Bauantrag wird demnächst eingereicht

Bis so ein Projekt wie die Renaturierung des Heuchelbachs zur Umsetzung gelangt, sind viele Abstimmungen vonnöten. Seitens der Stadt ist man seit vier Jahren intensiv mit dem Thema „Götzenmühle“

Bis so ein Projekt wie die Renaturierung des Heuchelbachs zur Umsetzung gelangt, sind viele Abstimmungen vonnöten. Seitens der Stadt ist man seit vier Jahren intensiv mit dem Thema „Götzenmühle“ beschäftigt, erste Überlegungen wurden schon 2012 angestrengt. Es galt, die Interessen des ursprünglichen und des neuen Eigentümers, Bauaufsicht, Untere und Obere Wasser- sowie Naturschutzbehörde, Stadtplanung, Denkmalschutz unter einen Hut zu bringen. Selbstredend erfuhr die Maßnahme ökologische Baubegleitung, Stichwort Biodiversität. So wurde nicht nur dem Ameisenbläuling zuliebe bestimmte Mahdzeiten und -intervalle vorgegeben, also nicht wundern, wenn die Naherholungswiese nicht aussieht wie englischer Rasen.

Was das nördlich des Bachs gelegene Gelände betrifft, ist noch nicht alles in trockenen Tüchern, doch die Vorzeichen stehen nach jahrelangen und intensiven Verhandlungen auf Bebauung: Nachdem eine Bauvoranfrage positiv beschieden wurde, erstellt die hsp.architekten Planungsgesellschaft Bad Homburg derzeit den Bauantrag, der noch im November eingereicht werden soll. Architekt Uwe Stoll bestätigte gegenüber der Taunus Zeitung, dass auf den rund 7500 Quadratmetern eine moderate Wohnbebauung – ein Ensemble mit fünf Wohneinheiten – entstehen soll. Eigentümer und Bauherr ist die ebenfalls in Bad Homburg ansässige Victoria Group. Wichtig dabei: Die Neubauten umfassen keine größere Fläche als die im Dezember vergangenen Jahres abgerissene Mühle und werden von der Kontur her auch dem ehemaligen Mühlenensemble angepasst. Dieser Kompromiss entstand nach vielen Verhandlungen, da es für das Gelände keinen Bebauungsplan gab.

Die auf das Jahr 1576 (vielleicht sogar noch früher und eine der ältesten Mühlen im Stadtgebiet) datierte Götzenmühle war laut Denkmalschutzgutachten nicht erhaltenswert. Nichtsdestotrotz hatte ihr Abriss Ende vergangenen Jahres für einigen Wirbel in der Kurstadt gesorgt. Viele Homburger hätten sich den Erhalt der letzten Mühle gewünscht. mmh

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