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Der »Regenbogen« als Programm

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Der neue Eiscafé-Chef Carmelo Margherone wird von Bürgermeister Steffen Wernard, Gewerbevereinsvorstand Mona Homm und der Gewerbebeauftragten Ute Harmel (von links) am Café offiziell in der Usinger Innenstadt begrüßt. © Red

Usingen. Der jahrelange Leerstand hat sein Ende: Das Eiscafé in der Kreuzgasse macht endlich wieder auf. Vorerst nur mit dem Straßenverkauf, denn wie in allen Bereichen gibt’s bei der Lieferung von Mobiliar seit Monaten Engpässe. Aber die »Gelateria Arcobaleno« im ehemaligen Eiscafé San Marco (Kreuzgasse 4) ist seit dem Osterwochenende wieder mit Leben gefüllt.

Chef Carmelo Margherone (42 Jahre alt) und seine Frau Jennifer sind in puncto Eis keine Neulinge, denn sie betreiben bereits in Weilmünster und Brandoberndorf zwei Eiscafés und wollen nun auch in Usingen die Kundschaft mit selbst gemachten italienischen Eisspezialitäten verwöhnen.

Auslöser: Umbau der Scheunengasse

Eigentlich war die Scheunengasse Auslöser für das neue Eiscafé. Denn ohne die Aussicht, dass diese durch den Komplettumbau ein besseres Aussehen erhält, und die Planung, dass auch die Stichstraße am Eiscafé noch saniert wird, hätte der Chef den Mietvertrag nicht unterschrieben. »Das war tatsächlich Voraussetzung«, sagte Margherone bei einem Ortstermin. Was aber auch bedeutet: Bis die Bauarbeiten am Prinzenpalais mit den beiden Wohnblöcken abgeschlossen sind, wird der Außenbereich provisorisch betrieben, denn für die Baustelle müssen die Lastwagen durch die kleine Stichstraße.

Der neue Eismann ist mit Leib und Seele Italiener, wenn auch in Frankfurt geboren. Seine Eltern hatten schon 1988 ein Eiscafé in Grävenwiesbach, er selbst lernte den Job von der Pike auf. Seine Frau Jennifer macht den Papierkram, aber beide sind auch an den verschiedenen Standorten anzutreffen.

Fest steht, dass er ein ganz besonderes Eis anbieten will - frei von Chemie und künstlichen Aromen. Und hier hat er eine Art Geheimwaffe in der Hinterhand. Denn Patricia Bauer, die ehemalige Mitbetreiberin des alten Eiscafés, unterstützt die Margherones nicht nur tatkräftig, sondern auch mit den alten Rezepten für die süße Köstlichkeit. »Wir haben viel von ihr gelernt«, betont der Vater von drei Kindern (drei, neun und elf Jahre alt), »und sie hat uns auch ihre alten Rezepte für diverse Eissorten verraten.«

Die gibt es natürlich in allen Variationen - sogar vegan. Vorläufig gibt es auch Café »to go« - wenn die Möbel nicht rechtzeitig kommen. Aber, und das ist neu: Das Café wird das ganze Jahr geöffnet sein, im Winter dann eben mit Crêpes, Waffeln und Kuchen. Und auch hier gilt für ihn die Devise: Alles frisch, nichts aus der Tüte. »Wir machen unser Eis jeden Tag selbst, und das nur mit frischen Zutaten«, betont der Chef.

Der sucht übrigens auch noch Mitarbeiter. An jedem Standort gibt es einen Betriebsleiter, fest angestellte Kräfte sowie Aushilfen. Wer Interesse hat: Margherone ist unter der Telefonnummer 01 70/1 86 26 67 oder per E-Mail an info@gelateria-arcobaleno. com zu erreichen.

Der Name des neues Eiscafés ist übrigens auch Programm für Margherone: Arcobaleno bedeutet nämlich auf Deutsch Regenbogen. »Und das wollen wir auch leben. Wir möchten Menschen verbinden«, sagte der neue Caféchef.

Täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet

Für Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) und Ute Harmel von der Gewerbeförderung ist die Neueröffnung ein Segen für das Usinger Innenstadt-Areal. »Damit wird dieser Bereich mit Leben gefüllt, und auch die umliegenden Einzelhändler profitieren von der Laufkundschaft«, sagte Wernard. Und: »Wir sind dankbar, dass nun auch diese Lücke geschlossen wurde und wir wieder zwei Eiscafés in der Stadt haben«, ergänzte Harmel. Begrüßt wurde der »Neue« auch vom Gewerbeverein in Person von Vorstandsmitglied Mona Homm.

Geöffnet ist sieben Tage die Woche, jeweils von 11 bis 20 Uhr - vorerst, denn der Chef will die ganze Situation erst einmal beobachten und dann alles Weitere entscheiden.

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