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Der Ortskern soll schöner werden

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Neu-Anspach (cju). Diese Nachricht dürfte viele Menschen in Neu-Anspach freuen: Nach zweijähriger Zwangspause wegen der Corona-Pandemie soll der Nikolausmarkt in diesem Jahr Anfang Dezember endlich wieder stattfinden.

Beim Gewerbeverein ist man deshalb darum bemüht, fehlende Weihnachtsbeleuchtungen zu ersetzen und darüber hinaus den alten Ortskern aufzuwerten. So sollen die Straßenlaternen und die Pflasterung saniert werden. Auch eine Neubepflanzung soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Heinz Weidner, Vorsitzender des Neu-Anspacher Gewerbevereins, war deshalb am Donnerstagabend in die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses gekommen, um für die Anliegen der Gewerbetreibenden die Werbetrommel zu rühren. Der alte Ortskern sei das Aushängeschild und müsse endlich verschönert werden. Geld, so Weidner, könne aus den Förderprogrammen kommen.

Sind 100 000 Euro ausreichend?

Der Nikolausmarkt sei weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt und beliebt, und deshalb müsse die Weihnachtsbeleuchtung entsprechend schön sein. »Es ist nicht fünf vor zwölf, es ist nach zwölf«, appellierte er an die Mitglieder im Ausschuss.

Hier fand er einen Fürsprecher in Andreas Moses (NBL), der sich auf die Seite von Weidner stellte. Bürgermeister Thomas Pauli (SPD) berichtete aus dem Magistrat, dass Geld für die Durchführung des Weihnachtsmarktes vorhanden sei. 9000 Euro - 4500 Euro aus dem Vorjahr sowie der gleiche Betrag aus diesem Jahr - könne die Stadt dem Gewerbeverein zur Verfügung stellen. Es sei aber mehr als unsicher, ob die vom Gewerbeverein beantragten 50 000 Euro für die Weihnachtsbeleuchtung sowie weitere 50 000 Euro für Erhaltungsmaßnahmen im alten Ortskern noch in diesem Jahr wirklich aus Fördermitteln bestritten werden könnten. Es sei zudem nicht klar, ob die Summe überhaupt ausreichend sei.

Wirtschaftsförderer Oliver Lorenz erklärte dazu, dass man Fördermittel für das Projekt »Neue Mitte« beim Förderprogramm »Zukunft Innenstadt« erfolgreich beantragt habe. Diese seien aber zweckgebunden, könnten also nicht anderweitig genutzt werden.

Gewissheit im November

Man plane aber, einen zweiten Förderantrag zu stellen, bei dem dann das Projekt Alter Ortskern in Angriff genommen werden könnte. Für dieses Jahr, so auch die Verwaltungsspitze, sei der Antrag des Gewerbevereins wohl nicht zu realisieren.

Cornelia Scheer (Grüne) wollte über das Thema bei den Haushaltsberatungen sprechen, Bürgermeister Pauli schätzt, dass man bis November wisse, ob man die Fördermittel erhalten werde oder nicht. Dann könne man auch entsprechend verfahren und im Haushalt Mittel anmelden.

Von Stadtverordnetenvorsteher Holger Bellino (CDU) kam der Vorschlag, den Antrag des Gewerbevereins auf Wiedervorlage zu stellen und nach der Sommerpause erneut darüber beraten. Dies war konsensfähig.

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