So werden sie mal aussehen, die neuen Stadtbusse in Bad Homburg, Oberursel und Friedrichsdorf. Nur, dass dann wohl nicht Homburgs OB Alexander Hetjes am Steuer sitzen wird. Tobias Heinemann (re.) und Max Kaiser von der Transdev werden 50 dieser rollenden Prachtstücke bestellen.
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So werden sie mal aussehen, die neuen Stadtbusse in Bad Homburg, Oberursel und Friedrichsdorf. Nur, dass dann wohl nicht Homburgs OB Alexander Hetjes am Steuer sitzen wird. Tobias Heinemann (re.) und Max Kaiser von der Transdev werden 50 dieser rollenden Prachtstücke bestellen.

Busverkehr im Taunus

Es bleibt bei Transdev

  • Marc Kolbe
    vonMarc Kolbe
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Der bisherige Busbetreiber, die Transdev, wird auch in den kommenden Jahren die Homburger, Oberurseler und Friedrichsdorfer von A nach B transportieren – und das in komfortablen neuen Fahrzeugen.

Der Beginn der Zusammenarbeit war – na ja, sagen wir mal holprig. Doch das war nachvollziehbar, schließlich hatte die Transdev Ende vergangenen Jahres extrem kurzfristig für die Verkehrsgesellschaft Mittelhessen (VM) die Stadtbusverkehre in Bad Homburg und Oberursel übernommen. Das schlug sich vor allem in stark veralteten Bussen nieder, die zum Teil nicht über Fahrkartenautomaten verfügten. Zudem war die Beschriftung an den Fahrzeugen – so weit vorhanden – vielfach irreführend.

Dennoch: Die Transdev Rhein-Main GmbH wird mit der Marke Alpina auch in den kommenden acht Jahren alle städtischen Buslinien in Bad Homburg, Oberursel und Friedrichsdorf betreiben. Das Unternehmen hatte sich in der Ausschreibung durchgesetzt, bestätigte gestern Stadtsprecher Andreas Möring. „Es hat eine ausreichende Zahl an Bewerbern gegeben, was letztlich zu fairen Preisen geführt hat“, so der Stadtsprecher weiter. Die genaue Zahl der Bewerber lasse sich nur schwer benennen, da die drei Busverkehre in sogenannten Einzellosen und in verschiedenen Kombinationen ausgeschrieben wurden.

Bei der Ausschreibung hat sich die Transdev, nach eigener Aussage Deutschlands größter privater Verkehrsbetrieb, mit ihrem Gesamtangebot für die drei Teillose – die Stadtbusverkehre in Bad Homburg, Oberursel, Friedrichsdorf – durchgesetzt und damit alle ausgeschriebenen Verkehrsleistungen „gewonnen“. Nachdem sich die Stadt Bad Homburg und die Stadtwerke Oberursel von der VM getrennt hatten, hatte die Transdev einen Übergangsvertrag für ein Jahr mit insgesamt 33 Linien und rund 50 Bussen abgeschlossen.

„Ich freue mich sehr über die Entscheidung der Vergabestelle für Transdev. Wir kennen das Unternehmen bei der Stadt bereits als zuverlässigen Partner. In Bad Homburg fahren dann vom 1. Januar an modernste und leise Stadtbusse – das ist eine sehr gute Nachricht“, freut sich Homburgs OB, Alexander Hetjes (CDU).

Der jetzt erteilte Folgeauftrag beginnt am 1. Januar 2017 und endet am 31. Dezember 2024 – inklusive einer Verlängerungsoption von zwei Jahren. Insgesamt umfasst das künftige Verkehrsangebot 38 Linien in den drei Städten, was 2,75 Millionen Kilometer im Jahr bedeutet: 1,93 in Bad Homburg, 560 000 in Oberursel und 250 000 in Friedrichsdorf. Für den Betrieb will das Unternehmen mehr als 50 Busse in einem Gesamtwert von über 11 Millionen Euro anschaffen (siehe ZUM THEMA). Dabei soll es sich um „hochmoderne Niederflurbusse“, handeln, die der aktuellen Abgasnorm Euro VI entsprechen. Die Fahrzeuge sollen mit neuartigen Fahrgastinformationseinrichtungen ausgestattet werden. „Darüber hinaus tragen die umweltfreundlicheren elektrischen Klimaanlagen an Bord durch optimierte Luftausströmung und -verteilung zu behaglichen Temperaturen und mehr Reisekomfort bei“, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung von Stadt und Transdev. Für die Sicherheit der Fahrgäste im Bus und Verkehrsteilnehmer außen sollen zusätzliche Videoüberwachung und LED-Scheinwerfer sorgen.

„Es freut uns sehr, dass die Qualität unseres derzeitigen Engagements in Bad Homburg und Oberursel die Aufgabenträger überzeugt hat und wir uns gegen starke Konkurrenz mit unserem Angebot für den Folgeauftrag durchsetzen konnten“, sagt Christian Schreyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Transdev GmbH.

Und für die Fahrer hat der Geschäftsführer der Transdev Rhein-Main GmbH, Max Kaiser, auch eine gute Nachricht: Da der neue Auftrag ein größeres Volumen wie der aktuelle Interimsauftrag habe, bleiben alle der zum Jahreswechsel von Transdev neu geschaffenen Arbeitsplätze erhalten. „Wir sind sehr erleichtert, dass wir mit dem Nachfolgeauftrag die Arbeitsplätze vor Ort langfristig sichern und den Mitarbeitern nun eine klare Zukunftsperspektive bieten können“, sagt Kaiser.

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