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Die ?Brothers of Santa Claus? eröffneten den diesjährigen Homburger Sommer.

Konzerte

Zwölf Personen bauen in neun Stunden die Bühne für den Homburger Sommer auf

Der Homburger Sommer läuft und bietet drei Wochen lang Veranstaltungen für Groß und Klein. Die großen Acts spielen traditionell im Kurpark, gerade die große Bühne vor dem Kaiser-Wilhelms-Bads sorgt für ein besonderes Erlebnis. Nur wenigen Zuschauern dürfte aber klar sein, wie viel Technik darin steckt.

Freitagabend, 20 Uhr. Schon von Weitem hört man sie spielen. Die „Brothers of Santa Claus“ eröffnen den diesjährigen Homburger Sommer und locken zahlreiches Publikum vor die Bühne am Kaiser-Wilhelms-Bad. Imposant ist der große Rundbogen mit seinen zahlreichen Lautsprechern und Scheinwerfern. „Die Bühne war nicht immer derart groß. Zunächst war es eine simple Holzkonstruktion“, blickt der Abteilungsleiter Veranstaltungstechnik der Kur-und-Kongreß GmbH, Thomas Schäfter, zurück.

Doch mit dem Wachsen der Veranstaltungsreihe Homburger Sommer wuchsen auch Anforderungen für die Bühne. „Um die Veranstaltungen wetterfest zu machen, entstand in der ersten Phase ein Dach. Da aber die Acts größer wurden, begannen wir mit einem Anbau“, so Schäfter. Man erweiterte die Bühne nach links ins Blumenbeet. So weit, so gut. Die nächsten Probleme ließen aber schon bei der ersten Oper nicht lange auf sich warten. Das Orchester konnte die Sänger nicht sehen, umgekehrt konnte das Ensemble nichts hören. Die Übergangslösung stieß an ihre Grenzen. Also musste ein neuer Plan her. Schäfter: „Von 2010 bis 2012 wurde auf der Erweiterung gespielt. Pünktlich zum „100 Jahre Bad“- Jubiläum kam dann endlich die neue Bühne. Standesgemäß weihten wir sie natürlich mit einer Oper ein.“

Ermöglicht wurde das unter anderem durch das Sponsoring der Taunus-Sparkasse. Dominik Zöls, Marktbereichsleiter der Privatkunden, erklärt: „Wir fördern gern Projekte in der Region und dort Soziales und Kultur. Daher ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir den Bad Homburger Sommer unterstützen. So hat man auch Planungssicherheit.“

Die neue Bühne hat sich mittlerweile bewährt. Der Aufbau geht mittlerweile routiniert vonstatten. Vier Tage vor der Eröffnung beginnt der Bühnenbau. Zwölf Personen brauchen neun Stunden dafür. Und bislang – toi, toi, toi – habe es noch keinen Zwischenfall oder ein Versagen der Technik gegeben, sagt Schafter. Das liege auch daran, dass man nur das bestmögliche Material verwende. Und wenn ein Scheinwerfer doch mal ausfalle, gebe es immer drei weitere, die sofort einsatzbereit seien, so dass das Publikum gar nichts davon mitbekomme.

Schäfter ist überzeugt, dass sich der Aufwand lohnt. „Gerade der Klang ist viel besser als früher“, sagt er. Man hänge jetzt die Lautsprecher-Einheiten höher, dadurch bewirken sie ein besseres Klangbild, von dem vor allem die Zuschauer, die sich auf den hinteren Teilen der Wiese aufhalten, profitieren.

Das findet auch Gabi Tödter, die mit ihrer Freundin Simone gekommen war. „Wir wollten nicht direkt nach vorn, das ist uns etwas zu laut. Hier hinten hören wir aber noch immer sehr gut.“ Auch Simone scheint sichtlich angetan: „Ich weiß noch, wie es früher war. Das haben die wirklich gut hingekriegt.

Hingekriegt haben sie auch das Gesamtbild. Der Rundbogen der Bühne fügt sich harmonisch in die Front des Bades ein. Gerade das war für die Haupt-Organisatorin des Sommer-Programms, Stefanie Kürten, wichtig. „Die Bühne ist auch optisch wirklich schön konzipiert, sie passt genau vor das „Kaiser-Wilhelms-Bad und umgibt ihn wie ein goldener Schnitt.“

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