen, um die Konditionen für einen Anschlussvertrag auszuloten.

(ahi)

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