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Behutsame Entwicklung

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Sarah Menzebach (TTS, li.), Fachbereichsleiterin Tourismus im Hochtaunuskreis (von links), Schmittens Bürgermeisterin Julia Krügers und Landrat Ulrich Krebs (beide CDU) stellten das Konzept vor. © Red

Schmitten. »Gut Ding will Weile haben«, weiß der Volksmund. Das gilt nicht nur für das Feldberghaus. Landrat Ulrich Krebs (CDU) geht davon aus, dass dort die Gastronomie und der Laden mit regionalen Produkten im zweiten Quartal, »um Ostern herum«, öffnen. Dies ist aber nur ein Baustein, um den Feldberg attraktiver zu machen, wurde gestern beim Pressetermin im Schmittener Rathaus deutlich.

»Weder der Kreis noch die Gemeinde Schmitten wollen dort einen touristischen Hotspot«, sagte Krebs. Er hatte für den Montagmorgen mit Schmittens Bürgermeisterin Julia Krügers (CDU) zur Pressekonferenz eingeladen, bevor gestern Abend der Haupt-, Finanz- und Digitalisierungsausschuss des Kreises über den »Strategieplan Feldbergplateau« abstimmen sollte.

Bei dem vorgelegten Plan geht es um die behutsame und nachhaltige gemeinsame Weiterentwicklung des Feldbergplateaus. Der Taunus solle als Standort für den regionalen Nah- und Tagestourismus, aber auch als (Kurz-)Urlaubsdestination gestärkt werden. »Ziel ist ökologischer naturnaher Tourismus, wobei wir auch den Autoverkehr und die Finanzen im Blick haben müssen«, so Krügers.

Barrierefreier Rundweg

Auf Basis bestehender Angebote und Einrichtungen unter Beteiligung der Gemeinde Schmitten und des Naturparks Taunus soll von einem Architekturbüro eine vom Kreis finanzierte Studie zur Gestaltung des Plateaus und des unmittelbaren Feldberggebiets erstellt werden. Die Gestaltung des Feldbergplateaus soll natürlich anmutend sein, mit Holz und robusten und pflegeleichten natürlichen Materialien, orientiert am Erscheinungsbild im Naturpark Taunus.

Für den Plateaurundweg soll geprüft werden, ob ein rollstuhlgerechter Ausbau möglich ist. »Da haben Bauaufsicht und Untere Naturschutzbehörde mitzureden«, so Krebs. Der Spielplatz auf dem Plateau soll unter dem Thema »Römer« erweitert werden, möglichst auch für spielerische Bildungsangebote.

Voraussetzung für die Planung neuer Projekte sei die Sicherstellung der Pflege, Instandhaltung und Aufwertung der vorhandenen Angebote. Eine Steuerungsgruppe, der alle Flächeneigentümer auf dem Plateau angehören, stellt einen für alle verbindlichen Pflege- und Maßnahmenplan auf. In Abstimmung mit dem Naturpark Taunus hat die Gemeinde Schmitten bereits zusätzliche Müllbehälter, Hundekotbeutelspender und Aschenbecher angebracht.

Das Verkehrs- und Besucherlenkungskonzept für das Plateau mit Fokus auf der Parkraumbewirtschaftung ist Aufgabe der Gemeinde Schmitten. Aus Sicht von Krügers muss die Zufahrt zum Plateau geregelt werden, damit der »Suchverkehr« nicht länger immer wieder einen Verkehrskollaps verursacht.

Parken soll etwas kosten

Die Bürgermeisterin ist der Auffassung: »Parken auf dem Gipfel sollte etwas kosten.« Ob die anderen Parkplätze kostenfrei bleiben, dazu sagte Krebs: »Wir haben nicht vor, Parkgebühren einzuführen, aber es muss klar sein, dass der ganze Service bis hin zu den WC-Anlagen kostet. Das wird ein Thema der nächsten Jahre sein.« Zur besseren Besucher-Lenkung sollte es attraktive Erlebnispunkte auch an anderen Stellen im Feldberggebiet geben, sodass sich die Besucher besser auf die vorhandenen Parkplätze verteilen. Dazu sollen Beschilderung und Nummerierung aller Parkplätze analog zum bereits bestehenden Online-Konzept schnellstmöglich umgesetzt werfen.

In Zusammenarbeit mit der Hochschule Heilbronn hat die Gemeinde Schmitten für das Sommersemester vier Studentinnen gewonnen, die weitere Bausteine zur Besucherlenkung bringen könnten. Sie werden auch aktuelle Zahlen zur Besucherstruktur ermitteln als Grundlage für weitere Projekte. Bereits im Kreishaushalt eingestellt sind Mittel für die Machbarkeitsstudie zu einer touristischen Seilbahn zwischen Hohemark und Feldbergplateau.

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