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Die Nummer gegen Kummer

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Carolin Rürup (links) und Somera Riechmann werben in der ARS ule für die "Nummer gegen Kummer". © Saltenberger

Verein wirbt in ARS für ehrenamtliche Mitarbeit

Neu-Anspach -Wer kennt sie nicht, die Notrufnummern 110 für die Polizei und die 112 für die Feuerwehr und die Rettungsdienste? Anders sieht es mit der Nummer 116111 aus. Das ist die "Nummer gegen Kummer" und sie wurde für Kinder und Jugendliche eingerichtet. "Wann, glaubt ihr; wird die Nummer angerufen?", wollte Carolin Rürup wissen.

Vor ihr in der gut gefüllten Aula der Adolf-Reichwein-Schule saßen Oberstufenschüler und antworteten: Bei Mobbing, wenn man nicht weiß, mit wem man sonst reden kann, wegen Corona, Krieg, bei Missbrauch, bei Stress in der Schule mit Lehrern oder wegen der Noten. Da kam einiges zusammen, was Kindern und Jugendlichen das Leben schwer machen kann und durchaus zu bedrohlichen Situationen führen kann.

Mit Rürup kam Somera Riechmann in die Neu-Anspacher Schule, aber nicht um primär die Notfall-Nummer als solche bekannt zu machen, sondern um für Mitarbeit zu werben. Dazu musste zunächst erklärt werden, welche Organisation dahintersteckt: Es handelt sich um den "Nummer gegen Kummer e. V." mit Sitz in Wuppertal. Ziel des Vereins ist, für Kinder und Jugendliche Ansprechpartner zu sein, wenn andere vertrauenswürdige Bezugspersonen fehlen. Dazu sind Beratungstelefone über ganz Deutschland verteilt. Die lokalen Träger der Telefone sind zumeist örtliche Verbände des Deutschen Kinderschutzbundes, aber auch andere Vereine oder örtliche Träger der Freien Jugendhilfe, hier ist es der Kinderschutz Kreisverband Hochtaunus.

Die beiden Koordinatorinnen der "Nummer gegen Kummer", warben für eine Mitarbeit als Berater und nannten, neben dem Notfall-Zweck des Angebots, eine Reihe von guten Gründen, die ehrenamtliche Herausforderung anzunehmen: "Du bekommst ein gutes Gefühl, anderen zu helfen", "Du entwickelst deine Persönlichkeit und erwirbst neu Kompetenzen", "Du erhältst soziale Wertschätzung", "DU wirst offener für andere Menschen und verlierst Vorurteile", und: "Du erwirbst einer wertvolle Referenz für deinen Lebenslauf".

Dazu bieten die Träger an monatlichen Wochenenden und Abenden innerhalb eines halben Jahres eine umfassende Ausbildung an. Die Werbung richtet sich an Jugendliche ab 18 Jahren. Bei Interesse steht Christina Stupp, Koordinatorin beim Kinderschutzbund Hochtaunus, für weitere Information zur Verfügung (E-Mail: JbJ@ksbht.de).

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