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Corona bremst auch Friedrichsthaler Wehr aus

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Nicole Herbach, Carina Jannusch, Romana Kreuz, Petra Wenzel, Daniel Cimander und Nils Herbach vom Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsthal nach der straff geführten Dienstversammlung. © Christina Jung

Wehrheim-Friedrichsthal (cju). Petra Wenzel macht als Vorsitzende des Feuerwehrvereins der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsthal weiter. »In den Wirren von Corona ist das Wählen fast in Vergessenheit geraten, aber jetzt möchte ich gerne für dieses Amt kandidieren«, so Wenzel. Die Versammlung folgte dem Vorschlag.

Straff geführt ging die Jahreshauptversammlung zügig über die Bühne. Wehrführer Daniel Cimander hatte wenig zu berichten, da coronabedingt der Übungsplan der Wehr ziemlich durcheinander gewirbelt wurde. In der Einsatzabteilung sind derzeit 15 aktive Mitglieder. Dennoch waren es knapp einhundert Stunden, die man investierte. Die Jugendwehr und auch die Feuerwehr-Kids, so stellvertretender Jugendwart Nils Herbach und die Chefin der Feuerwehr-Kids, Nicole Herbach, gaben in ihren Berichten bekannt, dass auch hier wenig möglich war, weil das Virus 2021 die meisten Aktivitäten ausgebremst hatte. Umso schöner sei es, dass man jetzt wieder mehr machen könne.

Nils Herbach kündigte an, dass die Jugendwehr beim Apfelblütenfest vertreten sein werde und auch beim Dorffest Ende Mai will man wieder Flagge zeigen und Kuchen verkaufen. Neun Jugendliche sind in der Jugendwehr. Die Feuerwehr-Kids zählen 16, wie Nicole Herbach darlegte. Im Alter von sechs bis zehn Jahren werden sie spielerisch an die Feuerwehr herangeführt: »Wir bereiten die Kids gerade auf das Abzeichen »Tatze« vor und wir machen auch wieder Übungen«.

Petra Wenzel konnte für den Feuerwehrverein mitteilen, dass die Zahl der Mitglieder mit 127 stabil sei. Coronabedingt sei vieles - Dorffest, Kerb und Familientag - ausgefallen. Umso schöner dann, dass die Weihnachtsfeier stattfinden konnte. Im Rahmen dieser Feier wurden Ehrungen durchgeführt. So erhielten Franz-Josef Salzmann und Alfred Meurer, der bereits Ehrenvorsitzender ist, für ihre 50 Jahre währende Treue eine Urkunde sowie die Goldene Vereinsnadel. Andere Ehrungen konnten nicht durchgeführt werden, da nicht alle Jubilare anwesend waren. In diesem Jahr soll das Dorffest wieder stattfinden können, so Wenzel weiter.

Warum noch kein Stammtisch?

Bevor es zum gemütlichen Teil des Abends überging, beklagte sich Alfred Meurer von der Alters- und Ehrenabteilung darüber, dass die Geselligkeit in Zeiten von Corona stark gelitten habe und er nicht verstehe, weshalb jetzt, wo es allenthalben Lockerungen gebe, ein Treffen des Stammtischs, den es seit über vierzig Jahren gibt, im Feuerwehrgerätehaus nicht möglich sei.

Gemeindebrandinspektor Markus Lezius legte dar, dass es darum gehe, die Einsatzkräfte bei Gesundheit zu halten und vor Erkrankungen und vor allem dem Coronavirus zu schützen. Deshalb dürfe derzeit in den Feuerwehrgerätehäusern nichts anderes stattfinden. Meurer fand das bedauerlich und hofft darauf, dass sich dies bald ändert. Denn der Stammtisch sei eine Institution, bei der Aktive und Fördermitglieder sowie Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung gleichermaßen willkommen seien. Die Treffen im Bürgerhaus seien keine gute Alternative. Lieber sitze man im gemütlichen Stübchen im Gerätehaus zusammen.

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