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Alleine die Sternsinger des katholischen Kirchortes St. Laurentius in Usingen haben 3420 Euro für ein Kinderhilfsprojekt in Peru gesammelt.

Bewundernswertes Engagement: Sternsinger sammeln über 35 000 Euro

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Seit Jahrhunderten ziehen Kinder zu Jahresbeginn beim ,Dreikönigssingen’ in den katholischen Pfarreien von Haus zu Haus. Auch im Usinger Land folgten in diesem Jahr viele Sternsinger der Tradition, um für ein karitatives Projekt zu sammeln. Mit beachtlichem Erfolg.

Sie verschließen nicht die Augen vor den ungleichen Chancen und Lebensbedingungen, die Gleichaltrige in anderen Teilen dieser Welt im Vergleich mit denen in Deutschland haben. Auch in Zeiten, in denen Solidarität und Engagement für Menschen, die weit weg von unserem Wohlstand in der ’Dritten Welt’ leben, nicht mehr selbstverständlich sind, bleiben die Sternsinger einer jahrhundertealten Tradition treu.

„Segen bringen, Segen sein“, lautet seit jeher der Grundgedanke der Sternsinger-Aktion in den katholischen Kirchengemeinden. „Den teilnehmenden Kindern wird durch die Aktion ein Weitblick ermöglicht, indem sie auf die Lebensbedingungen und den Alltag von Kindern in anderen Ländern aufmerksam gemacht werden“, benennt Pastoralreferentin Hanna Schäfer den tieferen Sinn.

Hilfe für andere Kinder

Durch ihr besonderes Engagement können sie die Lebenswelt der benachteiligten Kinder ein kleines Stückchen verbessern. Und das lässt sich in barer Münze beziffern: Bei der diesjährigen Sternsinger-Aktion wurden in der gesamten Pfarrei St. Franziskus und Klara im Usinger Land über 35 000 Euro für verschiedene Kinder-Hilfsprojekte in anderen Kontinenten gesammelt.

Beim Brauch des ,Dreikönigssingen’ werden die Kinder und Jugendlichen Teil von etwas ganz großem, der Gemeinschaft der Sternsinger. Alleine in Grävenwiesbach mit seinen sechs Ortsteilen waren 35 Kinder mit 13 Erwachsenen unterschiedlicher Konfessionen unterwegs. „Unsere Sternsinger haben 5793,19 Euro für ein Caritas-Projekt in Jordanien gesammelt, das vom Kindermissionswerk unterstützt wird“, teilt dazu Claudia Paesler-Lehr aus dem Kirchort St. Konrad in Grävenwiesbach mit. Überall im Usinger Land wurden Sternsinger ausgesendet und gesegnet, so dass sie den Segen Gottes von Haus zu Haus bringen konnten.

Mit Spaß dabei

Christus mansionem benedicat (CMB) – Gott segne dieses Haus – schrieben sie nach ihrem Besuch über den Eingang der besuchten Häuser. Der Segen Gottes, den sie den Menschen bringen sowie die Begegnung mit den Kindern, seien für die Gemeindemitglieder nach wie vor von besonderer Bedeutung, erklärt Schäfer.

„Ich bin jedes Jahr aufs Neue angetan, mit welcher Freude und Ausdauer die Kinder mit dieser Aktion Gottes Segen in die Häuser tragen“, sagt ihr Wehrheimer Kollege Thomas Klix. „Die Menschen, die besucht werden, erwarten diesen Segensbesuch mit Freude und Dankbarkeit und zeigen das mit einer großzügigen Spende.“

Am Ende des Tages freuen sich die teilnehmenden Kinder und seien zu Recht stolz auf das, was sie gesammelt haben. Selbst von den Süßigkeiten, die die Wehrheimer Sternsinger geschenkt bekommen, geben sie einen Großteil an die Tafel ab. Sie wollen auch vor Ort noch einmal bedürftige Kinder erfreuen.

„Es ist eine großartige Aktion, die sowohl bei den teilnehmenden Kindern als auch den besuchten Personen hoch im Kurs steht“, sagt Klix. „Ohne das Engagement der Erwachsenen, die die Organisation übernehmen, wäre die Aktion aber überhaupt nicht möglich.“

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