Bei Regen wird es auf dem Schotter-Parkplatz auf dem Klinik-Campus matschig. Eine Parkordnung gibt es nicht. Foto: Reichwein
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Bei Regen wird es auf dem Schotter-Parkplatz auf dem Klinik-Campus matschig. Eine Parkordnung gibt es nicht. Foto:

Keine Parkplätze

Park-Irrsinn: Um die Klinik im Bad Homburg wird es immer enger

Die Parkplatz-Situation rund um die Hochtaunus-Kliniken in Bad Homburg ist ein großes Ärgernis. Und eine Dauer-Lösung lässt weiter auf sich warten. 

Bad Homburg - Das Parkhaus auf dem Gelände der Hochtaunus-Kliniken ist gut frequentiert. Meist ist es, obwohl mehrstöckig, an Werktagen schon gegen 10 Uhr voll. Viele der Plätze darin sind dem Klinik-Personal vorbehalten. Die Plätze entlang der Magistrale - der Fahrstraße auf der Mittelachse des Klinik-Geländes - sind für Ärzte oder Behinderten bestimmt. 

Parken in Bad Homburg: Schwierige Situation

Weitere Parkmöglichkeiten gibt es rund um das Ärztehaus, doch auch hier stehen Schilder wie "Pathologie". Um einen freien Platz ohne Bestimmung zu finden, muss man Glück haben.

Besuchern und ambulanten Patienten bleibt oft nur der Schotter-Parkplatz zwischen Rettungswache und neuem Schwesternwohnheim - er war eigentlich als Behelfslösung gedacht, solange auf dem Campus noch gebaut wird. Doch allmählich sind alle Bauplätze gefüllt, die Autos auf dem Campus werden nicht weniger, und sogar der ungeliebte Schotter-Parkplatz ist oft gut gefüllt. Für Patienten mit Rollator oder Rollstuhl der Klinik, die allein zu einer Behandlung kommen und sonst nirgendwo einen Parkplatz finden, kann dieser Untergrund zum Problem werden. Und für alle anderen Besucher, die dort parken, ist er bei nassem Wetter eine matschige Angelegenheit. Denn der rote Sand hinterlässt seine Spuren an Schuhwerk und Wagen.

Bad Homburg: Klinik will weiteres Parkhaus

Spätestens wenn Personalwohnhaus und psychiatrisches Krankenhaus fertig sind - beide sind im Bau -, wird es noch enger auf dem Campus der Klinik. Das Personalwohnhaus ist, wie Dr. Julia Hefty, Geschäftsführerin der Hochtaunus-Kliniken, berichtet, von Februar an bezugsfertig mit 93 zusätzlichen Stellplätzen, Vitos will im Juli 2020 eröffnen und bringt unterirdisch 100 Autos unter. "Entspannung wird erst eintreten, wenn wir ein weiteres Parkhaus bauen können", sagt Hefty.

Baulich möglich sei auch, auf dem bestehenden Parkhaus der Klinik aufzustocken - allerdings ist die Geschossflächenzahl im derzeit gültigen Bebauungsplan für das Areal ausgereizt. "Wir werden den B-Plan noch mal anfassen, das Klinik-Areal hat Entwicklungsmöglichkeiten", hatte OB Alexander Hetjes (CDU) bei Grundsteinlegung des Personalwohnheims im Februar gesagt. "Das Parken ist kein haltbarer Zustand." Schließlich sei die Klinik "ein Pfund, mit dem Bad Homburg wuchern" könne.

Parkplatz-Not an der Klinik in Bad Homburg: Lösung im Feld?

Den B-Plan muss die Stadtverwaltung ändern, und das wolle sie auch, bekräftigt Hetjes jetzt. "Aber wir müssen wissen, was auf dem Grundstück passieren soll." Reicht der Geltungsbereich oder will der Hochtaunuskreis ins Feld erweitern - das müsse der Kreis, der über eine Zweckgesellschaft die Kliniken betreibt, mitteilen, damit die Stadt tätig werden könne.

Fehlende Parkplätze für Besucher der Klinik mit ihren diversen Gebäuden sind das eine - Hefty würde gern das bestehende Parkhaus aufstocken und auf dem Schotter-Parkplatz ein weiteres Parkhaus bauen. Doch für diese Fläche gibt es noch andere Pläne: 

Parkplatz-Katastrophe an der Klinik: Kreisverwaltung sucht Lösung

Die Kreisverwaltung prüft gerade, ob es sinnvoll ist, dass die Zentrale Rettungsleitstelle des Kreises vom Landratsamt über die Zeppelinstraße ebenfalls auf den Campus zieht. "Sie könnte im Rahmen der technischen Neuausstattung ein eigenes Gebäude beziehen, das auf dem Schotter-Parkplatz entstehen könnte", sagt Landrat Ulrich Krebs (CDU). Parkplätze könnten auf dem Baufeld integriert werden - in einer Tiefgarage oder neben dem Gebäude für die Leitstelle. "Wir werden auf dem Campus in jedem Fall zusätzliche Parkplätze schaffen", verspricht Krebs.

Bis dahin, so Klinik-Chefin Hefty, werde intern einiges getan, um die Problematik zu entschärfen: Man biete den Mitarbeitern ein kostenloses Jobticket an und werde nun Dienstfahrräder einführen, die das Personal auch privat werde nutzen dürfen.

Von Anke Hillenbrecht

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