1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

Das Schießen als Breitensport bekannter machen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

HP_0LOK07TZH-B_145133_4c_1
Jugendtrainer Michael Pfenning, Dirk Gloede, (Schützenverein Lützow Mauloff), Jürgen Reuter (Schützenverein Drei Eichen Riedelbach) und Klaus Fischer (Schützenverein Winden) gratulieren Selina Hennig (von links) zum Sieg. © neugebauer

Schützenvereine arbeiten gut zusammen, hätten sich aber mehr Zuspruch gewünscht

Weilrod -Zielgenauigkeit war am Samstag beim Bürgerschießen im und am Schützenhaus bei Riedelbach bei verschiedenen Disziplinen gefragt. Aber mehr aus Spaß als aus Siegeswillen. Denn jeder, der es ausprobieren wollte, durfte einmal Luftgewehr- oder Bogenschießen ausprobieren. Natürlich unter Anleitung und Aufsicht.

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Gemeinde Weilrod hatten die drei Weilroder Schützenvereine - Schützenverein Winden, Drei Eichen Riedelbach und Lützow Mauloff - zu einem gemeinsamen Schützenfest eingeladen. Auf dem Parkplatz vor dem Schützenhaus hatte die Bogensportabteilung von Lützow, Mauloff, zwei Schießscheiben aufgebaut. Hans Wagner, Trainer und Leiter der Bogensportabteilung, hatte Langbogen ohne Visier sowie das entsprechende Zubehör mitgebracht. Mit einer Fingerschlinge wird der Bogen so an der Hand befestigt, dass der Schütze den Bogen nicht wirklich festhalten muss. Außerdem gibt es für den Unterarm der Haltehand einen Armschutz, damit die Sehne des Bogens, die beim Schuss am Unterarm entlang schnalzt, dort keine Blutergüsse verursacht. Und auch für die drei mittleren Finger, die die Sehne ziehen, gibt es einen Schutz.

Pfeil zischt

von selbst los

"Die Kraft kommt aus den Muskeln, die die Schulterblätter zusammenführen", erläuterte Wagner. Dann nur den Druck etwas erhöhen, und schon zischt der Pfeil praktisch wie von selbst los. Und die meisten landeten Dank der sorgsamen Erläuterung sogar auf der Zielscheibe.

Am Luftgewehrstand erklärte Markus Bill von Schützenverein Winden die richtige Technik. Der Stand der Füße leicht schräg zur Schusslinie, damit der Schütze weder rechts und links noch vor und zurück schwankt. Die Füße zunächst parallel stellen und dann leicht nach innen drehen. "Dann ist die Hüfte verriegelt", erklärte Bill. Wer wollte, ob geübter oder ungeübter Schütze, konnte am Bürgerschießen um die neue "Weilrod-Scheibe" teilnehmen. Damit auch ungeübte Schützen eine Chance hatten, gab es im Anschluss an das Schießen noch eine Reaktionsaufgabe. Hier hieß es für die 24 Teilnehmer beim Wettbewerb um die Weilrod-Scheibe, Tischtennisbälle mit dem Hammer zu treffen, die durch ein Röhrensystem mal an dieser oder einer anderen Öffnung herausflitzten.

Und das konnte Selina Henning besonders gut. Mit 98 Ringen beim Luftgewehrschießen und drei getroffenen Tischtennisbällen erreichte sie insgesamt 294 Punkte und damit den Sieg. Den zweiten Platz belegte Michael Czarniakowski mit insgesamt 252 Punkten, und der dritte Platz ging an Kim Meinke mit 237 Punkten.

Aber auch für die Kinder war gesorgt. Wer schon groß genug war, durfte mit einem der beiden Lichtgewehre schießen. Die Kleineren konnten aber auch schon ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen und dem Räuber Hotzenplotz den Hut vom Kopf werfen. Dieser "revanchierte" sich, indem er einen Schaumkuss "zurückwarf". Aber auch beim Pfeilwerfen auf die sich drehende, mit Luftballons bestückte Scheibe hatten Alt und Jung ihren Spaß. Etwas mehr Zuspruch zu der Veranstaltung hätten sich die drei Vereine gewünscht, sagte der Vorsitzende des Riedelbacher Schützenvereins, Jürgen Reuter, aber er freute sich über die gute Zusammenarbeit. Er hoffe, dass durch diesen Tag das Schießen als Breitensport bekannter geworden sei.

Auch interessant

Kommentare