1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

Begonnenes fortführen und Neues anstoßen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

tzh_100521esser-jr_21122_4c_7
Hat seine neuerliche Kandidatur nun offiziell bekanntgegeben: der Weilroder Bürgermeister Götz Esser. © privat

Bürgermeister Götz Essser tritt noch einmal an

Weilrod -Eine Überraschung war es nicht, aber jetzt ist es offiziell: Götz Esser (FWG), seit dem 1. Juli 2017 Bürgermeister von Weilrod, denkt nicht ans Aufhören, sondern wird sich bei der Direktwahl am 12. März 2023 erneut um das Amt bewerben. Eigentlich sollte der 51-jährige Neuweilnauer am Dienstag offiziell von der FWG in deren Hauptversammlung nominiert werden. Da die jedoch wegen vieler Krankheitsausfälle abgesagt wurde, entschied Esser, die Antwort auf die immer rhetorischer werdende Frage vorab zu geben, in der Erwartung, dass die Nominierung nachgeholt wird.

Nur ein Kandidat Er bleibe natürlich FWG-Mann, trete aber wie schon beim ersten Mal als unabhängiger Kandidat an, um die Basis seiner Zustimmung noch zu verbreitern. Bei der Wahl 2017 hatten 89,5 Prozent der Wähler ihr Kreuz für Esser, der als einziger Kandidat angetreten war, gesetzt. Damit hatte Esser, der vor einem Amtsantritt über elf Jahre der Gemeindevertretung vorgestanden hatte, weit über dem FWG-Ergebnis bei der Kommunalwahl gelegen. Ob jetzt wieder nur ein Name auf dem Stimmzettel stehen wird, ist noch offen. SPD, CDU und Grüne haben sich noch nicht positioniert.

Bleibt er der einzige Kandidat?

Esser verweist auf eine positive Arbeitsbilanz und mehrere wichtige Projekte seiner Amtszeit, nimmt den Erfolg aber nicht für sich alleine in Anspruch: "Was wir geschafft haben und dazu geführt hat, dass Weilrod heute nach innen und außen so gut dasteht und den Makel des Armenhauses im Kreis abschütteln konnte, haben wir gemeinsam geschafft, klar mit der Politik und dem Team im Rathaus, aber auch mit den Bürgern." Herausforderungen, die er aber stets als Aufgaben gesehen habe, habe es in den letzten Jahren viele gegeben. In aller Regel sei es aber gelungen, sie gemeinsam zu bewältigen, sagt Esser. Er verweist auf extreme Wettererscheinungen wie Trockenheit und Hochwasser, auf zwei gemeinschafts-, nerven- und ressourcenzehrende Pandemie-Jahre, aber auch auf die neue Flüchtlingswelle nach Ausbruch des Ukraine-Krieges. Dass es ihm gelungen sei, die Basis für die Holzagentur, der heute 22 Kommunen angehören, als Antwort auf die Kartellrechtsproblematik zu legen, sei für ihn ein besonderer Markstein.

Trotz aller Probleme, vieler guten, aber auch schlechten Tage, die das Amt auch mitbringe, habe er nie "hätt' ich's bloß nicht gemacht" gedacht. Deshalb wolle er auch eine weitere Amtszeit dranhängen, zumal es gelte, Begonnenes zu Ende zu bringen und Neues anzustoßen.

Weilrod sei zwar schon lange nicht mehr das "Tal der Ahnungslosen". Dennoch gelte es den bereits begonnenen Ausbau der digitalen Infrastruktur und den 5G-Standard, der heute auch im ländlichen Raum selbstverständlich sein sollte, weiter voranzutreiben.

Alte und neue Projekte

Auch der Lückenschluss bei der Ringwasserleitung sei noch nicht fertig. Es gelte neue Gewerbegebiete zu erschließen, nach dem Ausverkauf der Ensterwiesen gebe es keine Flächen mehr, auf denen Gewerbebetriebe und Handwerker siedeln und Arbeits- sowie Ausbildungsplätze schaffen können.

Bei einem weiteren Problem, stehe man erst am Anfang: Die riesigen Waldschäden, angerichtet durch Borkenkäfer und Klimawandel, zu beheben, sei eine Aufgabe für Generationen. Bis wieder von Wald gesprochen werden könne, dauere es wohl noch Jahrzehnte. Die Weichen dafür müssten aber jetzt und in den kommenden, Jahren gestellt werden.

Auch interessant

Kommentare