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Das von Ingrid Staab angelegte Ziegen-Gehege am Platzenberg ist mittlerweile sogar ein beliebtes Ausflugsziel. Den Ziegen geht es, seitdem Staab sich um sie kümmert, richtig gut.

Rentner gesucht

Ziegen-Mutter braucht Hilfe

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Ingrid Staab ist eine unermüdliche Kämpferin für das Wohl der Tiere. Das zeigt sich allein an dem Ziegen-Gehege, dass sie am Bommersheimer Weg errichtet hat. Doch jetzt braucht die Ziegen-Mutter auch mal Hilfe – und sucht einen handwerklich begabten Mitstreiter.

Nein, das weiß Ingrid Staab nur zu gut, man kann den Bock nicht zum Gärtner machen – und schon gar nicht zum Handwerker. Doch genau einen solchen sucht die Bad Homburgerin. Denn ihr Verein „Ziegen am Platzenberg“ braucht dringend handwerkliche Unterstützung

Seit über drei Jahren betreut Ingrid Staab eine kleine Herde Ziegen, die sie im Januar 2015 aus schlechter Haltung freigekauft hatte. Für die zukünftige Betreuung und Versorgung der Tiere gründete sie den Verein und ist seitdem fast täglich auf dem Gelände. Dennoch ist der Verein natürlich auf Spenden in Form von Geld oder Futter angewiesen. „Gerade Futterspenden bekommen wir viel“, freut sich Staab. Einen kleinen Geld- und Futtersegen gab es, nach dem die TZ darüber berichtet hatte, dass es im Ziegengehege zu „unerwarteten „Geburtenboom“ gekommen war. Viele Leute übernahmen seinerzeit eine Futterpatenschaften im Ziegenstall. In den vergangenen drei Jahren hat der Verein sehr viel bewegt. Es wurden ein Ziegenstall und zwei Futterraufen im Außenbereich gebaut, der Zaun wurde teilweise erneuert und stabilisiert, ein kleiner Steine-Kletterberg erstellt und natürlich mussten immer wieder einige Instandsetzungs-Arbeiten ausgeführt werden.

Daher kann Staab auch vermelden, dass es „den Ziegen gut geht. Sie sind ständig aktiv auf dem Gelände und erfreuen sich der vielen Menschen, die auch immer wieder kommen, um den Ziegen beim Spielen, Toben oder Futtern zuzusehen.“ Problematisch ist allerdings die Betreuungssituation. Von Anfang an kümmerten sich „nur“ Mitglieder aktiv um die Versorgung der Ziegen und um die Pflege des Geländes. Jetzt kommt noch hinzu: Die Mitstreiterin von Ingrid Staab muss künftig aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten, kann bei der Versorgung der Ziegen nur noch so weit helfen wie es ihr möglich ist. „Mit der Versorgung und Betreuung der Ziegen“, sagt Staab, „habe ich kein Problem und an verschiedenen Tagen bekomme ich auch Unterstützung, sogar von jüngeren Menschen.“ Das Problem: „Bei handwerklichen Arbeiten bin ich schnell am Limit.“ Insgesamt fehle es an „Manpower“ für dringend erforderliche Reparaturarbeiten. Sie würde sich einen handwerklich begabten Rentner wünschen, der mit dem Akkuschrauber umgehen kann und alle paar Tage Zeit hätte, mal am Gehege vorbeizuschauen. Arbeit wartet genug – zum Beispiel ein neuer Boden für den Stall. Staab: „Unser im vergangenen Herbst zusammengebauter Boden hat sich verzogen und droht einzustürzen, so dass für die Ziegen Verletzungsgefahr besteht.“

Ein Angebot eines Schreiner-Unternehmens über 2800 Euro liegt bereits vor. „Das Angebot ist nach fachlicher Prüfung auch in Ordnung“, sagt die Ziegen-Mutter. Es handele sich um einen kleinen tierlieben Familienbetrieb aus der Region. Gern würde Staab den Auftrag vergeben, allein – es fehlen die finanziellen Mittel. Aber die Zeit drängt: „Der Boden muss noch vor Beginn des Winters fertiggestellt sein.“

Wer Ingrid Staab bei kleineren Arbeiten oder finanziell helfen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 01 51–52 43 95 76 melden.

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