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Der große Jahresrückblick in Bildern: Das hat die Menschen 2021 im Taunus bewegt

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Von: Philipp Keßler

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2021 geht als Jahr zwei der Coronavirus-Pandemie in die Geschichtsbücher ein - auch im Hochtaunuskreis. Doch es gab auch noch andere wichtige Ereignisse im Usinger Land, wie unser Jahresrückblick zeigt.

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1 / 9Das letzte Kapitel - Von 1912 bis 2014, also mehr als 100 Jahre, wurden die Kranken aus dem Usinger Land in der Nähe des Usinger Stadtzentrums im Krankenhaus betreut, seit 2014 ist das neue Krankenhaus an der B 456 in Betrieb. Im November erfolgt der Startschuss für die Abrissarbeiten auf dem Areal des alten Krankenhauses in der Hattsteiner Allee, später sollte auch noch der Abbruch der Konrad-Lorenz-Schule folgen. Bis Ende 2023 sollen auf dem Areal in drei Bauabschnitten insgesamt 220 Wohnungen entstehen, die ersten Mieter sollen bereits Ende des neuen Jahres 2022 einziehen. Derweil hat der Usinger Gewerbeverein dem einstigen Klinik-Hauptgebäude die 17. Auflage der Usinger Weihnachtskugeln gewidmet - und den Bau damit in 80-facher Ausfertigung vor dem Vergessen bewahrt. © Inka Friedrich
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2 / 9Wehren kooperieren - Ein Novum in der Geschichte der Taunus-Wehren ist eine interkommunale Zusammenarbeit mit Wehrheim, Neu-Anspach, Grävenwiesbach und Usingen. Sie wollen gemeinsam in Usingen - hier entsteht auch eine neue Wache - ein Technikzentrum bauen, um die einzelnen Wehren personell und zeitlich zu entlasten. Vier hauptamtliche Gerätewarte sollen sich dann um Fahrzeuge und Ausrüstung kümmern, denn ehrenamtlich konnten die Retter die zunehmende Aufgabenlast nicht mehr stemmen. SYMBOLFOTO: IMAGO © Imago Sportfotodienst GmbH
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3 / 9Land unter - Starker Dauerregen verbunden mit der Schneeschmelze aus der Feldbergregion führen Ende Januar zu überfluteten Kellern, Häusern und Scheunen und vielen Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehren im Usinger Land. Vor allem Weilrod ist betroffen, aber auch in Schmitten (Foto), Grävenwiesbach und Wehrheim gibt es Überschwemmungen, als die Wassermassen diverse kleinere Bäche und Flüsse wie die Weil über die Ufer treten lassen. Anfang Juni wird Neu-Anspach von Starkregen getroffen, die Usa wird zum reißenden Strom, etliche Keller laufen voll, auch das Waldschwimmbad ist stark betroffen. © Imago Sportfotodienst GmbH
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4 / 9Wenn Steine Geschichten erzählen - Aus alten Steinen neue Erkenntnisse gewinnen gehört zu den Aufgaben von Archäologen. So wie an der Landsteiner Mühle im Weiltal, wo ein Team um den renommierten Mittelalterarchäologen Dr. Joachim Zeune mehrere Ausgrabungen unternimmt - und auf einige Überraschungen stößt. So gab es vor der im 15. Jahrhundert bedeutenden Wallfahrtskirche »Unserer Lieben Frau zu Landstein« schon mindestens eine Vorgängerkirche und sogar noch ältere Bauwerke an gleicher Stelle. Die Ausgrabungsarbeiten werden im Sommer abgeschlossen, es folgt die Ausarbeitung. Später sollen per Infotafeln Touristen in die Geschichte dieses Bauwerks eintauchen können. © Red
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5 / 9Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen - Vorsichtig sein und gleichzeitig das gesellschaftliche Leben nicht komplett herunterfahren - darum geht es im zweiten Corona-Jahr für Städte, Organisationen und Veranstalter. Immer wieder müssen die Regeln der Lage angepasst werden. Bad Homburg veranstaltet 2021 den einzigen Weihnachtsmarkt im Taunus und gibt dafür eine strenge 2G-Plus-Regel aus. Auch die Kirchen suchen nach Möglichkeiten, ihrer Aufgabe in Pandemie-Zeiten gerecht zu werden. Ein besonderes Angebot im Usinger Land ist ein Gottesdienst-Bus. Pastoralreferent Andreas Korten fährt am 24. Dezember mit seinem »Boni-Bus« nach Wernborn, Neu-Anspach und Hausen-Arnsbach und bringt dort im Freien Weihnachtsstimmung zu den Menschen. © Red
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6 / 9Testen, testen, testen - Im Frühjahr hat nur ein kleiner Teil der Bürger einen Impfschutz. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, heißt es: testen, testen, testen. Im ganzen Taunus werden binnen kurzer Zeit zahlreiche Testzentren eingerichtet - teils sogar als Drive-In. Angebote gibt es am Krankenhaus, aber auch von den Hilfsdiensten, in Schulen und Sportstätten. Vor allem die Apotheker legen sich ins Zeug - darunter auch die Glocken-Apotheke in Neu-Anspach, wo sich Bürgermeister Thomas Pauli testen lässt. © Red
Impfzentrum Hochtaunuskreis Bad Homburg
7 / 9Doppelte Eröffnung im Kampf gegen die Pandemie – Es ist Anfang Juni: Sabine Dellwich lässt sich im ehemaligen Hewlett-Packard-Gebäude in Ober-Eschbach gegen Corona impfen und erhält anschließend einen großen Blumenstrauß. Das Geschenk hat einen guten Grund – die Oberurselerin hat die 100 000. Spritze bekommen, die im Impfzentrum des Hochtaunuskreises gesetzt wurde. In der Hochphase wurden allein in der zentralen Anlaufstelle des Kreises mehr als 1000 Impfungen am Tag verabreicht. Die Einrichtung, die wohl als einzigartige Maßnahme in die Taunus-Geschichte eingehen wird, ist Anfang Februar eröffnet worden. Wenige Wochen später wird auch in unzähligen Arztpraxen geimpft. Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen zusammengerechnet, werden allein in unserem Landkreis im Jahr 2021 viele Hunderttausend Spritzen gesetzt. Im September wird in dem Bürokomplex am Südring die letzte Runde eingeläutet, nach vielen Monaten Betrieb schließt das Impfzentrum zum Monatsende – aber nicht für lange. Die Delta-Variante und der Druck, möglichst viele Menschen noch vor Weihnachten zu impfen und so die vierte Welle zu brechen, bescheren dem Impfzentrum in Ober-Eschbach ein unerwartetes Comeback: Anfang Dezember öffnen sich wieder die Türen im ehemaligen Hewlett-Packard-Bau, von Mitte Dezember an sogar für Kinder ab 5 Jahren. Die Geschichte des Zentrums steht stellvertretend für das wechselvolle zweite Corona-Jahr, das von Lockdown, Distanz-Unterricht, Homeoffice, Schnelltest-Boom und einmal mehr großen Belastungen im Gesundheitsbereich geprägt ist. Der Taunus kommt gemessen an anderen Regionen vergleichsweise gut durch die Krisen-Zeit. Aber auch in der Feldbergregion sterben wieder Menschen an dem tückischen Virus, sind Pflegekräfte am Limit, muss so mancher Einzelhändler oder Gastronom aufgeben, weil Kunden und Umsätze fehlen. FOTO: HEIKO ROHDE © Red
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8 / 9Vollzug an der Urseler Straße - Der Hochtaunuskreis verkauft das ehemalige Kreiskrankenhaus im August für 50,4 Millionen Euro an die Wohnkompanie Rhein-Main, die dort das Quartier »Louis« bauen will. Noch 2021 soll mit dem Abriss begonnen werden - so weit kommt es aber dann doch noch nicht. © Red
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9 / 9E-Autos werden in den Sack gepackt - Mitglieder der Bad Homburger Feuerwehr entwickeln 2021 ein innovatives System, das dabei helfen soll, in Brand geratene Elektroautos zu sichern und abzutransportieren. Der übergroße Beutel, der nach dem ersten Löschangriff zunächst unter das Auto gezogen und dann mit Wasser gefüllt wird, verhindert, dass der Akku wieder in Brand geraten kann. Der Clou: Das Auto kann samt gefülltem (Einweg-)Beutel auf den Abschleppwagen geladen und später beim Entsorger abgestellt werden, das möglicherweise kontaminierte Wasser dringt nicht in den Untergrund ein. Das System wird im Hochtaunus flächendeckend eingeführt - eine Pionierleistung nicht nur in Hessen. Die offizielle Präsentation findet überregional Beachtung. © Red

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