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Behördennummer 115 flächendeckend

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Erste Anlaufstelle für alle Verwaltungsfragen - Bürger brauchen nicht mehr aufs Amt

Hochtaunus -Immer mehr Menschen sparen sich in Verfolgung ihrer persönlichen Angelegenheiten den Weg "aufs Amt" und erledigen die Dinge online. Ist erst einmal das Onlinezugangsgesetz komplett "am Netz", dürften noch weniger Menschen mit ihrer während der Kontaktbeschränkungen in der Pandemie gesammelten Erfahrung persönlich in ihre Rathäuser und Landratsämter gehen.

Der Behördennummernverbund "115" ist Bestandteil der Online-Initiative der Behörden. Der Haupt-, Finanz- und Digitalisierungsausschuss (HFD) des Kreistages hat die Kreisverwaltung in seiner jüngsten Sitzung zum Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit den Kommunen des Hochtaunuskreises ermächtigt mit dem Ziel, die "115" im Kreisgebiet flächendeckend auszurollen, indem er die Vorlage des Kreisausschusses zustimmend und ohne Debatte zur Kenntnis nahm.

Die Ermächtigung soll auch gelten, wenn geringfügige Abweichungen von den Regelungen der Vereinbarung bei dem Projekt erforderlich werden sollten. Das soll der Kreisverwaltung mehr Handlungsspielraum geben und die Anpassung an kleinere Änderungen erleichtern. Zunächst ist an eine Testphase von maximal 24 Monaten gedacht. Verläuft diese erfolgreich, soll die getroffene Vereinbarung mit den Kommunen weiter fortgeführt werden.

Den Beitritt der Kreisverwaltung zum Behördennummernverbund "115" hat der Kreistag bereits in der Sitzung vom 13. Dezember 2021 beschlossen. Die Verwaltung des Hochtaunuskreises greift dabei auf das Servicecenter der Stadt Frankfurt zu. Zuvor hatten die Verwaltungschefs der Kreiskommunen in der Bürgermeisterdienstversammlung Ende November ihre grundsätzliche Zustimmung zum Beitritt erteilt.

Sensor für die Bedürfnisse

der Kundschaft

Die "115" ist die erste Anlaufstelle für alle Verwaltungsfragen. Ob Reisepass, Geburtsurkunde oder Wohngeld: Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr werden die häufigsten Anfragen von Bürgern direkt geklärt, unabhängig davon, welche Behörde in Bund, Ländern oder Kommunen zuständig ist.

Erster Kreisbeigeordneter Thorsten Schorr (CDU) begründet die Initiative mit dem Ergebnis einer repräsentativen Bürgerbefragung für den Deutschland-Index 2021 zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) in Ländern und Kommunen. Diese habe bestätigt, dass immer mehr Menschen ihre Behördengänge online erledigen. Die "115" habe sich auf die Fahnen geschrieben, die Bürger durch die neue Vielfalt an Online-Leistungen zu lotsen. Außer telefonischen Auskünften sollen künftig auch Fragen zur Nutzung von Online-Angeboten der öffentlichen Verwaltung beantwortet werden.

Aus der "115" ergeben sich eine Reihe von Vorteilen für Bürger und Behörden, erklärte Schorr. Die Verwaltungen würden bei Standardfragen entlastet, der Service für die Bürger werde verbessert und schneller, vor allem in strukturschwächeren Gebieten und dem ländlichen Raum. Auch sei die Service-Nummer für die Verwaltungen ein Sensor für die Bedürfnisse der Bürger.

Die Kosten für die Umsetzung der flächendeckenden Einführung der "115" werden dem Kreis vom Land Hessen für die ersten zwei Jahre ersetzt. Für die anschließende weitere Zusammenarbeit mit dem Servicecenter der Stadt Frankfurt müssen vom Kreis jährlich 32 000 Euro aufgebracht werden. as

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