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Bei der TSG Wehrheim »lebt der Verein«

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Der Vorsitzende der TSG Wehrheim, Thomas Wagner (links), ist stolz auf die Treue der langjährigen Mitglieder. © Ingrid Schmah-Albert

Wehrheim (sai). »Bei uns lebt der Verein« - Mit diesen Worten lobte Vorsitzender Thomas Wagner bei der Jahreshauptversammlung der TSG Wehrheim den Zusammenhalt trotz zwei Jahren pandemiebedingter Einschränkungen.

Dieser zeige sich unter anderem daran, dass trotz Trainingsausfälle und Wegfall der Vereinsveranstaltungen, die neben den finanziellen Aspekten auch identifikationsstiftend sind, kaum Austritte zu verzeichnen waren und auch die Sponsoren »voll hinter uns standen«. Dass sich die Sportangebote wieder steigender Nachfrage erfreuen, zeige sich vor allem bei den Kindern. »Die Kinder strömen wieder zu uns, danke daher an die Trainerinnen«, sagte Wagner in Richtung der Abteilungsleiter, die - ebenso wie der Vorstand selbst und der Ältestenrat - alle in ihren Ämtern bestätigt wurden.

Ein dickes Lob ging auch in Richtung Kassenwart, der mit einer sehr umsichtigen Wirtschaftspolitik trotz der großen Einnahmeneinbußen einen guten Kassenabschluss vorlegen konnte. Dabei hatte der Verein für die neue Sporthalle etliche Anschaffungen getätigt. So seien etwa 10 000 Euro in die Grundausstattung geflossen - eine Summe, die eigentlich vonseiten der Gemeinde hätte geleistet werden sollen, wie Kassenwart Michael Muhs darlegte. Auch die Tischtennisabteilung hatte 4000 Euro investiert. 10 500 Euro wurden für das Leichtathletik-Funktionshaus ausgegeben, zählte Muhs weiter auf. Dennoch sollen die Mitgliedsbeiträge konstant bleiben und nicht erhöht werden, so der Beschluss.

Wurfhaus für den Diskussport?

Ob und wenn ja, welche weiteren Ausstattungen auf dem Sportgelände vorgenommen werden können, sei noch in der »Überlegungsphase«, informierte Wagner. Sollte ein Wurfhaus, zum Beispiel für den Diskussport, gebaut werden, so käme dafür nur der Hartplatz infrage. Ob dieser dafür aber verwendet werden kann, müsse erst noch intern geklärt werden. Außerdem müssten überhaupt erst Angebote eingeholt werden, um einen Überblick über die Kosten zu erhalten. Auch beim Rasenplatz habe man sowohl die Kosten als auch die Bedeutung der Trinkwasserversorgung in heißen Sommern im Blick. Es könne nicht sein, dass man wertvolles Trinkwasser für einen sattgrünen Rasenplatz verwende, wenn gleichzeitig Knappheit bestehe, erklärte Wagner.

So kam das Stichwort Kunstrasenplatz auf. Allerdings seien das alles noch ungelegte Eier. »Auf jeden Fall ist es Quatsch, den Hartplatz in einen Kunstrasenplatz zu verwandeln, wenn wir ja einen Rasenplatz haben, aber diesen eventuell für einen Kunstrasen zu ersetzen, könnte man sich schon überlegen angesichts des Wasserverbrauchs«, dachte Wagner laut nach.

Doppelbelastung bald beendet

Die Laufbahn soll demnächst gereinigt und mit neuen Markierungen versehen werden, kündigte Wagner die nächsten Maßnahmen auf dem Sportgelände an. Die Kosten hierfür würden zu zwei Dritteln von der Gemeinde getragen, sodass die TSG »nur« ein Drittel selbst finanzieren müsse.

Beim Thema Finanzierung teilten Wagner und Muhs auch mit, dass der restliche Kredit für das Vereinsheim im Herbst zurückbezahlt werde, sodass man diesbezüglich schuldenfrei werde. Das entlaste den Verein erheblich, denn zurzeit müsse man mit der Tilgung des Darlehens und der Miete der neuen Sporthalle eine Doppelbelastung tragen. »Ab 2023 müssen wir trotzdem die Preise für die Anmietung der Vereinsräume erhöhen, das wird vor allem durch die enorm gestiegenen Energiekosten nötig«, kündigte Wagner an.

Allerdings werde hier stärker zwischen Mitgliedern und Nichtmitgliedern unterschieden als bisher: Für die Nutzung des Vereinsheims sollen dann 380 Euro Miete für Nichtmitglieder sowie 280 Euro für TSG-Mitglieder fällig werden - der Unterschied steigt damit von 50 auf 100 Euro.

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