Nette Worte und bayerisches Essen gab es gestern für die vielen Helfenden in den Räumen des bisherigen Impfzentrums
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Nette Worte und bayerisches Essen gab es gestern für die vielen Helfenden in den Räumen des bisherigen Impfzentrums

Corona-Pandemie im Taunus

Dankesworte an die Helfenden

  • Anke Hillebrecht
    VonAnke Hillebrecht
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Zentrales Impfzentrum hat geschlossen - Den Piks gibt's künftig in den drei Kliniken in Bad Homburg, Königstein und Usingen

Hochtaunus -Sie war eine höchst effiziente, im Winter-Lockdown eilends aufgebaute Einrichtung - das zentrale Impfzentrum des Hochtaunuskreises im leerstehenden Hewlett-Packard-Gebäude in Ober-Eschbach. Am 30. September hat es für immer geschlossen - in einer wesentlich gelösteren Stimmung als Ende Dezember 2020, als die ersten Senioren hier ihren Piks mit Biontech bekamen. In den folgenden Wochen waren die meisten Einwohnerinnen und Einwohner aus dem Hochtaunus mal dort gewesen, um sich ihre Impfung(en) abzuholen.

Im Gebäude traf man an sieben Tagen in der Woche auf nette, professionelle Menschen. Gestern nun hatte die Verwaltung alle knapp 300 Personen, die im vergangenen Dreivierteljahr hier gearbeitet hatten, zu einem Abschiedsfest eingeladen. Dort sprach Landrat Ulrich Krebs (CDU) ihnen - allen voran den Mitarbeitenden der Hochtaunus-Kliniken - für ihren hochprofessionellen Einsatz auch an Feiertagen und ihr Engagement seinen Dank aus.

Die organisatorische Betreuung des Impfzentrums habe sie vor so manche Herausforderung gestellt - anfangs der fehlende Impfstoff, die sich immer wieder ändernden Rahmenbedingungen durch unterschiedliche Vakzine, die sich ändernde Nachfrage. "Doch das freundliche Lächeln der Impfwilligen hat uns in unserer Arbeit bestätigt", erklärte Christian Stein, Leiter des Impfzentrums.

Eine kurze Bilanz in Zahlen:

181 268 Impfungen wurden verabreicht - davon 95 571 Erst- und 82 971 Zweitimpfungen plus 2726 Auffrischungsimpfungen.

Zu Höchstzeiten waren bis zu 95 Personen pro Schicht im Einsatz.

Seit Öffnung wurde an allen 234 Tagen jeden Tag zehn Stunden lang geimpft.

Zu Beginn war das Zentrum auf maximal 1200 Impfungen pro Tag ausgelegt. Dieser Wert wurde kontinuierlich angehoben. Der Höchstwert von rund 1500 Impfungen wurde am 8. Mai erreicht.

Mehr als 62 078 digitale Impfzertifikate wurden ausgestellt.

4836 Liter Desinfektionsmittel wurden verbraucht.

181 268 Spritzen wurden benutzt und Pflaster verklebt.

Mehr als 18 000 FFP2-Masken wurden ausgegeben.

Auch wenn das bisherige Impfzentrum jetzt Geschichte ist, wird es weiterhin ein öffentliches Impfangebot im Hochtaunuskreis geben. Von heute an wird an drei kleineren Standorten weitergeimpft: Sie liegen in den Räumlichkeiten der Hochtaunus-Kliniken in Bad Homburg und Usingen sowie im St. Josefs-Krankenhaus in Königstein.

Zudem werden weiterhin mobile Impfteams im Hochtaunuskreis unterwegs sein und in Pflegeheimen, Senioreneinrichtungen, Schulen, Integrationseinrichtungen sowie solchen der Behindertenhilfe impfen, außerdem bei Veranstaltungen. "So können wir allen noch nicht Geimpften weiterhin ein einfach zugängliches Impfangebot machen, an vielen Orten mit Impfaktionen direkt in den Kommunen, auf Marktplätzen oder auch in Freizeiteinrichtungen", so Gesundheitsdezernent Thorsten Schorr (CDU).

Öffentliche Termine werden auf www.impfzentrum-hochtaunus.de bekanntgegeben. Dort können auch Termine für individuelle Impfungen an den drei Standorten in Bad Homburg, Usingen und Königstein gebucht werden. Das ist zudem telefonisch bei den Hochtaunus-Kliniken unter (0 61 72) 14-45 00 möglich. Das Telefon ist wochentags von 8 bis 20 Uhr, samstags von 10 bis 18 Uhr sowie am Sonntag von 12 bis 16 Uhr besetzt. Das Telefon in Königstein ist von Montag bis Freitag, 8 bis 20 Uhr, unter (0 61 74) 20 81 50 erreichbar. Einen Termin in Usingen bucht man Montag bis Freitag zwischen 8 und 20 Uhr unter (0 60 81) 107-40 40. Auch hier können Termine für alle drei Standorte vereinbart werden.

Bei allen mobilen Impfaktionen kann man zwischen dem mRNA-Impfstoff von Biontech sowie dem Vektor-Impfstoff von Johnson & Johnson wählen. Das Angebot richtet sich auch an Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren, die nach individueller ärztlicher Aufklärung mit Biontech geimpft werden. Bei den Impfungen in den Kliniken kann mit dem Termin auch der Impfstoff ausgewählt werden, hier steht zusätzlich Moderna zur Verfügung. Von Anke Hillebrecht

Landrat Krebs und Jessica Teichelmann, stellvertende Orga-Leiterin des Impfzentrums Bad Homburg, )werfen die Musikanlage zum Start der Feier an.

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