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CDU lüftet am Freitag das Geheimnis

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Gegenkandidat soll Neu-Anspachs Bürgermeister Thomas Pauli (SPD) ablösen

Neu-Anspach -Bei der Bürgermeisterwahl 2017 haben neben dem späteren Wahlgewinner Thomas Pauli (SPD) zwei weitere Kandidaten um den wichtigsten Verwaltungsposten gekämpft: der seinerzeitige Amtsinhaber Klaus Hoffmann (CDU) und der heutige NBL-Chef Andreas Moses. Doch mit wem wird es Pauli diesmal zu tun bekommen? Auf jeden Fall mit einem Gegenkandidaten der CDU - soviel steht fest. Die Christdemokraten haben angekündigt, "einen Bewerber oder eine Bewerberin" aufstellen zu wollen. Danach will der Vorstand diesen den Mitgliedern am kommenden Freitag (20 Uhr, Bürgerhaus) präsentieren.

Für die CDU als stärkste Fraktion und Meinungsführer in der Stadtverordnetenversammlung sei das selbstverständlich, sagt Parteichef Uwe Kraft in einem Gespräch mit dieser Zeitung, an dem auch seine beiden Stellvertreter Corinna Bosch und Jan Muschter sowie Fraktionschef Birger Strutz teilnehmen. Er sei immer wieder von Bürgern darauf angesprochen worden. Auch sei es in einer Demokratie wichtig, eine Alternative zu haben.

"Lieb und nett, aber fachlich ..."

Zudem sei die CDU mit der Arbeit von Bürgermeister Pauli nicht zufrieden, erklärt Kraft. "Er ist zwar ein sehr lieber und netter Menschen", lasse aber im Fachlichen und bei der Umsetzung einiges zu wünschen übrig. Außerdem führe und kommuniziere er zu wenig, sagt der Christdemokrat. "Die Präsenzzeiten von ihm im Rathaus sind nicht so toll."

So seien die Bürger, die sich beim Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) engagiert haben, enttäuscht, weil ihre Vorschläge nicht umgesetzt würden. Anderes Beispiel: Vor mehr als einem Jahr sei beantragt worden, die Verträge mit den Vereinen hinsichtlich der Pflege der Sportstätten zu modifizieren - mit dem Ziel, die Stadt zu entlasten. So habe die SG Hausen der Stadt längst einen neuen Vertragsentwurf übergeben. "Doch es ist nichts gemacht worden", erklärt der CDU-Vorsitzende. "Und das frustriert auch die Vereinsvertreter."

Auch die Haushaltssituation beschäftigt die Christdemokraten. Jahrelang habe die Stadt mit einem Defizit und einem nicht genehmigten Etat gelebt, doch nun habe sich die Lage dank höherer Steuereinnahmen ein wenig entspannt. Aber: "Darauf darf sich Pauli nicht ausruhen." Dieser habe eigentlich mehr erreichen wollen, doch wenn Geld fehle, drehe er einfach an der Gebührenschraube.

Kritik an Gebührenpolitik

Das aber sei mit der CDU nicht zu machen. "Es ist verheerend, denn die Menschen können eine höhere Grundsteuer nicht mehr verkraften. Sie müssen entlastet werden."

Ein CDU-Mann soll es nun richten, doch einen Namen wollen Kraft und seine Parteikollegen noch nicht nennen. Zunächst sollen die Mitglieder informiert werden. Nur so viel: Der Mann - oder die Frau - welche die Geschicke der Stadt lenken soll, ist laut Anforderungsprofil in der Kommunalpolitik versiert und verfügt über betriebswirtschaftliches Know-how. Der Kandidat sei kommunikativ und werde mit Bürgern, den ISEK-Gruppen und dem Gewerbe das Gespräch suchen.

Und natürlich mit den Mitarbeitern im Rathaus, denn auffällig sei, so stellt Bosch fest, dass die Fluktuation beim Personal seit Paulis Amtsantritt sehr groß sei, und das sei für die Stadt sehr zu bedauern und vor allem angesichts der bevorstehenden Aufgaben gerade im Bereich der Kinderbetreuung sehr schlecht.

"Wir wünschen uns in der Verwaltung eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe." Die Kandidatensuche soll übrigens, so erklärt Bosch, sehr einfach gewesen sein. "Wir sind schnell fündig geworden." Die CDU verfüge über "einige fähige Menschen", die in Frage gekommen wären. Am Ende aber habe sich alles auf eine Person zugespitzt.

Der Bewerber wird es gegen den Amtsinhaber trotzdem nicht leicht haben, das weiß auch Strutz. Pauli aber suche einfach viel zu wenig das persönliche Gespräch, finden der Fraktionsvorsitzende und sein Kollege Muschter und führen die Diskussion über den ursprünglich geplanten Verkauf des Sportplatzes an der Adolf-Reichwein-Schule und das Bauprojekt in der Feldbergstraße an. "Das geht nicht nur über Videocall." pet

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