Warten aufs Angebot

Brunnensanierung könnte im Dutzend billiger werden

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Der Brief, den der Ortsbeirat Niederlauken ans Rathaus schickt, dürfte fast schon als Päckchen durchgehen. Er enthält eine Reihe von Wünschen, Forderungen und Vorschlägen, darunter ein Radweg von „Laake nach Gemünne“.

Weilrod hat 13 Ortsteile und die meisten von ihnen haben mindestens einen Dorfbrunnen. Die in der Regel aus Metall gefertigten Tröge stammen zumeist aus derselben Zeit und werden mehr oder weniger gleichzeitig marode. Sie rosten schneller als sie frisch gestrichen werden können und schlagen leck.

Derzeit stehen mehrere Dorfbrunnen auf dem Operationsplan und die Gemeinde hat gerade ein Angebot eines Oberurseler Fachbetriebs für Brunnensanierung angefordert, in der Hoffnung, dass es „im Dutzend billiger“ geht. Auch die Brunnen in Niederlauken sind nicht mehr ganz dicht. Sie sollten eigentlich mit Mitteln aus dem Ortsbeiratsbudget wieder „in die Reihe gebracht werden“. Nun aber hat sich das Gremium entschieden, erst einmal das Angebot aus Oberursel abzuwarten.

Das könnte das Budget, zurzeit liegen 1280 Euro im Sparstrumpf, entlasten. Deshalb soll nun nach „gut gebrauchten“ Industriespülmaschinen gesucht und Preisvergleiche eingeholt werden. Der Geschirrspüler im DGH dürfte es nämlich nicht mehr all zu lange machen. Damit wird das Budget weitestgehend aufgebraucht sein, was aber auch gut ist, denn der Rest aus 2017 müsste sonst an die Gemeindekasse zurückfließen.

Tappt Niederlauken teilweise im Dunkeln? In der Tat erweckten mehrere Wortbeiträge von zur Sitzung ins neue Feuerwehrdomizil gekommenen Bürgern diesen Eindruck. So monierte Klaus Wilke „Angstzonen“, die nach der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik übrig geblieben seien. Die Ausleuchtung sei an manchen Stellen mangelhaft. Auch beklagte Wilke, dass die von der Gemeinde angekündigten Kontrollfahrten nach der Umstellung offenbar um Niederlauken herumgeführt hätten. Das will der Ortsbeirat nun aufgreifen und bei der Gemeinde auf Erfüllung drängen. Gleichzeitig soll an einen erstmals 2009 gestellten Antrag, im Amselweg eine zusätzliche Leuchte zu installieren, erinnert werden.

Der Brief ans Rathaus wird immer dicker: So soll auf einen Vorschlag von Bürgern, der auch vom Radfahrbeauftragten der Gemeinde, Hans Lange, vehement befürwortet wurde, geprüft werden, ob es Möglichkeiten gibt, einen Radweg in der Talaue zwischen Niederlauken und Gemünden anzulegen. Der diene dann nicht nur der Verkehrssicherheit, sondern auch dem Tourismus, warb Lange für die Idee.

Wie wahrscheinlich der Radweg ist, weiß im Ortsbeirat natürlich niemand, ganz ähnlich wie beim Vorschlag der Feuerwehr, die Toiletten im DGH von außen begehbar zu machen, weil es die Durchführung von Festen erleichtere. So recht wollte sich im Ortsbeirat niemand dafür erwärmen, die meisten enthielten sich und Ortsvorsteher Roland Pietzonka (FWG) war sogar dagegen. Zwei Feste im Jahr – das Dorffest und das Spanferkelessen, dafür lohne sich das wohl kaum. Dennoch will man den Vorschlag ans Rathaus weiterleiten. Ein anderes Drängen der Feuerwehr soll indes vom Ortsbeirat unterstützt werden: Nach wie vor steht die bereits seit Jahren diskutierte Reparatur des Daches vom Alten Rathaus in den Sternen, die man durch die Sparren zwar noch nicht sieht, aber: Bei Starkregen dringe Wasser ein, was dem Gebälk bestimmt nicht zuträglich sei, hieß es. Das Dach kam also auch in die Rathauspost.

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